Die Menschheit erschließt den Tiefraum: Die Lunar-Gateway-Station

Künstlerische Darstellung der geplanten Mond-Orbitalstation Lunar Gateway mit dem Orion-Raumschiff im Anflug
Künstlerische Darstellung der Lunar-Gateway-Station. Bildrechte: ESA/ATG-medialab

Die Internationale Raumstation ISS ist in die Jahre gekommen. Die Weltraumagenturen NASA, ESA, JAXA und weitere Partner planen deshalb bereits ein neues Projekt: Den Lunar Gateway. Die Station soll wesentlich tiefer im Weltraum liegen als die ISS. Sie soll um einen der gemeinsamen Schwerkraftpunkte von Erde und Mond kreisen. Dadurch soll sie der Menschheit einen leichteren Zugang zur Mondoberfläche ermöglichen. Zugleich gerät sie möglichst selten in den Mondschatten. Dadurch wird ein stabiler Funkverkehr mit der Erde garantiert.

Ihre abgelegene Position macht zugleich die Bedingungen erlebbar, mit denen auch Marsreisende zurechtkommen müssen: Versorgungsflüge von und zur Gateway-Station werden wesentlich länger dauern als zur ISS. Deshalb erfordern Einsätze mehr Planung und einen höheren Aufwand.

Die Gateway-Station soll aber nicht das ganze Jahr durchgängig von Astronauten bewohnt werden. Geplant sind stattdessen höchstens dreimonatige Einsätze. In der Zwischenzeit sind vor allem Roboter und Maschinen aktiv, die Missionen vorbereiten und durchführen.

Dem aktuellem Zeitplan zufolge soll ab 2022 mit dem Aufbau der Station begonnen werden. Voll einsatzfähig ist

sie wahrscheinlich erst ab 2030.

Die Grafik zeigt, wie die Gateway-Sation aussehen soll.
So soll Lunar-Gatway nach aufgebaut sein. Bildrechte: MDR/NASA/ESA

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