Fußball | 3. Liga Zwickau siegt und überholt Chemnitz

37. Spieltag

Spannung im Kampf um den Klassenerhalt! Der FSV Zwickau hat den Chemnitzer FC bezwungen und steht nun auf einem Nichtabstiegsplatz. Der CFC rutscht dafür in die Abstiegszone.

Zwickaus Elias Huth jubelt nach dem Tor zum 1:0
Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Der FSV Zwickau hat sich durch einen 2:1 (0:0)-Sieg im Sachsenderby gegen den Chemnitzer FC eine gute Ausgangsposition vor dem letzten Drittliga-Spieltag erarbeitet. Die Mannschaft von Trainer Joe Enochs überholte den CFC in der Tabelle und hat nun zwei Punkte Vorsprung vor dem Konkurrenten, der auf dem ersten Abstiegsplatz nun umso schlechter dasteht.

Kaum Wechsel auf beiden Seiten

FSV-Trainer Joe Enochs tauschte gegenüber dem 3:2-Sieg gegen Eintracht Braunschweig auf zwei Positionen: Ali Odabas rückte für Mike Könnecke (Bank) in die Abwehr, Can Coskun für Nils Miatke (Bank) auf die linke Außenbahn. Bei Chemnitz ersetzte Matti Langer den gelbgesperrten Philipp Hosiner.

Die Gastgeber begannen zunächst mit Zug zum Tor: Morris Schröter setzte sich im Eins-gegen-eins auf der rechten Seite durch, Elias Huth köpfte die Flanke knapp drüber (2.). Allerdings war beiden Teams die Spannung anzumerken, beide schenkten sich wenig, entsprechend gab es nicht viele Torchancen. Für Chemnitz zielte Rafael Garcia zu ungenau (21.), ansonsten war es das erwartete Kampfspiel.

Chemnitz vergibt Chancen

Dann ergab sich für Zwickau plötzlich eine Riesenchance, als sich abermals Schröter im Alleingang behauptete und Gerrit Wegkamp in Szene setzte, der knapp am langen Pfosten vorbeizielte (34.). Gegen Ende der ersten Halbzeit hatte der FSV dann Glück, als Chemnitz zweimal am Aluminium scheiterte: Ein Freistoß von Erik Tallig, der an Freund und Feind vorbeiging, touchierte den Außenpfosten (38.). Wenig später traf Dejan Bozic nach Garcia-Flanke per Kopf die Latte (42.).

Ronny König gegen Sören Reddemann
Bildrechte: Karina Heßland-Wissel

Mit einem torlosen Remis ging es dann in die Kabinen - umso aufregender sollte die zweite Halbzeit werden, die gleich mit einem Paukenschlag begann: Elias Huth köpfte eine Flanke von Can Coskun zum 1:0 ins Tor (51.) und ließ Zwickau in der Blitztabelle an Chemnitz vorbeiziehen. Die Gäste brauchten etwas Zeit, um auf den Rückstand zu reagieren, dann hatte Pascal Itter zu viel Platz und schloss aus halbrechter Position zum 1:1 ab - Zwickaus Torwart Johannes Brinkies war noch dran, der Ball schlug aber im langen Eck ein (74.).

Könnecke trifft zum Zwickauer Sieg

Eine spannende und emotionale Schlussphase begann, in der Chemnitz zunächst in Führung hätte gehen können, doch wie schon in der ersten Halbzeit vergaben die Gäste zu viele ihrer nicht allzu vielen Chancen: Garcia scheiterte erst mit einem Distanzschuss an Brinkies (76.) und dann per Seitfallzieher (77.). Umso effizienter die Zwickauer: Der soeben eingewechselte Fabio Viteritti nahm den Ball stark mit und legte ab auf Mike Könnecke, der wuchtete die Kugel aus der Distanz zum 2:1 ins Tor (84.).

Chemnitz versuchte noch einmal alles, drückte in der Schlussphase auf den Ausgleich, doch Sören Reddemann vergab die letzte Chance (90.). Auch Torwart Jakub Jakubov stürmte mit, Viteritti hätte dadurch fast noch zum 3:1 ins leere Tor getroffen, doch scheiterte am Pfosten (90.).

Am letzten Spieltag kommt es nun zum Fernduell zwischen Zwickau (bei Waldhof Mannheim) und Chemnitz (gegen Hansa Rostock) um den letzten verbliebenen Nichtabstiegsplatz.

Stimmen zum Spiel:

Patrick Glöckner (Chemnitz): "Es ist eine Leere, die sich aufbaut in einem. Man hat sich viel vorgenommen. Die Mannschaft war auf alles eingestellt. Es ist erstaunlich, wie Zwickau immer wieder die Tore über die selben Mechanismen macht. Obwohl man genau weiß, wie es geht, und wir gehofft hatten, dass wir es verteidigen können. Wir waren in der ersten Halbzeit zu ängstlich, zweite Halbzeit war es spielerisch ein bisschen besser."

Joe Enochs (Zwickau): "Wir wissen, dass wir am Samstag ein hartes Stück Arbeit vor uns haben. Natürlich haben wir einen Grundstein gelegt. Letztendlich ist aber noch nichts gewonnen. Ich freu mich unheimlich für die Jungs, wie sie Gas geben, wie sie an sich glauben bis zur letzten Minuten, wie sie sich reinhängen ins Spiel. Aber ich warne davor, überheblich zu sein. Sondern wir bleiben auf dem Teppich."

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mze

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Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | Sport im Osten | 01. Juli 2020 | 22:10 Uhr

79 Kommentare

Blauer Hund vor 11 Wochen

Bleibt ihr drin, wird er ein weiteres Jahr bei euch bleiben. Die Leihe wird verlängert. Ein Typ wie Miatke auf der anderen Seite. Auf Grund seiner Jugend noch mit viel Potential.

Alex. vor 11 Wochen

Warten wir den letzten Spieltag ab! Und Nein,-Hansa - Fan bin ich nicht,doch wenn Hansa die letzte Chance nutzt und die Relegation erreicht,würde ich mich freuen! Denn neben Aue tut der 2.Liga ein weiterer 'Ostclub' gut,schafft es die Kogge nicht,-dann müssen sich die Rostocker selbst die Schuld geben,-ein besserer Tabellenplatz war locker drin! Und Chemnitz? Wer da steht,wo er steht -ist selbst schuld! Der letzte ST wird spannend!!

Thoralf vor 11 Wochen

Wenn Sie Hansa Fan sind, dann gönne ich Ihnen den Sieg in Chemnitz. Die, manchmal ein wenig, Mutlosigkeit der Kogge wird ihr zum Verhängnis. Am Ende, wie bei Härtel anfangs üblich, ein guter vierter Platz.
, aber DFB Pokal ist ja auch was, oder?😉🤧😷

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