Studie Garten macht glücklich - gerade während der Corona-Pandemie

Gärten machen glücklich - vor allem in Zeiten von Corona. Das zeigt eine Studie der Hochschule Geisenheim. Demnach sind Menschen mit Gärten zufriedener als Menschen ohne Garten. Wir stellen Ihnen drei wichtige Fakten aus der Studie vor.

Ein Kind hält Äpfel vor seine Augen
Glück im Garten: Eigenes Obst und Gemüse ernten. Bildrechte: IMAGO

Menschen mit Garten sind glücklicher als Menschen ohne Garten. Das hat eine nicht repräsentative Studie der Hochschule Geisenheim ergeben. Demnach waren Befragte mit Garten deutlich zufriedener mit ihrem Leben als Befragte ohne Garten. Die Studie bezieht sich auf den Zeitraum des ersten Corona-Lockdowns im Frühjahr 2020. Bei dieser war der Anteil der Befragten mit und ohne Garten etwa gleichgroß.

Fakt #1: Garten ist wichtiger als im Vorjahr

Drei Viertel von ihnen bezeichneten den Garten als wichtig, wenn nicht sogar sehr wichtig, für ihre Lebensqualität. Mehr als die Hälfte der befragten Gartenbesitzer:innen gab an, dass ihnen der Garten noch wichtiger ist als vor einem Jahr.

Doch auf für Menschen ohne eigenen Garten ist die Bedeutung von öffentlichen Grünflächen gestiegen: Die Mehrheit derjenigen, die keinen Garten besitzen, sagten, dass Parks oder Stadtwälder für sie eher wichtig bis sehr wichtig sind.

Zuhause im Garten trifft sich die Fünf-Generationen-Familie.
Zeit mit der Familie im Garten genießen - das ist wichtiger geworden. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fakt #2: Mehr Zeit im eigenen Garten wegen Corona

Mehr als die Hälfte der Befragten mit Garten hat wegen der Corona-Beschränkungen mehr Zeit im Garten verbracht als noch im Vorjahr. Die Kontaktsperre sowie die Einschränkung in der Freizeitgestaltung wegen gesperrter Spielplätze oder geschlossener Restaurants hatten dazu geführt.

Die Studie ergab darüber hinaus: Wer einen eigenen Garten hat, erholt sich dort nicht nur oder treibt Sport, sondern arbeitet auch. Sie pflanzen Gemüse an, pflegen ihre Stauden, bauen Sandkästen und mähen ihren Rasen. Dadurch verbringen Gartenbesitzer:innen im Schnitt 17 Stunden pro Woche an der frischen Luft. Das sind acht Stunden mehr, als Menschen ohne Garten im Freien verbringen. Menschen ohne eigenen Garten nutzen die Zeit draußen ausschließlich für Erholung und Sport.

Ein Mädchen gießt im Garten mit einer Brause.
Aktiv im Garten: Auch Gießen gehört dazu. Bildrechte: Colourbox.de

Fakt #3: Garten bedeutet Freiheit

Die Untersuchungen der Wissenschaftler:innen aus Geisenheim haben außerdem ergeben, dass die Menschen den Garten als Ausgleich für die Corona-Einschränkungen empfinden. Im Garten fühlen sie sich frei, erholen und entspannen sich. Sie ziehen sich in ihren Garten zurück, pflegen diesen und gestalten ihn.

Kind in Hängematte
Entspannung und Freiheit - das ist der Garten für viele. Bildrechte: imago images/Westend61

Zufriedenheit hängt von vielen Faktoren ab Die Autor:innen der Studie weisen darauf hin, dass neben dem Garten weitere Faktoren, wie das Einkommen, ebenfalls Einfluss auf die Zufriedenheit haben. Auch das Alter und der Wohnort spielen eine Rolle: Gartenbesitzer:innen sind häufig etwas älter und wohnen eher im ländlichen Raum, wo Gartenflächen anders verfügbar sind als in Städten.

Corona und Garten

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 06. Dezember 2020 | 08:30 Uhr