Von Polen bis Stalingrad Chronik des Zweiten Weltkrieges 1939 bis 1942

Mit dem deutschen Überfall auf Polen beginnt am 1. September 1939 der Zweite Weltkrieg. Drei Kriegsjahre lang ist die Wehrmacht kaum zu stoppen. Doch vor Moskau endet 1941 die deutsche Siegesserie und bei Stalingrad wendet sich Ende 1942 der ganze Krieg. Feldzüge, Operationen, Schlachten - die Chronik der wichtigsten Ereignisse der Kriegsjahre 1939 bis 1942.

Deutsche Soldaten mit Panzerfahrzeugen beobachten Luftangriff auf Stadt in Frankreich 1940
Deutsche Soldaten mit Panzerfahrzeugen beobachten einen Luftangriff auf eine französische Stadt, 1940. Bildrechte: IMAGO / KHARBINE-TAPABOR

1939

Hitler, Himmler und Keitel während eines Militärmanövers, 1939
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22. August 1939

22. August 1939

In einer mehrstündigen Ansprache vor etwa 50 kommandierenden Generalen der drei Wehrmachtteile Heer, Luftwaffe und Marine verkündet Adolf Hitler seine Absicht, Polen zu überfallen und vollständig zu zerschlagen.

Joachim von Ribbentrop und Wjatscheslaw Molotow unterzeichneten 1939 den deutsch-russischen Nichtangriffspakt. Hinten neben Ribbentrop Josef Stalin, ganz rechts Friedrich Gaus, daneben U. Pavlov.
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24. August 1939

24. August 1939

In Moskau unterzeichnen der deutsche Außenminister Joachim von Ribbentrop und sein sowjetischer Amtskollege Wjatscheslaw Molotow im Beisein Stalins einen Nichtangriffspakt. In einem geheimen Zusatzprotokoll wird Osteuropa in Interessensphären aufgeteilt.

Ein polnischer Soldat steht 1939 neben einem Grenzschild auf dem Magyan Pass.
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26. August 1939

26. August 1939

Ein deutscher Kommandotrupp stößt in den Beskiden auf polnisch besetztes Gebiet vor. Er soll den Eisenbahntunnel am Jablunkapass besetzen. Hitler hatte am Vortag den Angriff auf Polen befohlen, ihn aber am Abend wieder abgesagt. Das Jablunka-Kommando erreicht diese Nachricht nicht mehr.

Sendemast in Gleiwitz, 2004
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31. August 1939

31. August 1939

Eine Kommandoeinheit der SS täuscht einen angeblichen Überfall polnischer Soldaten auf den Sender Gleiwitz in Oberschlesien vor. Der Zwischenfall soll Hitler den propagandistischen Vorwand für den geplanten Angriff auf Polen liefern.

Deutsche Soldaten durchbrechen 1939 einen Schlagbaum an der Grenze zu Polen.
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1. September 1939

1. September 1939

Um 4:47 Uhr beschießt das Kriegsschiff Schleswig-Holstein ein polnisches Depot auf der Danziger Westerplatte. Das Ereignis gilt als Auftakt des Zweiten Weltkrieges. Doch bei Dirschau und Wielun fielen schon vorher die ersten Bomben. Bei Zoppot zerbrechen deutsche Soldaten den polnischen Schlagbaum.

Britisches Passagierschiff Athenia nach Torpedierung durch deutsches U-Boot 1939
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3. September 1939

3. September 1939

Nachdem ein Ultimatum Großbritanniens und Frankreichs zur Räumung Polens verstrichen ist, erklären beide Garantiemächte dem Deutschen Reich den Krieg. Mit der Torpedierung des britischen Passagierschiffs Athenia durch ein deutsches U-Boot beginnt die Schlacht im Atlantik.

Britische Karikatur Hitler und Stalin begrüßen sich über der Leiche Polens
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17. September 1939

17. September 1939

Gemäß den Vereinbarungen aus dem geheimen Zusatzprotokoll des Hitler-Stalin-Paktes marschiert die Rote Armee in Ostpolen ein. Damit besetzt die Sowjetunion das ihr zugesicherte "Interessengebiet" und gliedert es ein.

Polische Kavalerie während der Schlacht an der Bzura
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19. September 1939

19. September 1939

Mit der Kapitulation von 170.000 eingekesselten polnischen Soldaten endet bei Kutno die elftägige Schlacht an der Bzura. An der Entscheidungsschlacht waren auf polnischer Seite auch zwei Kavalleriebrigaden beteiligt.

Deutsche Truppen rücken 1939 in Warschau ein
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29. September 1939

29. September 1939

Nach drei Wochen erbitterter Kämpfe geht die Schlacht um Warschau zu Ende. Die polnische Hauptstadt war bei mehreren deutschen Luftangriffen schwer zerstört worden. Deutsche Soldaten rücken in die Stadt ein. Rund 100.000 Polen gehen in Gefangenschaft.

Hitler nimmt am 5. Oktober 1939 deutsche Siegesparade in Warschau ab
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5. Oktober 1939

5. Oktober 1939

Bereits einen Tag bevor im zentralpolnischen Kock die letzten polnischen Soldaten kapitulieren, nimmt Adolf Hitler in Warschau die deutsche Siegesparade ab. Drei Tage später schließen Deutschland und die Sowjetunion einen Friedensvertrag ab und teilen Polen unter sich auf.

Britisches Schlachtschiff HMS Royal Oak
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14. Oktober 1939

14. Oktober 1939

Das deutsche U-Boot U47 unter dem Kommando von Kapitänleutnant Günther Prien dringt in den britischen Kriegshafen Scapa Flow auf den Orkney-Inseln ein und versenkt das Schlachtschiff Royal Oak mit drei Torpedotreffern. 833 Seeleute sterben.

Brennende Admiral Graf Spee
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17. Dezember 1939

17. Dezember 1939

Der Kapitän der Admiral-Graf-Spee, Kapitän zur See Hans Langsdorff, befiehlt vor der Mündung des Rio des La Plata vor Uruguay die Selbstversenkung des deutschen Panzerschiffes. Der Besatzung bleibt ein tödlicher Endkampf erspart. Das Schiff war im Gefecht mit britischen Kreuzern schwer beschädigt worden.

1940

Deutsche Soldaten landen im April 1940 in Norwegen
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9. April 1940

9. April 1940

Mit dem Unternehmen Weserübung startet die Wehrmacht zur Invasion Norwegens und Dänemarks. Unter anderem soll die über das nordnorwegische Narvik laufende Zufuhr des für die deutsche Rüstung wichtigen Eisenerzes aus dem nordschwedischen Kiruna gesichert werden.

Deutscher Panzer IV in Frankreich 1940
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10. Mai 1940

10. Mai 1940

Der deutsche Westfeldzug beginnt. Ohne formale Kriegserklärung rückt die Wehrmacht mit sieben Armeen in die neutralen Staaten Belgien, Niederlande und Luxemburg ein. Der Hauptstoß der deutschen Panzerkräfte zielt durch die Ardennen auf die Maas.

Fallschirmpioniere nach der Eroberung der Festung Eben Emael
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11. Mai 1940

11. Mai 1940

Deutsche Fallschirmpioniere erobern das belgische Sperrfort Eben-Emael am Albert-Kanal. Sie landen mit Lastenseglern auf der Festung und sprengen deren Panzerkuppeln mit neuartigen Hafthohlladungen. Auch zwei wichtige Brücken werden eingenommen.

Deutsche Panzer rollen im Mai 1940 bei Floing auf Pontonbrücke über die Maas
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13. Mai 1940

13. Mai 1940

Bei Sedan erzwingt das durch die Ardennen zur Maas vorgestoßene XIX. Armeekorps der Wehrmacht den Flussübergang. Am 15. Mai durchbrechen die drei Panzerdivisionen des Korps die französische Front und stoßen in fünf Tagen zum Ärmelkanal vor.

Rotterdam nach der Bombardierung durch die deutsche Luftwaffe, 1940
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14. Mai 1940

14. Mai 1940

Bei der Bombardierung von Rotterdam sterben mehr als 800 Zivilisten. Die Übergabeverhandlungen für die niederländische Hafenmetropole waren bereits im Gange. Doch die Nachricht erreicht eine Gruppe von 57 deutschen Bombern nicht mehr.

Deutsche Soldaten erreichen im Mai 1940 den Ärmelkanal
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20. Mai 1940

20. Mai 1940

Bei Abbeville erreicht die 2. Panzerdivision der Wehrmacht den Ärmelkanal. Damit ist der geplante deutsche Sichelschnitt zum Meer vollendet. 1,2 Millionen französische, belgische und britische Soldaten sind in Flandern vom französischen Hauptheer abgeschnitten.

Evakuierung britischer Truppen aus dem Kessel von Dünkirchen, 1940
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4. Juni 1940

4. Juni 1940

Deutsche Truppen nehmen nach zehntägiger Schlacht Dünkirchen in Französisch-Flandern ein. 300.000 britische Soldaten können bis dahin über den Ärmelkanal fliehen. Hitler hatte am 22. Mai den Angriff auf Dünkirchen aus unerklärlichen Gründen für zwei Tage gestoppt.

Deutsche Truppen marschieren am 14. Juni 1940 durch Paris
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14. Juni 1940

14. Juni 1940

Deutsche Truppen ziehen in Paris ein. Am Arc de Triomphe vorbei paradieren sie unter den Augen führender Generale über den Champs-Élysées. Die französische Hauptstadt war zuvor vom französischen Militär weitgehend geräumt worden.

Auf der linken Seite Adolf Hitler, in der Mitte Léon Noël, Marschall Pétains Botschafter in Warschau, auf der linken Seite General Charles Huntziger.
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22. Juni 1940

22. Juni 1940

In Compiègne wird der Waffenstillstand zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich unterzeichnet. Damit endet der deutsche Westfeldzug. Für Frankreich kommt das Abkommen einer Kapitulation gleich. 60 Prozent seiner Fläche werden besetzt.

Vernichtung der französischen Flotte in Mers el Kebir 1940
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3. Juli 1940

3. Juli 1940

Die Royal Navy greift die im algerischen Mers-el-Kébir liegende französische Flotte an. Ein Schlachtschiff wird versenkt und weitere beschädigt. 1.300 französische Seeleute sterben. Mit der Aktion wollen die Briten verhindern, dass die französische Flotte in deutsche Hände gerät.

Heinkel He-111-Bomber der Luftwaffe über London 1940
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10. Juli 1940

10. Juli 1940

Mit Angriffen auf Konvois im Ärmelkanal und der Themsemündung, Marineeinrichtungen an der englischen Südküste sowie Nachtangriffen im Landesinnern eröffnet die deutsche Luftwaffe die monatelange Luftschlacht um England.

Hitler und die Botschafter Ribbentrop Ciano und Kurusu während der Unterzeichnung des Dreimächtepakts 1940
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27. September 1940

27. September 1940

Im Beisein Adolf Hitlers wird in der Berliner Reichskanzlei der Dreimächtepakt zwischen dem Deutschen Reich, Italien und Japan abgeschlossen. Das auch als Achse Berlin-Rom-Tokio bezeichnete Abkommen sieht eine ausgedehnte militärische Kooperation vor.

Italienische Kriegsgefangene 1940 in Griechenland
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28. Oktober 1940

28. Oktober 1940

Italienische Truppen greifen vom italienischen Protektorat Albanien aus Griechenland an. Nach anfänglichen Erfolgen kommt der Vormarsch bald zum Stehen. Ab Mitte November gehen die Griechen zum Gegenangriff über und rücken bis zu 70 Kilometer auf albanisches Gebiet vor.

Kathedrale von Coventry nach deutschem Bombenangriff vom 14. November 1940
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14. November 1940

14. November 1940

Beim bislang schwersten Luftangriff des Krieges zerstören oder beschädigen deutsche Kampfbomber in der mittelenglischen Industriestadt Coventry 60.000 Gebäude. Die Kathedrale Saint Michael wird komplett verwüstet. Mindestens 568 Menschen sterben.

1941

General Italo Gariboldi, 1941 Generalgouverneur von Italienisch-Libyen, und Generalfeldmarschal Erwin Rommel passieren angetretene Soldaten.
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12. Februar 1941

12. Februar 1941

Der Panzergeneral Erwin Rommel trifft in Libyen ein. Mit dem Deutschen Afrikakorps soll er die Italiener bei der Verteidigung ihrer Kolonie gegen die Briten unterstützen. Ende März geht er mit seinen Truppen selbst zum Angriff über und erreicht am 12. April Ägypten.

Junkers Ju 88 Bomber 1941 über der Akropolis von Athen
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6. April 1941

6. April 1941

Im Balkanfeldzug greift die Wehrmacht Griechenland und Jugoslawien an. Jugoslawien kapituliert am 17. und die Masse des griechischen Heeres am 21. April. Bis zum 3. Mai besetzen die deutschen Truppen neben dem griechischen Festland auch alle wichtigen Inseln - außer Kreta.

Deutsche Fallschirmjäger im Kampf um Kreta 1941
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20. Mai 1941

20. Mai 1941

Mit der Landung deutscher Fallschirmjäger beginnt die Luftlandeschlacht um Kreta. Es ist das erste große Luftlandeunternehmen der Kriegsgeschichte. Bis zum 2. Juni werden die Briten von der Insel vertrieben. Mehr als 3.300 Fallschirmjäger fallen bei den Kämpfen.

Der Kreuzer Dorsetshire nimmt Überlebende der Bismarck an Bord
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27. Mai 1941

27. Mai 1941

400 Seemeilen vor der französischen Küste im Atlantik wird das deutsche Schlachtschiff Bismarck von britischen Kriegsschiffen versenkt. Nur 115 der 2.200 Besatzungsmitglieder überleben. Die Bismarck hatte drei Tage zuvor den britischen Schlachtkreuzer Hood versenkt.

Deutsche Panzer und Kradschützen beim Vormarsch im Juni 1941
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22. Juni 1941

22. Juni 1941

Am frühen Morgen überfällt die Wehrmacht die Sowjetunion. 3,3 Millionen Soldaten treten auf über 2.300 Kilometer Frontbreite zum Angriff an. Mit 3.350 Panzern stoßen die deutschen Divisionen in einer Woche bis zu 400 Kilometer ins sowjetische Hinterland vor.

Deutscher Panzer und Infanterie im Gefecht, 1941
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26. Juni 1941

26. Juni 1941

Bei Białystok und Minsk schließen die Panzergruppen 2 und 3 der Heeresgruppe Mitte der Wehrmacht gleich vier sowjetische Armeen ein. In der anschließenden Kessel-Doppelschlacht geraten bis zum 9. Juli über 325.000 Rotarmisten in deutsche Kriegsgefangenschaft.

eine Kolonne von russischen Gefangenen in der Nähe von Smolensk
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16. Juli 1941

16. Juli 1941

Im Gebiet des westrussischen Smolensk schließen die deutschen Panzergruppen 2 und 3 erneut große Kontingente der Roten Armee ein. Die Masse von drei sowjetischen Armeen mit über 300.000 Soldaten gerät bis zum 5. August in deutsche Gefangenschaft.

OKW-Chef Keitel, OKH-Chef Von Brauchisch und Adolf Hitler im Juli 1941.
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21. August 1941

21. August 1941

Hitler entscheidet, den deutschen Hauptstoß zunächst nicht auf die sowjetische Hauptstadt Moskau, sondern auf die Ukraine anzusetzen. Die Panzergruppe 2 der Heeresgruppe Mitte stößt entlang des Dnjepr nach Süden auf Kiew vor.

Deutsche Soldaten rennen durch einen brennenden Vorort Leningrads 1941.
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8. September 1941

8. September 1941

Die deutsche Heeresgruppe Nord erreicht Schlüsselburg am Ladogasee. Leningrad mit 2,5 Millionen Einwohnern ist auf dem Landweg abgeschnitten. Am 12. September entscheidet Hitler, die Metropole nicht einzunehmen, sondern nur einzuschließen. Die Bevölkerung soll ausgehungert werden.

Deutsche Soldaten vor Kiew 1941
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15. September 1941

15. September 1941

In der Schlacht um Kiew schließen die Armeen und Panzergruppen der Heeresgruppen Süd und Mitte im Osten der ukrainischen Hauptstadt einen Großteil der sowjetischen Südwestfront ein. Bis zum Ende der Kesselschlacht am 26. September geraten 665.000 Sowjetsoldaten in deutsche Gefangenschaft.

Angehöriger der Einsatzgruppe D erschießt Juden bei Winnyzja in der Ukraine
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30. September 1941

30. September 1941

Elf Tage nach der Einnahme von Kiew durch die 6. Armee erschießt die Einsatzgruppe D des Sicherheitsdienstes (SD) der SS im Tal Babyn Jar 30.000 Juden. Auch in Winniza und anderen Orten der Ukraine begehen SD-Einsatzgruppen Massenmorde an Juden.

Sowjetischer T34-Panzer und Infanterie in der Schlacht um Brjansk 1941
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2. Oktober 1941

2. Oktober 1941

Zwei Tage nach dem Beginn der Offensive der deutschen Heeresgruppe Mitte auf Moskau (Operation Taifun) beginnt die Doppelschlacht um Wjasma und Brjansk. In den beiden Kesseln verliert die Rote Armee bis zum 20. Oktober noch einmal über 670.000 Soldaten.

Deutsche Kräder und Lkw stecken 1941 in Russland im Schlamm fest
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30. Oktober 1941

30. Oktober 1941

Mit dem Einsetzen der Rasputiza, der herbstlichen Schlammzeit, kommt die Offensive der deutschen Truppen auf Moskau vollständig zum Erliegen. Erst mit dem Einsetzen des Frostes mehr als zwei Wochen später rollt der Vormarsch wieder.

Einzug britischer Truppen in Bengasi im Dezember 1941
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18. November 1941

18. November 1941

Mit der Operation Crusader starten die britischen Truppen in Ägypten eine Offensive gegen die deutsch-italienische Panzergruppe Afrika. In für beide Seiten verlustreichen Kämpfen gelingt es ihnen, bis ins libysche El Agheila vorzustoßen, wo die Kämpfe am 4. Februar 1942 zum Erliegen kommen.

Deutscher Panzer und Infanterie im Kampf um einen Moskauer Vorort 1941
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2. Dezember 1941

2. Dezember 1941

In dem Moskauer Vorort Chimki kommen deutsche Panzerpioniere dem Kreml so nah, wie keine andere Einheit der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Von hier sind es nur noch 23,7 Kilometer bis zum Sitz der sowjetischen Regierung.

Gegenangriff sowjetischer Soldaten vor Moskau 1941
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5. Dezember 1941

5. Dezember 1941

Mit frischen Divisionen aus Sibirien geht die Rote Armee vor Moskau zur Gegenoffensive über. Die abgekämpften und nicht für den Winter ausgerüsteten Verbände der Heeresgruppe Mitte werden bei Minusgraden von bis zu 52 Grad bis zu 300 Kilometer nach Westen zurückgeworfen.

Brennendes Schlachtschiff USS Virginia nach dem Angriff auf Peral Harbour
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11. Dezember 1941

11. Dezember 1941

Vier Tage nach dem japanischen Angriff auf die US-Pazifikflotte in Pearl Harbour erklären Deutschland und Italien den USA den Krieg. Sie springen damit ihrem Bündnispartner Japan bei. Der Zweifrontenkrieg für die beiden Achsenmächte weitet sich somit aus.

1942

Deutsche Soldaten im Kessel von Demjansk 1942
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8. Januar 1942

8. Januar 1942

Im Gebiet der nordwestrussischen Stadt Demjansk schließt die Rote Armee sechs deutsche Divisionen ein. Die 95.000 eingekesselten Soldaten werden aus der Luft versorgt. Erst am 21. April kann die Wehrmacht den Kessel von Demjansk entsetzen.

U-Boot-Kommandant der Kriegsmarine am Periskop, 1941
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14. Januar 1942

14. Januar 1942

Beim Unternehmen Paukenschlag versenken deutsche Langstrecken-U-Boote vor der US-Ostküste 23 Handelsschiffe. Innerhalb eines halben Jahres fallen ihnen dort und in der Karibik 397 alliierte Schiffe mit über zwei Millionen Bruttoregistertonnen zum Opfer.

Schlachtschiffe Gneisenau und Scharnhorst sowie Schwerer Kreuzer Prinz Eugen im Kanal 1942
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11. Februar 1942

11. Februar 1942

Das Unternehmen Cerberus startet. Vom französischen Brest kommend brechen die deutschen Großkampfschiffe Scharnhorst, Gneisenau und Prinz Eugen durch den Ärmelkanal. Unter starkem Geleitschutz erreichen sie bis zum 13. Februar ihre Heimatbasen.

Zerbombte Stadt Essen im Mai 1945
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14. Februar 1942

14. Februar 1942

Mit der Area Bombing Directive wird die Royal Air Force zu Flächenbombardements über deutschen Städten angewiesen. Schwerpunkt sollen die Wohnviertel der Industriearbeiter sein, um deren Moral zu brechen. Der erste Flächenangriff trifft am 8. März Essen.

Hermann Göring, Adolf Hitler und OKW-Chef Keitel über Lagekarte 1942
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5. April 1942

5. April 1942

In seiner Weisung Nr. 41 zum Unternehmen Blau legt Adolf Hitler die Ziele des Ostheeres für die Sommeroffensive 1942 fest. Den Hauptstoß soll die Heeresgruppe Süd führen. Sie soll über den Don gehen und zunächst zur Wolga und später zum Kaukasus vorstoßen.

Zerstörte Erzkirche St. Mary in Exeter 1942
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23. April 1942

23. April 1942

Die Luftwaffe bombardiert die Altstadt des südenglischen Exeter und trifft die Erzkirche St. Mary. Es ist der erste der sogenannten Baedecker-Angriffe, mit denen historische Denkmäler in England zerstört werden sollen. Anlass ist die Bombardierung der Altstadt von Lübeck durch die Royal Air Force am 28./29. März.

Sowjetische Panzer und Infanterie bei Charkow Mai 1942
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12. Mai 1942

12. Mai 1942

Die Rote Armee will mit einer riesigen Zangenbewegung das seit 1941 von der Wehrmacht besetzte ostukrainische Charkow zurückerobern. Nach sowjetischen Anfangserfolgen gehen die Deutschen zum Gegenangriff über und kesseln einen Großteil der Sowjettruppen ein. Eine Viertelmillion Rotarmisten geht in Gefangenschaft.

Deutsche Panzer-Kolonne in Libyen 1942
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26. Mai 1942

26. Mai 1942

Mit dem Angriff auf die britische Gazala-Stellung in der Cyrenaika startet die deutsch-italienische Panzerarmee Afrika unter Erwin Rommel eine neue Offensive zur Rückeroberung Libyens. Nach zähem Widerstand ziehen sich die Briten drei Wochen später nach Ägypten zurück.

Zerstörte Innenstadt von Köln 1944
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30. Mai 1942

30. Mai 1942

Die Stadt Köln erlebt den ersten "Tausend-Bomber-Angriff" des Krieges. 1.047 Bomber versammelt das britische Bomber Command für die Operation Millennium. Nicht alle erreichen das Ziel. Dennoch werden über 13.000 Gebäude zerstört. Tausende Menschen sterben oder werden verletzt, über 45.000 verlieren ihr Obdach.

Deutscher Lkw fährt 1942 auf Straße nahe Tobruk an britischen Gefangenen vorbei
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21. Juni 1942

21. Juni 1942

Deutsche und italienische Truppen der Panzerarmee Afrika nehmen die Festung Tobruk von Osten her ein. 35.000 britische Soldaten gehen in Gefangenschaft. Erwin Rommel wird für die Einnahme von Tobruk von Hitler zum Generalfeldmarschall ernannt.

Deutscher Infanterist vor brennendem Haus 1942
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28. Juni 1942

28. Juni 1942

Mit dem Angriff der Heeresgruppe Süd auf das mittelrussische Woronesch am Don beginnt die deutsche Sommeroffensive. Die Sowjets haben den Hauptstoß der Wehrmacht vor Moskau erwartet und dort die Hälfte ihrer Truppen konzentriert. Deshalb ziehen sie sich überall schnell zurück.

Deutscher Panzer in der Libyschen Wüste Juni 1942
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1. Juli 1942

1. Juli 1942

In Ägypten beginnt die erste Schlacht um El Alamein. Bis zum 13. Juli versuchen die deutsch-italienischen Truppen mehrfach, die britischen Stellungen etwa 100 Kilometer vor Alexandria zu durchbrechen. Auch spätere britische Gegenangriffe scheitern. Die Schlacht endet am 31. Juli mit einem Patt.

Torpedierter Frachter von Konvoi PQ 17 nördlich Norwegen 1942
Torpedierter Frachter von Konvoi PQ 17 nördlich Norwegen 1942 Bildrechte: IMAGO / United Archives

2. Juli 1942

2. Juli 1942

Im Nordmeer tobt die Schlacht um den alliierten Geleitzug PQ 17. Er soll Nachschub für die Rote Armee von Island in das nordrussische Murmansk bringen. Bei Angriffen deutscher Bomber und U-Boote werden bis zum 10. Juli 22 von 33 Frachtschiffen versenkt.

Hitler gratuliert Manstein zur Einnahme von Sewastopol 1942
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4. Juli 1942

4. Juli 1942

Nach acht Monaten endet die Schlacht um Sewastopol mit der Einnahme des befestigten Krim-Hafens durch deutsche und rumänische Truppen. Knapp 100.000 Rotarmisten gehen in Gefangenschaft. Der Oberbefehlshaber der 11. Armee, Erich von Manstein, wird für die Eroberung der Festung zum Generalfeldmarschall ernannt.

Hitler Jodl Keitl und Mussolini an Kartentisch im Oberkommando der Wehrmacht OKW
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23. Juli 1942

23. Juli 1942

Mit seiner Weisung Nr. 45 weicht Hitler vom ursprünglichen Plan ab, zuerst Stalingrad und erst danach den Kaukasus zu erobern. Die Heeresgruppe Süd wird stattdessen aufgespalten, um beide Ziele gleichzeitig anzugreifen. Während die Heeresgruppe A zum Kaukasus stößt, wird die Heeresgruppe B auf Stalingrad angesetzt.

Panzer und getötete Soldaten nach dem Landungsversuch bei Dieppe 1942
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19. August 1942

19. August 1942

Im normannischen Dieppe scheitert der Versuch der Alliierten, den dortigen Ärmelkanal-Hafen einzunehmen. Die Angreifer ziehen sich unter hohen Verlusten zurück. Knapp 1.200 der 6.000 gelandeten Soldaten fallen, beinahe 2.200 geraten in Gefangenschaft.

Deutsche Gebirgsjäger mit Maultieren im Kaukasus
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21. August 1942

21. August 1942

Deutsche Gebirgsjäger besteigen den Elbrus. Sie hissen auf dem mit 5.642 Metern höchsten Berg des Kaukasus und Europas die Reichskriegsflagge. Da von der Aktion bei Schlechtwetter keine Aufnahmen gemacht werden, wird sie zwei Tage später wiederholt.

Stalingrad brennt nach Bombardierung im August 1942
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23. August 1942

23. August 1942

Ein massiver deutscher Luftangriff trifft Stalingrad. 600 Kampfflugzeuge der Luftflotte 4 zerstören in 1.600 Einsätzen weite Teile der Stadt. Tausende Zivilisten sterben. Zeitgleich erreichen die ersten deutschen Panzerspitzen die Vororte der Wolga-Metropole.

Wehrmacht-Soldaten in der Schlacht um Stalingrad, 1942
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13. September 1942

13. September 1942

Mit dem Angriff der 6. Armee auf den inneren Verteidigungsgürtel von Stalingrad beginnt die fünfmonatige Schlacht um die Wolga-Metropole. In zähen, extrem verlustreichen Häuserkämpfen gelingt es den deutschen Divisionen bis zum 18. November, neun Zehntel Stalingrads einzunehmen.

Australische Soldaten bei Kampfhandlungen.
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23. Oktober 1942

23. Oktober 1942

Mit einem massiven Artillerieschlag der Briten beginnt am Abend die dritte Schlacht von El Alamein. Der allierten Überlegenheit haben die Achsenmächte nichts entgegenzusetzen. Die Reste der deutsch-italienischen Panzerarmee fliehen nach Libyen.


US-Infanteristen landen während Operation Torch in Nord-Afrika
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8. November 1942

8. November 1942

In Französisch-Nordafrika läuft die Operation Torch an. Bei Casablanca, Oran und Algier landen 107.000 Briten und US-Amerikaner mit knapp 10.000 Fahrzeugen. Damit haben die Alliierten eine zweite Front gegen die deutsch-italienische Afrika-Armee eröffnet.

Sowjetische Katjuscha-Raketen werden im November 1942 auf deutsche Stellungen abgefeueret
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19. November 1942

19. November 1942

Mit einem massiven Artillerieschlag gegen die 3. rumänische Armee im Nordwesten Stalingrads beginnt die Gegenoffensive der Roten Armee zur Rückeroberung der Wolga-Metropole. Einen Tag später werden auch die rumänischen Stellungen im Süden überrannt. Am 23. November vereinigen sich die sowjetischen Stoßkeile bei Kalatsch am Don. 330.000 deutsche und verbündete Soldaten sind eingekesselt.

Panzerabteilung der Wehrmacht in Stalngrad, 1942
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12. Dezember 1942

12. Dezember 1942

Die 4. deutsche Panzerarmee versucht von Süden her, den sowjetischen Einschließungsring um die 6. Armee in Stalingrad aufzubrechen. Den 50.000 Mann unter General Hoth gelingt es, bis auf 60 Kilometer an den Kesselrand heranzurücken. Wegen sowjetischer Gegenoffensiven an anderen Frontabschnitten wird das Unternehmen Wintergewitter am 24. Dezember jedoch eingestellt.