Ein von Erdflöhen befallener Kohlrabi mit Löchern in den Blättern wächst in einem Hochbeet
Kleine Löcher in Kohl-Blättern deuten auf Erdflöhe hin Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Schädling im Gemüsegarten Was gegen Erdflöhe im Gemüsebeet hilft

Erdflöhe (Psylliodes), Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae)

Durch Ihren Gemüsegarten springen winzige, schwarze Käfer? Und fressen Löcher in Kohlrabi, Brokkoli und andere Kohl-Sorten? Die Schädlinge heißen Erdflöhe und lieben heiße, trockene Sommer. Gegen massiven Befall sollten Sie unbedingt vorgehen.

Ein von Erdflöhen befallener Kohlrabi mit Löchern in den Blättern wächst in einem Hochbeet
Kleine Löcher in Kohl-Blättern deuten auf Erdflöhe hin Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

Erdflöhe hüpfen vorwiegend im Juli und August durch die Beete, können aber auch in einem warmen Frühjahr auftreten. In sehr heißen, trockenen Sommern fallen sie in Scharen über ungeschützte Gemüsegärten her. Obwohl sie wie Flöhe springen, gehören sie zur Familie der Blattkäfer.

Schadbild bei Erdfloh-Befall

Die kleinen Käfer fressen winzige Fensterchen in die jungen Blätter von Kohlrabi, Brokkoli, Rucola, Radieschen, Chinakohl und anderen Gewächsen, die mit den Kohl-Arten verwandt sind. Eine geringe Zahl der schwarzen oder schwarz-gelb gestreiften Tierchen im Gemüsebeet schadet der Ernte meist nicht sehr. Doch wenn sich die Insekten massenhaft vermehren, leiden vor allem junge Pflanzen darunter. In diesem Fall sollten Sie gegen die Schädlinge vorgehen. Dabei gilt: Vorbeugung ist eines der besten Mittel gegen die Käferchen.

So können Sie Erdfloh-Befall vorbeugen

Auf einem Blatt einer Gemüse-Pflanze sitzen winzige Erdflöhe mit glänzendem Rücken und langen Fühlern
Sie hüpfen wie Flöhe, sind aber kleine Käfer. Bildrechte: MDR/Ulrike Kaliner

  • Bodenbearbeitung: Erdflöhe fühlen sich auf schweren Böden besonders wohl. Hacken, mulchen und gießen Sie deshalb die Erde im Gemüsegarten regelmäßig, so dass sie feucht und krümelig bleibt.
  • Kräftige Pflanzen: Sorgen Sie dafür, dass sich Ihr junger Kohl schnell zu gesundem Gemüse entwickelt. Kräftige Pflanzen, die mit genügend Wasser und Nährstoffen versorgt werden, sind weniger anfällig für Schädlinge. Düngen und gießen Sie daher ausreichend.
  • Brennnesseljauche: Die Kräuterpädagogin und Gartenbesitzerin Sabine Langheinrich-Schüler rät, Sämlinge von Kohlpflanze mit einer Jauche aus Brennnesseln zu stärken. Die Pflanzenreste können nach dem Zubereiten der Jauche noch als Mulch im Gemüsebeet verwendet werden.
  • Gesteinsmehl: Ist der Befall noch nicht zu weit fortgeschritten, können Sie die Pflanzen mit Gesteinsmehl bestäuben. Das verdirbt den Erdflöhen den Appetit auf jungen Kohl.
  • Fruchtwechsel und Erdfloh-Schutznetze: Wenn Sie in diesem Jahr Verluste bei der Ernte durch Erdflöhe hatten, sollten Sie im kommenden Jahr Ihren Kohl an einer anderen Stelle im Beet pflanzen, also die Frucht wechseln. Decken Sie außerdem schon zeitig Pflanzenschutznetze darüber, die Erdflöhe nicht durchdringen können.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 18. August 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 18. August 2019, 08:30 Uhr