Hohe Energiekosten Lutherstadt Wittenberg will bei Licht und Heizung sparen

Hohe Energiekosten zwingen nicht nur Bürger, sondern auch Kommunen zum Sparen. Auf die Lutherstadt Wittenberg kommen fast eine halbe Millionen Euro Mehrkosten zu. Diese will die Stadt mit einem Sparkonzept abfedern: Tourismusmagneten werden nicht mehr beleuchtet, Straßenlampen gedimmt und das Schwimmbadwasser kälter.

Schlossstraße mit Turm der Schlosskirche, Abendstimmung.
Hier wird es bald dunkler: Die Stadt Wittenberg plant, abends die Beleuchtung auszuschalten oder zu dimmen. Bildrechte: IMAGO / imagebroker

Die Lutherstadt Wittenberg rechnet nach eigenen Angaben damit, dass ihre Kosten für Energie in diesem Jahr um rund 471.000 Euro steigen. Wie die Stadt mitteilte, ist daher ein umfangreiches Maßnahmenpaket geplant, um Energie zu sparen. Kurzfristig werde die Beleuchtung auf Plätzen und Straßen gedimmt. Auch bei Sehenswürdigkeiten, wie dem Schloss, der Schlosskirche und dem Lutherhaus, werde nachts das Licht ausgehen. Die Gebäude würden nur noch zu besonderen Anlässen angestrahlt.

Zudem sind laut einer Sprecherin der Stadt weitere Sparmaßnahmen geplant. In allen Kitas der Stadt sollen demnach Bewegungsmelder in Garderoben und Waschräumen eingebaut werden.

Schwimmhalle soll offen bleiben

Im Winter soll außerdem die Wassertemperatur in der Schwimhalle der Stadt von 29 Grad Celsius um vier Grad gesenkt werden. So will die Stadt Wittenberg auch in einer möglichen Gasmangellage den Weiterbetrieb sicherstellen, um Schwimmunterricht anbieten zu können. Auch in öffentlichen Gebäuden, wie dem Rathaus, sollen Heizdauer und Temperatur gesenkt werden.

Langfristig plant die Stadt Wittenberg, ihre Straßenbeleuchtung mit LED-Lampen umzurüsten, um Energie und damit Kosten einzusparen. Außerdem sollen die Kitas mit energiesparenden Baumaterialien isoliert werden. Ob die Stadt mit den ersten Sparmaßnahmen die Mehrkosten reduzieren konnte, wird sich noch herausstellen.

Mehr zum Thema steigende Energiepreise

dpa, epd, MDR (Jolina Schlaß)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. August 2022 | 15:30 Uhr

0 Kommentare

Mehr aus Landkreis Wittenberg, Dessau-Roßlau und Anhalt-Bitterfeld

Der berüchtigte „Silbersee“ in Bitterfeld-Wolfen wird jetzt mit Schlacke aus der Verbrennung von Hausmüll verfestigt, erklärt Steffen Heuschneider von der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft MDSE. mit Video
Der berüchtigte „Silbersee“ in Bitterfeld-Wolfen wird jetzt mit Schlacke aus der Verbrennung von Hausmüll verfestigt, erklärt Steffen Heuschneider von der Mitteldeutschen Sanierungs- und Entsorgungsgesellschaft MDSE. Bildrechte: MDR/Lukas Gensel
Menschen sitzen auf einer Fähre. 2 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Nachrichten

Ein Reporter mit hellem Haar interviewt einen Mann mit dunklen, kurzen Haaren. mit Audio
Der Landrat des Landkreises Wittenberg Christian Tylsch im Gespräch mit MDR-SACHSEN-ANHALT-Reporter Andrè Damm. Bildrechte: MDR/Hartmut Bösener

Mehr aus Sachsen-Anhalt