Präsident Volodymyr Zelenskiy and Dänemarks Mette Frederiksen
Dänemark und Ministerpräsidentin Mette Frederiksen (rechts) gelten als große Unterstützer der Ukraine. (Archivbild) Bildrechte: IMAGO/Ritzau Scanpix

Ukraine-News Dänemark kündigt bislang größtes Unterstützungspaket für Ukraine an

12. September 2023, 19:43 Uhr

Diese Ukraine-News vom Dienstag, 12. September 2023 sind beendet.

Ukraine-News vom Dienstag, 12. September 2023

19:43 | Papst schickt Sonderbeauftragten für Ukraine-Krieg nach China

Papst Franziskus schickt den Sonderbeauftragten für den Ukraine-Krieg, Kardinal Matteo Zuppi, nach China. Das hat das Presseamt des Vatikans bekannt gegeben. "Der Besuch stellt eine weitere Etappe der vom Papst gewünschten Mission dar, humanitäre Initiativen und die Suche nach Wegen zu unterstützen, die zu einem gerechten Frieden führen können", heißt es in der Mitteilung. Zuppi wird sich demnach von Mittwoch bis Freitag zu Gesprächen in Peking aufhalten.

Der Kardinal wurde im Mai von Papst Franziskus zum Sonderbeauftragten für den Ukraine-Krieg ernannt. Er führt seitdem Gespräche, um einem Frieden zwischen Russland und der Ukraine näherzukommen. Zuppi war bereits in Kiew, Moskau und Washington.

17:48 Uhr | Dänemark kündigt bislang größtes Unterstützungspaket für Ukraine an

Dänemark hat sein bislang größtes finanzielles Hilfspaket für die Ukraine angekündigt. Kopenhagen werde Kiew bis 2025 rund 780 Millionen Euro zur Verfügung stellen, teilte das dänische Verteidigungsministerium mit. Der Großteil der Unterstützung soll demnach noch in diesem Jahr in der Ukraine ankommen. Mit dem Geld sollen unter anderem Schützenpanzer und Flugabwehrsysteme finanziert werden.

16:30 Uhr | Ex-General Bühler sieht herben Rückschlag für russische Aufklärung

Erstmals seit 2014 hat die Ukraine im Schwarzen Meer Bohrinseln westlich der Krim wieder in Besitz genommen. Ex-Nato-General Erhard Bühler spricht in der aktuellen Folge des MDR-Podcasts "Was tun, Herr General?" von einem herausragenden Ereignis, die russische Aufklärung werde geschwächt. Ein weiteres Thema in dieser Folge ist eine Bewertung des G20-Gipfels: Bühler sieht in der Abschlusserklärung mit Blick auf den Ukraine-Krieg positive Punkte.

15:10 Uhr | Polen kündigt Verlängerung des Verbots für ukrainische Getreideimporte an

Polen hat eine Verlängerung des Einfuhrverbots für ukrainisches Getreide beschlossen, obwohl eine entsprechende EU-Regelung Ende der Woche ausläuft. Unabhängig von einer weiteren Entscheidung der EU-Kommission "werden wir nicht die Grenze für ukrainisches Getreide öffnen", erklärte die Regierung in Warschau. Als Reaktion erklärte Kiew, es erwäge rechtliche Schritte. Im Falle einer Verletzung des Handelsrechts werde "die Ukraine gezwungen sein, sich an die WTO-Streitschlichtung zu wenden", erklärte der ukrainische Ministerpräsident Denys Schmyhal in Onlinediensten.

13:21 Uhr | Schweden erwägt Lieferung von Gripen-Kampfjets

Schweden erwägt eine Lieferung von Gripen-Kampfjets an die Ukraine. Laut Bericht des öffentlich-rechtlichen Rundfunksenders SR hat die Regierung die eigenen Streitkräfte gebeten, die Möglichkeit einer solchen Lieferung zu prüfen. So wolle die Regierung unter anderem geklärt wissen, wie sich eine Übergabe der Flugzeuge auf Schwedens Verteidigungsfähigkeiten auswirken würde und wie schnell Schweden neue Gripen-Jets bekommen könnte. Demnach hofft die Ukraine auf eine Division, die aus 16 bis 18 Flugzeugen besteht. Die Gripen-Kampfjets werden vom schwedischen Rüstungskonzern Saab gefertigt.

Schweden hatte bereits im Juni ukrainische Piloten zu Testflügen auf den Jets eingeladen, aber auch erklärt, es benötige seine Gripen-Flotte selbst.

Schwedischer Kampfjet Saab JAS 39 Gripen
Schwedischer Kampfjet Saab JAS 39 Gripen Bildrechte: picture alliance / zb | Thomas Scholz

12:56 Uhr | Zwei Tote nach Angriff auf Donezk

In der ostukrainischen Oblast Donezk sind nach Angaben der ukrainischen Generalstaatsanwaltschaft zwei Menschen bei einem russischen Angriff getötet und drei weitere verletzt worden. Eine 84-jährige Frau und ein 71-jähriger Mann seien in ihrem Haus in der Stadt Krasnohoriwka westlich der Stadt Donezk ums Leben gekommen. Bei diesem Angriff sei eine weitere Frau verletzt worden. Zudem wurden den Angaben zufolge zwei Frauen beim Beschuss der Stadt Awdijiwka verletzt.

11:30 Uhr | Ukrainische Armee erzielt Geländegewinne im Süden

Die ukrainische Armee macht bei ihrer Gegenoffensive nach eigenen Angaben durchschnittlich 50 bis 200 Meter Geländegewinne am Tag. Der russische Gegner versuche dabei ständig, verlorene Positionen zurückzuholen und ziehe neue Reserven heran, sagte der Sprecher des Frontabschnitts "Taurien", Olexander Schtupun, Medienberichten zufolge in der Nacht zum Dienstag. Insgesamt hätten die Kämpfer des Abschnitts "Taurien" seit dem Beginn der Offensive bereits über 255 Quadratkilometer ukrainischen Boden befreit.

Generalstabssprecher Andrij Kowaljow berichtete am Dienstag von weiteren Fortschritten südlich und südöstlich des Dorfes Robotyne im Gebiet Saporischschja. Die ukrainischen Einheiten setzen sich seinen Angaben zufolge auf den neu erreichten Positionen fest.

Update 11:13 Uhr | Putin nennt Gegenoffensive der Ukraine "erfolglos" und kritisiert Unterstützung durch den Westen

Die Gegenoffensive der Ukraine ist nach Aussage des russischen Präsidenten Wladimir Putin bislang erfolglos. Die Ukraine erleide schwere Verluste. Darüber hinaus sei das Land Schuld daran, dass die Kämpfe zwischen den beiden Kriegsparteien anhielten, sagte Putin auf einem Wirtschaftsforum in Wladiwostok. Er habe den Eindruck, dass die Ukraine erst dann zu Friedensgesprächen bereit sei, wenn ihr die Ressourcen ausgingen.

Putin übte zudem scharfe Kritik am Westen wegen der Unterstützung der Ukraine. Die Lieferung von Streumunition und Geschossen mit abgereichertem Uran sei ein Verbrechen. Eine Lieferung von F-16-Kampfjets werde nichts ändern, sondern den Konflikt nur in die Länge ziehen. Putin erklärte darüber hinaus, der russische Inlandsgeheimdienst FSB habe ukrainische Saboteure gefangengenommen, die Kernkraftanlagen beschädigen wollten. Die Saboteure seien von britischen Nachrichtendiensten instruiert worden. Das sei besorgniserregend und könne ernste Konsequenzen haben.

Putin präsentierte für seine Behauptungen keine Belege. Eine Reaktion der Ukraine gibt es bislang nicht.

10:00 Uhr | London: Moskauer Flugabwehr zum Schutz gegen Drohnen neu eingestellt

Zum Schutz gegen ukrainische Drohnenangriffe hat Russland nach britischen Angaben seine Flugabwehr rund um Moskau neu eingestellt. Wie das Verteidigungsministerium in London am Dienstag in seinem täglichen Geheimdienst-Update mitteilte, sind seit Anfang September 2023 russische SA-22-Luftverteidigungssysteme rund um die Hauptstadt auf erhöhten Türmen und Rampen positioniert. Ziel sei eine bessere Verteidigung gegen Drohnenattacken, denen die Stadt derzeit an den meisten Tagen ausgesetzt ist.

Bereits im Dezember 2022 und Angriffen auf die russischen Luftwaffenstützpunkte Engels und Rjasan hatte Russland den britischen Angaben zufolge das Flugabwehrsystem Panzir (Nato-Code: SA-22) auch auf den Dächern öffentlicher Gebäude in Moskau aufgestellt. Damit habe die Erkennung und Abwehr sogenannter Kamikazedrohnen ermöglicht werden sollen. Vermutlich handele es sich aber um eine öffentlichkeitswirksame Maßnahme, um die Öffentlichkeit zu beruhigen und zu zeigen, dass die Behörden die Bedrohung unter Kontrolle hätten, hieß es aus London.

07:46 Uhr | Drohnenangriff nahe AKW Saporischschja am Montag

Die Ukraine hat nach russischen Angaben am Montag die Stadt Enerhodar in der Nähe des Atomkraftwerkes Saporischschja mit Drohnen angegriffen. Sechs Drohnen seien abgefeuert und alle von russischen Truppen zerstört worden, sagte der Chef des staatlichen russischen Atomenergiekonzerns Rosatom, Alexej Lichatschew, der Nachrichtenagentur RIA zufolge am Dienstag. Von der Ukraine gab es zunächst keine Stellungnahme.

Enerhodar und das AKW liegen in der südukrainischen Oblast Saporischschja, die zum Teil von russischen Truppen kontrolliert wird. Das Atomkraftwerk wurde bereits früh in dem seit Februar 2022 währenden Krieg von russischen Truppen besetzt. Immer wieder kommt es in der Nähe zu Kampfhandlungen, auch das Gelände des AKW wurde bereits mehrfach getroffen.

06:48 Uhr | Moskau: Zug von Kim Jong Un erreicht Russland

Der Zug mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un hat nach Angaben aus Moskau Russland erreicht. Dort ist ein Treffen zwischen Kim und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin geplant. Wie die staatliche russische Nachrichtenagentur Ria Novosti am Dienstag berichtete, fuhr der Zug durch die russische Region, die an Nordkorea grenzt. Zuvor hatte bereits das südkoreanische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass der Zug von Kim Russland erreicht habe. 

Das Treffen mit Putin soll in den kommenden Tagen im fernen Osten Russlands stattfinden. Bisher hat Moskau jedoch weder das Datum noch den genauen Ort des Treffens angegeben. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte russischen Medien, dass die beiden Staatsoberhäupter vor allem "sensible" Themen besprechen würden, ohne sich dabei um "Warnungen" der USA zu kümmern. Washington befürchtet, dass Nordkorea Moskau Waffen für seine Invasion in der Ukraine liefern könnte.

06:41 Uhr | Russland: Vorübergehend kein Verkehr auf Krim-Brücke

Der Verkehr auf der Krim-Brücke ist vorübergehend eingestellt worden. Das teilte der von Russland eingesetzte Betreiber der Brücke mit. Einen Grund für die Aussetzung nannte die Verwaltung in der Mitteilung auf ihrem Telegram-Kanal nicht. Die Krim-Brücke war in den vergangenen Monaten vermehrt Ziel von Drohnenangriffen aus der Luft und vom Meer aus.

00:00 Uhr | Ukraine-News am Dienstag, 12. September 2023

Guten Morgen! In unseren Ukraine-News halten wir Sie über die Entwicklungen im Krieg in der Ukraine auf dem aktuellen Stand. Alle wichtigen Nachrichten erscheinen im Laufe des Tages hier.

Berichterstattung zum Ukraine-Krieg Die Berichterstattung aus der Ukraine ist schwierig, da wegen der Kämpfe nur wenige unabhängige Medienvertreter vor Ort sind. Informationen kommen vor allem von der ukrainischen Regierung und dem Verteidigungsministerium aus Russland, die allerdings kaum überprüft werden können.

Was tun, Herr General? - Der Podcast zum Ukraine-Krieg

Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
Bildrechte: MDR / Erhard Bühler
Der frühere NATO-General und Generalleutnant a.D. Erhard Bühler
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Quellen: u.a. AFP, dpa, Reuters, MDR

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 12. September 2023 | 07:45 Uhr

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