Brunnenkönigin Karla I. und der kurfürstlich-sächsische Bergrat Johann Gottfried Borlach
Brunnenkönigin Karla I. und der kurfürstlich-sächsische Bergrat Johann Gottfried Borlach, gehen mit der Festgesellschaft zum symbolischen Spatenstich für die Landesgartenschau. (Archivbild 2020) Bildrechte: dpa

Auszeichnung der UNESCO Brunnenfest in Bad Dürrenberg ist jetzt Immaterielles Kulturerbe

16. März 2023, 05:00 Uhr

Bad Dürrenberg hat sich im bundesweiten Verzeichnis der UNESCO verewigt. Gemeinsam mit zwölf weiteren bundesweiten Angeboten ist das Brunnenfest jetzt Immaterielles Kulturerbe. Das ist die Begründung der Jury.

Das Brunnenfest in Bad Dürrenberg gehört jetzt zum Immateriellen Kulturerbe in Deutschland. Die Kulturministerkonferenz bestätigte am Mittwoch unter anderem diese Empfehlung des Fachkomitees Immaterielles Kulturerbe der deutschen UNESCO-Kommission. Insgesamt wurde das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes um 13 Einträge erweitert, hieß es weiter.

Entscheidung für das Brunnenfest

Das Brunnenfest in der Stadt im Saalekreis wird nach Angaben der UNESCO seit mehr als 250 Jahren gefeiert. "Traditioneller Anlass für die mehrtägige Feier ist die Erinnerung an die Erschließung der Dürrenberger Solequelle im Jahre 1763", erläuterte die Kommission. Der Festumzug, die Lesung der sogenannten Borlachakte, die Solemessung und ein gemeinsames Mahl bei Musik und Tanz sind noch heute wesentliche Elemente des Festes.

Das bedeutet "Immaterielles Kulturerbe" Die Deutsche UNESCO-Kommission erklärt auf ihrer Homepage: "Das bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes würdigt kreative, inklusive und innovative Kulturformen, die von der Zivilgesellschaft dem Fachkomitee Immaterielles Kulturerbe der Deutschen UNESCO-Kommission vorgeschlagen werden. Über Aufnahmen in das Verzeichnis wird regelmäßig in einem mehrstufigen Verfahren entschieden."

"Mit der Neuaufnahme von 13 Kulturformen in das bundesweite Verzeichnis wird einmal mehr die kulturelle Vielfalt Deutschlands deutlich", sagte der Vorsitzende der Kulturministerkonferenz und niedersächsische Kulturminister, Falko Mohrs (SPD). "Sie gibt den Menschen die Möglichkeit, ihre Kultur und ihre Traditionen zu leben und weiterzuentwickeln. Solche Räume stiften Identität und Heimat und damit die Grundlage für ein gutes Zusammenleben in einer modernen offenen Gesellschaft."

Das bundesweite Verzeichnis umfasst nun insgesamt 144 Kulturformen. Darunter waren auch bereits weitere Immaterielle Kulturerbe aus Sachsen-Anhalt zu finden: zum Beispiel das Finkenmanöver und Grasedanz im Harz, genau wie der Pfingsttanz der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra.

MDR (Johanna Daher), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 15. März 2023 | 18:00 Uhr

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