Österliche Dekoartikel stehen vor einem Geschäft in Wernigerode.
Sachsen-Anhalts Gastgewerbe setzt große Hoffnungen in die Osterfeiertage Anfang April. (Symbolbild) Bildrechte: dpa

Frühlings-Saison erwartet Verluste im ersten Quartal: Restaurants und Hotels hoffen auf Ostern

06. März 2023, 14:16 Uhr

Die vergangenen drei Jahre waren für das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt aufgrund der Coronapandemie keine einfachen. Auch in den ersten Monaten dieses Jahres war noch Luft nach oben. Ausbleibender Schnee im Harz hat die Situation laut Hotel- und Gaststättenverband noch verschärft. Die Branche hofft nun auf gutes Wetter über die Osterfeiertage, um die Verluste wettzumachen. Da die Betriebe gleichzeitig mit Personal-Engpässen kämpfen, könnten die Tische allerdings knapp werden.

Nach einem bislang enttäuschenden Jahr hofft das Gastgewerbe in Sachsen-Anhalt jetzt auf ein gutes Oster-Geschäft. Normalerweise seien die Feiertage eine Triebfeder für die Hotels und Gaststätten des Landes, sagte Michael Schmidt, Chef des Hotel- und Gaststättenverbands (DEHOGA) in Sachsen-Anhalt. Es sei an der Zeit, Verluste des ersten Quartals auszugleichen.

Naturgemäß seien die ersten Monate des Jahres nicht die umsatzstärksten. Da in einigen Regionen des Harzes auch noch der Schnee ausblieb, seien mancherorts noch weniger Gäste gekommen als normalerweise, erklärte Schmidt. Auch zu Ostern ist für Schmidt die Wetterlage maßgebend für das Geschäft. Sollte es sonnig sein und die Temperaturen ansteigen, könnte man schon vorsichtig von einem Start der Frühlings-Saison sprechen. An die Biergarten-Saison einzuläuten, denkt Gastronom Schmidt aber noch nicht. Die Osterfeiertage fallen auf den 7. bis 10. April.

Eine Osterhasenfigur steht im Miniaturenpark "Kleiner Harz".
Der Miniaturenpark "Kleiner Harz" in Wernigerode ist ein beliebtes Ausflugsziel insbesondere auch für Familien. Bildrechte: dpa

Personal-Not: Viele Gaststätten mit reduzierten Kapazitäten

Schmidt empfiehlt für die Osterfeiertage bei Bedarf früh zu reservieren. Einige Häuser hätten aufgrund der dünnen Personaldecke im Gastgewerbe ihre Kapazitäten reduziert. Viele Betriebe seien deswegen frühzeitig ausgebucht.

Die Sorgen im Gastgewerbe sind trotz des Wegfalls der meisten Pandemie-Einschränkungen bei vielen Unternehmen groß. Neben Nachwuchsproblemen plagen die Betriebe die enorm gestiegenen Kosten für Lebensmittel und Energie. Aufgrund geringer Verdienst-Aussichten und unbeliebter Arbeitszeiten kehren außerdem viele Beschäftigte der Branche den Rücken zu.

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dpa/MDR (Daniel Salpius)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 06. März 2023 | 10:00 Uhr

5 Kommentare

Shantuma vor 52 Wochen

Ich gebe Ihnen hier absolut Recht.
Denn Gastronomie ist nunmal nichts als ein Tertiär-Bedürfnis, auch wenn es um Ernährung geht.
Primär-Bedürfnisse, wie Wohnung, Wärme und Essen werden bevorzugt behandelt. Wenn dann nach den Sekundär-Bedürfnissen noch was über ist, dann können Tertiär-Bedürfnis-Anbieten davon was abhaben.

Shantuma vor 52 Wochen

Eine Umsatzsteigerung ist bei gestiegenen Verbraucherkosten kaum vermeidlich.
Darum sind auch die Rekord-Steuereinnahmen, welche man fast jährlich feiert, ja auch so lächerlich.
Wenn die Zielinflation zur Stabilität des Euros bei 2% liegt, dann müssten auch die Steuern um 2% zum Vorjahr steigen.
Dies trifft auch auf Umsätze zu.

D.h. nur allein auf die Umsätze zu starren bringt nichts.
Man muss auf die Gewinne und die Gewinn-Marge schauen.
Steigen die Gewinne, aber die Marge sinkt, dann ist dies schlecht.
Steigen die Gewinne, aber die Marge stagniert, dann ist dies ein durchschnittliches Jahr.
Steigt beides, dann knallen die Sekt-Korken.

Sinken Marge und Gewinne ... dann ist man völlig auf dem Holzweg.

Kurz gesagt, wer nur Umsätze sieht, der sieht die entscheidenen Faktoren nicht.

Steffen 1978 vor 52 Wochen

Die durch die Medien kleingeredete Inflation wird hierbei ein entscheidende Rolle zu spielen auch die Gastronomen wie so viele Unternehmer nutzen die Gelegenheit um ihre Preise zu erhöhen um ihre Umsätze zu steigern

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