Alleskönner im Garten Geranien pflanzen, pflegen und vermehren

Lat. Name Geranium

Beschäftigt man sich näher mit der Gattung Geranium, kann einen schnell die Sammelleidenschaft packen. Es gibt einfach so viele unterschiedliche Arten und Sorten. Da lässt sich für (fast) jeden Gartenstandort und Gestaltungszweck ein passender Storchschnabel finden. Von Geranium-Expertin Annemarie Eskuche erfahren Sie das Wichtigste über Anbau und Pflege der Alleskönner.

Zwei blaue Blüten
Storchschnabel gibt es in vielen Formen und Farben. Bildrechte: MDR/Teresa Herlitzius

Geranien im Herbst pflanzen

Ideale Pflanzzeit ist der Herbst, weil die Geranien dann schon anwurzeln, um im kommenden Frühjahr mit aller Kraft auszutreiben. Annemarie Eskuche empfiehlt die Geranien etwas tiefer als Ballenhöhe einzusetzen und in die Pflanzfläche organischen Dünger wie z.B. Hornspäne einzuarbeiten. Das hat den Vorteil, dass die Pflanzenwirkstoffe erst im Frühjahr zur Verfügung stehen, wenn sie von den Pflanzen tatsächlich benötigt werden, denn die Bodenbakterien brauchen einige Zeit, den organischen Dünger umzuwandeln. Wenn man im Herbst mineralischen Dünger einbringen würde, würde man der Pflanze einen unerwünschten Schub geben, sie würde versuchen, noch einmal auszutreiben und man würde so ihre Winterhärte gefährden. Ein Pflanzabstand von circa 30 Zentimetern ist optimal. Frisch gepflanzte Exemplare ausreichend wässern.

Boden und Standort

Je nach Art und Sorte können Geranien sowohl im Schatten, Halbschatten als auch in der puren Sonne gedeihen. Es gibt Arten für trockene, feuchte oder gar sumpfige Böden. Viele Geranium-Sorten eignen sich gut als Unterbepflanzung für Gehölze beziehungsweise stehen gut am Gehölzrand.

Geranien für den Schatten Geranien für den Halbschatten Geranien für die Sonne
Geranium nodosum Geranium sylvaticum Geranium sanguineum
Geranium phaeum Geranium himalayense Geranium renardii
Geranium macrorrhizum Geranium gracile Geranium cinereum
Geranium endresii Geranium endresii Geranium psilostemon
Geranium palustre Geranium palustre Geranium pratense
Geranium pyrenaicum Geranium pyrenaicum Geranium maculatum

Geranien pflegen

Geranien brauchen wenig Aufmerksamkeit, sind robust und nur in  geringem Maße krankheitsanfällig. Auch finden Schnecken keinen Gefallen an Storchschnäbeln. Geschnitten werden sollten sie im zeitigen Frühjahr, nicht im Herbst. Manche Sorten vermehren sich stark durch Selbstaussaat. Wer das nicht möchte, sollte die verwelkten Blüten abschneiden. Außerdem fördert ein solcher Schnitt bei vielen Sorten eine zweite Blüte. Damit Geranien reichlich blühen, sollten sie regelmäßig gegossen werden, die Pflanzen sollten nie austrocknen.

Eine Frau gießt Geranien vor ihrem Fenster; die Fassade des Hauses ist vollständig mit wildem Wein überwuchert
Für eine üppige Blütenpracht müssen Geranien häufig gegossen werden. Bildrechte: dpa

Geranien vermehren

Manche Sorten säen sich selbst aus, das trifft vor allem auf die Wildformen wie zum Beispiel den Wiesen-Storchschnabel zu. Viele horstig wachsende Zuchtsorten hingegen lassen sich sehr gut durch Teilung vermehren.

Auf einen Blick
Heimat weltweit verbreitet
Pflanzenfamilie Storchschnabelgewächse ( Geraniaceae)
Wuchs oft horstartig, zwischen 20 cm und ein Meter hoch
Blüte Weiß-, Blau-, Rosa- und Rottöne
Blühzeitraum Mai bis August, je nach Sorte, vereinzelt auch bis in den Herbst hinein
Früchte Samenstand erinnert an einen Storchschnabel
Standort je nach Art und Sorte sonnig, halbschattig oder schattig
Boden anspruchslos
Winterhart abhängig von jeweiliger Sorte
Mehrjährig überwiegend, gibt aber auch ein- und zweijährige Sorten
Lebensdauer in der Regel langlebig
Verwendung Zierstaude, Bodendecker, Füllpflanze, Begleit- oder Solitärstaude, Steingartenpflanze

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 27. Oktober 2019 | 08:30 Uhr