Energiekosten Unikliniken in Magdeburg und Halle stellen sich auf Mehrkosten fürs Heizen ein

Die Energiekosten steigen und die Wärmelieferverträge der Unikliniken Halle und Magdeburg laufen aus. Die Einrichtungen rechnen deshalb mit deutlich höheren Heizkosten im kommenden Jahr. Bisher ist aber unklar, wie die Steigerungen finanziert werden sollen.

Das Universitätsklinikum Halle.
Die Uniklinik in Halle prüft, ob die Zimmertemperatur dort auf 19 Grad Celsius heruntergesetzt werden kann, wo keine Patienten versorgt werden. (Archivbild) Bildrechte: dpa

Die Unikliniken in Halle und Magdeburg rechnen für das kommende Jahr mit höheren Kosten für Energie. Die Wärmelieferverträge beider Häuser laufen aus. Das bestätigten die Einrichtungen.

Kostensteigerung um 130 Prozent

Eine Sprecherin des Universitätsklinikums Halle sagte, man rechne mit einer Energiekostensteigerung von etwa 130 Prozent. Es seien teilweise bereits neue Verträge geschlossen worden.

Das Universitätsklinikum Magdeburg kann nach Angaben eines Sprechers aktuell noch keine Auskunft zu den Mehrkosten geben. In diesem Jahr seien neun Millionen Euro für Strom und Gas eingeplant gewesen.

Krankenhausgesellschaft fordert nachträglichen Rechnungszuschlag

Aufgrund der gestiegenen Preise werden neue Verträge in der Regel deutlich teurer. Die Krankenhausgesellschaft fordert deshalb einen nachträglichen Rechnungszuschlag in Höhe von vier Prozent auf alle Abrechnungen mit den Krankenkassen für das Jahr 2022.

Der Vorsitzende der Krankenhausgesellschaft Sachsen-Anhalt, Wolfgang Schütte, sagte, die Mehrkosten könnten nicht weitergegeben werden. Die Vergütungen der Krankenkassen, die den Betrieb der Krankenhäuser finanzieren, seien vom Gesetzgeber streng limitiert. Es gebe keine Möglichkeit, die Preissteigerungen voll zu refinanzieren.

Uniklinik prüft Absenkung der Zimmertemperatur

Das Uniklinikum Halle prüft bereits, inwiefern die Zimmertemperatur in Bereichen, die nicht zur Patientenversorgung gehören, auf 19 Grad abgesenkt werden kann. Ähnliche Pläne hatte unter anderem die Stadtverwaltung Wittenberg bereits im August angekündigt.

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dpa,MDR (Julia Heundorf)

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2 Kommentare

Guter Schwabe vor 10 Wochen

Da braucht die Uni Halle doch nicht erst prüfen. Runter mit der Temperatur, z.B. in der Verwaltung. Dann aber nicht über den erhöhten Krankenstand jammern, welcher garantiert eintritt.

Mein Tipp: Lassen wie es ist! Die Firma in Berlin wird schon helfen, bevor die Pleite kommt.

jackblack vor 10 Wochen

Ohne Gaspreisdeckel geht vieles den Bach runter, worauf WARTET die Regierung ???

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