27.12.2019 | 06:35 Uhr Viele Kommunen in Sachsen wählen neue Bürgermeister

In Sachsen wählen zahlreiche Kommunen im kommenden Jahr ihre neuen Bürgermeister. Das gab das Statistische Landesamt in Kamenz bekannt. In Leipzig tritt am 2. Februar der bisherige Stadtchef Burkhard Jung (SPD) gegen sieben Mitbewerber an. Die CDU schickt Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow ins Rennen, die Grünen Katharina Krefft, Franziska Riekewald tritt für die Linke an und Christoph Neumann für die AfD. Jung hat das Amt des Oberbürgermeisters bereits knapp 14 Jahre inne.

Chemnitz braucht neues Stadtoberhaupt

Barbara Ludwig bei Gegenprotesten in Chemnitz
Chemnitz' OB Barbara Ludwig will keine dritte Amtszeit mehr. Bildrechte: MDR SACHSEN

In Chemnitz wird - voraussichtlich am 14. Juni 2020 - ein neues Stadtoberhaupt gewählt. Chemnitz' Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig (SPD) kündigte an, sich für eine dritte Amtszeit nicht mehr zur Wahl zu stellen. Ihr Parteikollege Sven Schulze hatte daraufhin seine Kandidatur bekanntgegeben. Seit 2015 ist er Bürgermeister für Personal, Finanzen und Organisation. Vor Schulze hatte bereits AfD-Politiker Nico Köhler angekündigt, sich um das Amt bewerben zu wollen. Die CDU nominierte Almut Patt, die seit zehn Jahren im Stadtrat sitzt, als Kandidatin.

Im Landkreis Meißen stehen im kommenden Jahr Bürgermeisterwahlen in Moritzburg, in Radeburg, Stauchitz sowie in Nossen an. Im Landkreis Leipzig wird in Regis-Breitingen, Naunhof, Machern, Borsdorf, Markkleeberg, Markranstädt, Brandis, Partenstein, Bennewitz und Thallwitz gewählt. Im Landkreis Nordsachsen sollen Bürgermeister in Belgern-Schildau, in Dreiheide, Mockrehna, Zschepplin und Wiedemar bestimmt werden. Wahlen gibt es im Landkreis Görlitz in Kottmar, Oderwitz und Neißeaue. In Königsfeld, Penig sowie in Augustusburg werden im kommenden Jahr im Landkreis Mittelsachsen Bürgermeister gewählt. Fünf Bürgermeisterwahlen stehen im Landkreis Zwickau an: in der Stadt Kirchberg, in den Gemeinden Callenberg, Reinsdorf sowie in Mülsen und in St. Egidien.

Viele Bürgermeisterwahlen im Erzgebirge

Im Erzgebirgskreis bestimmen gleich 13 Kommunen neue Gemeinde- und Stadtchefs: Burkhardtsdorf, Großolbersdorf, Jöhstadt, Mildenau, Sehmatal, Thalheim, Thermalbad Wiesenbad, Thum, Wolkenstein, Seiffen, Lauter-Bernsbach, Königswalde und Gornsdorf. Der Landkreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge hat Wahlen in Gohrisch, Reinhardtsdorf-Schöna, Klingenberg sowie Tharandt. Im Landkreis Bautzen stehen Wahlen in Arnsdorf, Cunewalde, Hoyerswerda, Ohorn, Radibor, Ottendorf-Okrilla und Oßling an. Im Vogtlandkreis wählen die Bürger in Klingenthal, Netzschkau, Ellefeld und Heinsdorfergrund einen neuen Bürgermeister.

In Sachsen werden Bürgermeister für sieben Jahre gewählt. Wahlberechtigt sind Deutsche und EU-Bürger ab 18 Jahren, die seit mindestens drei Monaten in der jeweiligen Kommune wohnen. In einem ersten Wahlgang muss ein Kandidat die absolute Mehrheit erreichen. Schafft das niemand, gibt es einen zweiten Wahlgang: Hier reicht die relative Mehrheit der Stimmen für einen Kandidaten, um gewählt zu werden. In Sachsen gibt es nach Angaben des Statistischen Landesamts 421 Gemeinden. Davon haben 295 mehr als 5.000 Einwohner und damit einen hauptamtlichen Bürgermeister. 126 Gemeinden werden von ehrenamtlichen Bürgermeistern verwaltet.

Quelle: MDR/ma/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 27.12.2019 | ab 7 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 27. Dezember 2019, 06:35 Uhr

3 Kommentare

Immen weiter verdrehen bis es passt vor 14 Wochen

Im Osten, wird das betreutes Denken seit 30 Jahren vom Westen etabliert, weil der Ossis eine andere Auffassung von Freiheit, Kultur und Deutschland hat, deshalb brauchen wir den Westimport von "Fachkräften" die uns sagen, was wir wählen und tun müssen.
Wie gewählt, so geliefert.

Antje B. vor 14 Wochen

Die CDU zeigt wieder einmal mangelnde Sensibilität. Eine Frau aus den alten Bundesländern (Almut Patt) als Bürgermeisterin? Es ist auffällig, das in den neuen Bundesländern Führungspositionen fast ausschließlich mit Personen aus den alten Bundesländern besetzt werden. Dreißig Jahre nach der sogenannten Wiedervereinigung ein Unding. In Chemnitz mit seiner angespannten politischen Lage sollte so etwas erst recht unterbleiben.

Der Erfurter Bub vor 14 Wochen

Sagt ausgerechnet jemand der einen hessischen Geschichtelehre seinen Messias nennt. Klar doch. 😥

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