Die Magdeburger jubeln nach dem Tor zum 1:0.
Blau-Weiße Jubeltraube vor Block U: Die Spieler des 1. FC Magdeburg begraben Siegtorschütze Baris Atik unter sich. Bildrechte: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Fußball | 2. Bundesliga 1. FC Magdeburg bringt Spitzenreiter FC St. Pauli erstmals zu Fall

21. Spieltag

10. Februar 2024, 15:00 Uhr

Im 21. Saisonspiel hat Zweitliga-Tabellenführer FC St. Pauli seine erste Niederlage kassiert – und zwar beim ganz stark auftretenden 1. FC Magdeburg, der sich den knappen Heimsieg redlich verdiente.

Ausrufezeichen in der unteren Tabellenhälfte! Der 1. FC Magdeburg hat dem bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter FC St. Pauli die erste Saisonniederlage eingebrockt. Die bestens aufgelegten Sachsen-Anhalter verdienten sich vor 25.187 Zuschauern einen 1:0-Heimsieg über den Kontrahenten aus Hamburg. Defensiv agierte das Team von Cheftrainer Christian Titz äußerst wach und zweikampfstark und hatte kurz vor Beginn der Schlussviertelstunde in Baris Atik den Matchwinner in den eigenen Reihen. Der FCM klettert mit 27 Punkten einstweilen auf Rang elf, die Gäste thronen weiter ganz oben.

Christian Titz (Trainer 1. FC Magdeburg) 3 min
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3 min

Noch nie hatte der 1. FC Magdeburg den FC St. Pauli geschlagen. Nun ist der Bann gebrochen. FCM-Cheftrainer Christian Titz war vor allem mit der Art und Weise zufrieden, wie sein Team den Spitzenreiter in die Knie zwang.

Sa 10.02.2024 16:06Uhr 03:20 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-fc-magdeburg-christian-titz-nach-st-pauli-100.html

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FCM defensiv aufmerksam und offensiv mit Nadelstichen

Ein neues Quartett brachte FCM-Trainer Christian Titz im Vergleich zum Last-Minute-Remis gegen Kiel auf den tiefen Rasen. Zum ersten Mal seit fast drei Monaten durfte Mittelstürmer Luca Schuler von Beginn an ran, zudem rückte Leon Bell Bell nach überstandener Erkältung wieder auf die linke Bahn, während Daniel Elfadli und Herbert Bockhorn ihre Sperren abgesessen hatten. Und gerade die drei Letztgenannten waren in den ersten 20 Minuten zu erhöhter Aufmerksamkeit angehalten. St. Pauli begann selbstbewusst. Zwar hatte Magdeburg etwas mehr Ballbesitz, musste dabei jedoch höllisch aufpassen, nicht in die Pressingfallen des Tabellenführers zu geraten.

Eric Smith (St. Pauli), Oladapo Afolayan (St. Pauli) und Mohammed El Hankouri (Magdeburg) kämpfen um den Ball.
FCM-Mittelfeldspieler Mohammed El Hankouri löst sich aus dem Zweikampf mit St. Paulis Oladapo Afolayan. Bildrechte: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Aber die Blau-Weißen ließen dabei lediglich Johannes Eggesteins Schuss aus der Drehung zu (5.). Je mehr Minuten verstrichen, umso gefährlicher wurden auch die FCM-Offensivbemühungen. Bockhorn fand in Vasilj seinen Meister (15.), ehe Schulers Direktabnahme von Atiks Geniestreichvorlage per Außenrist nur knapp über den Querbalken zischte (25.). Während sich die mittlerweile nur wenig inspirierten Gäste vor der Pause lediglich noch bei Afolayans Kopfball annäherten (41.), schaufelte aus FCM-Sicht El Hankouri aus guter Position drüber (43.).

Baris Atik (1. FC Magdeburg) 3 min
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Atik bringt MDCC-Arena zum Beben

Die Kiezkicker kamen deutlich energischer aus der Kabine zurück – vielmehr als Marcel Hartels sicher parierten Kopfball brachten sie in punkto Abschlüssen zunächst trotzdem nicht zustande. Stattdessen scheiterte FCM-Joker Luc Castaignos bei der bis dato besten Gelegenheit an Vasilj (60.). Magdeburg-Schlussmann Dominik Reimann allerdings musste kurz darauf die Großchance des gerade erst eingewechselten Connor Metcalfe aus dem Eck fischen (64.), bevor Daniel Heber den nächsten Metcalfe-Versuch entscheidend über den Kasten abfälschte (67.).

Baris Atik (r) von Magdeburg zieht Hauke Wahl von St. Pauli im Fußballspiel am Trikot.
Baris Atik – hier beim Materialtest von Hauke Wahls Trikot – krönte sich zum Matchwinner des 1. FC Magdeburg gegen Spitzenreiter St. Pauli. Bildrechte: picture alliance/dpa | Christophe Gateau

Fünf Minuten später bebte die MDCC-Arena: FCSP-Keeper Vasilj bediente Amaechi mit einem folgenschweren Fehlpass, der geistesgegenwärtig querlegte und damit Atiks vielumjubelten Treffer vorbereitete (72.). Es sollte der einzige des Nachmittags bleiben, weil die Gastgeber St. Pauli auch in der Folge kaum die kleinste Möglichkeit zum Lucky Punch und bis zum Schlusspfiff nahezu alles souverän verteidigten.


mhe

Fabian Hürzeler (Trainer FC St. Pauli) 2 min
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2 min

Im 21. Saisonspiel war es soweit: Spitzenreiter FC St. Pauli musste beim 1. FC Magdeburg die erste Liga-Niederlage der Saison hinnehmen. Wie hat Gästetrainer Fabian Hürzeler die Partie gesehen?

Sa 10.02.2024 16:11Uhr 02:07 min

https://www.mdr.de/sport/sport-im-osten/video-st-pauli-fabian-huerzeler-nach-fc-magdeburg-100.html

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 10. Februar 2024 | 16:00 Uhr

56 Kommentare

Dreiecker vor 3 Wochen

Also Hoffenheim hat in der Kreisliga angefangen. Natürlich geht es nur mit Geld nach oben. Von Wolfsburg weiß ich es jetzt nicht, nur RB hat sich in die Oberliga eingekauft.

Gernot vor 3 Wochen

" Medienskeptiker" , weißt du überhaupt, von was du hier sprichst bzw schreibst?
Der 1.FC Magdeburg spielt in der 2.Bundesliga, also eine der 36 besten Fußballteams hierzulande. Und alle haben eine Anzahl von Geldgeber bzw Förderer. Manche " Große" hängen sogar an einer einzige Nadel.....SAP.....VW
Intel, ist bis jetzt weder in MD noch bei einem Verein physisch angekommen. Sollte es dazu kommen, besteht die Absprache, das der Konzern bei den beiden MD 'er Profivereinen als SPONSOR, nicht als INVESTOR , auftritt. So, wie derzeit auch eine große Anzahl anderer Unternehmen. Ehe du dich hier weiter lächerlich machst, google einmal diese beiden Begriffe.
Ich bin mir aber sicher, du bist bestens zu dieser Thematik unterwegs. Dein Auftritt hier hat in Wahrheit einen ganz anderen Grund.

Camouflage vor 3 Wochen

Äh nee Hauptsache es kaufen sich keine Reichsbürger über "Schatten" in DFL ein. So bunt wie aktuell war Liga nie und in grauer / erfolgreicher Vorzeit 1974 schon mal garnicht.

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