Landtag von Sachsen-Anhalt Neue SPD-Fraktion: Pähle und Erben in Ämtern bestätigt

Katja Paehle und Rüdiger Erben werden weiter ihre Ämter in der SPD-Landtagsfraktion ausüben. Pähle wurde als Fraktionschefin wiedergewählt, Erben als Parlamentarischer Geschäftsführer.

Die bisherige SPD-Fraktionsvorsitzende und Spitzenkandidatin Katja Pähle (l) steht vor einer konstituierenden Sitzung ihrer Fraktion im Landtag in Magdeburg hinter dem bisherigen innenpolitischen Sprecher Rüdiger Erben
Katja Pähle ist die alte und neue Fraktionsvorsitzende der SPD im Landtag von Sachsen-Anhalt. Rüdiger Erben wurde als Parlamentarischer Geschäftsführer wiedergewählt. Bildrechte: dpa

Die Spitzenkandidatin der SPD bei der Landtagswahl, Katja Pähle, wird auch die neue sozialdemokratische Fraktion im Magdeburger Landtag anführen. Die bisherige Fraktionschefin wurde von den nur noch neun statt bisher elf SPD-Abgeordneten am Dienstag einstimmig zur Vorsitzenden gewählt.

Ebenfalls bestätigten die Sozialdemokraten ihren bisherigen Parlamentarischen Geschäftsführer, Rüdiger Erben, einstimmig im Amt.

Die beiden stellvertretenden Vorsitzenden sollen in einer der nächsten Sitzungen gewählt werden. Die bisherigen Vize-Chefs sind nicht mehr im Landtag vertreten. Silke Schindler war nicht mehr zur Wahl angetreten, für Andreas Steppuhn reichte das Wahlergebnis nicht für den Wiedereinzug.

Karriere in der Politik

Pähle gehört dem Landtag von Sachsen-Anhalt seit 2011 an. Sie zog 2011, 2016 und auch dieses Jahr über die Landesliste ein, weil sie das Direktmandat im Wahlkreis Halle II jeweils nicht gegen Bildungsminister Marco Tullner (CDU) gewinnen konnte. 

Auch Erben sitzt seit 2011 im Landtag, dem er bereits 2006 kurzzeitig angehörte. Von 2006 bis 2011 war er Staatssekretär im Innenministerium des Landes. 

Grafik zur Landtagswahl 2021, Gemeindeergebnisse
Mindestens 83 Abgeordnete ziehen nach der Wahl am 6. Juni 2021 in den achten Landtag in Sachsen-Anhalt ein. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

"Ich bin – wie schon am Wahlabend – sehr berührt von der solidarischen Unterstützung", sagte Pähle. "Hinter uns liegen ein harter Wahlkampf und eine schmerzhafte Wahlniederlage, vor uns liegen anstrengende Sondierungsgespräche. Da tut Geschlossenheit nicht nur gut, sondern ist unbedingt notwendig."

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Die SPD hatte mit 8,4 Prozent bei der Landtagswahl am Sonntag das schlechteste Ergebnis in der Geschichte des Landesverbandes eingefahren. Am Montag hatten die Parteigremien beschlossen, die Einladung der CDU zu Sondierungsgesprächen anzunehmen.

MDR/Gero Hirschelmann, dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT | 08. Juni 2021 | 16:00 Uhr

11 Kommentare

immer CDU vor 4 Tagen

"Bebel, Brandt und so manch anderer Sozialdemokrat drehen sich im Grab."
frommer Wunsch, Kaffeesatz oder Glaskugel 😜 bei Homeopathi heist es: man muss shon daran Glauben und so lesen sich die ewig blau Getarnten auch

Burgfalke vor 4 Tagen

Dieser Herr hat mit seiner Selbstherrlichkeit und damit verbundenen Arroganz derart viel Schaden für seine Partei und gegen die Interessen der Bürger angerichtet, wie kein zweiter!
Er versucht immer wieder den Bürgern zu erklären, was für diese richtig zu sein hat. Mit derartigen Personen und der fehlenden Bürgernähe wird die SPD vermutlich bald die notwendige 5 % Wählerschaft nicht mehr haben!

Burgfalke vor 4 Tagen

Die SPD ist unter Erben im BLK längst zum Versallen der CDU geworden! Eigene Politik findet dort nicht statt: sinngemäß "wir arbeiten doch gut mit dem OB zusammen..."
Da werden keine eigene Leute als Alternative für den Landrat noch für die vergangene OB- Wahl aufgestellt, noch für einen Neubeginn geworben. Letztendlich im praktischen Ergebnis stark ähnlich zu vor 1990: scheinbar neue "Nationale Front". Die CDU sagt wo und wie es lang zu gehen hat und alle (!) folgen in der Gemeinde NMB. Größter Unterstützer R. Erben.
Da werden Gelder für Strukturmaßnahmen, die nach Zeitz, Hohenmölsen, WSF gehören, für Bau einer unnötigen Umgehungsstraße (eine Bundesstraße) zweckentfremdet (veruntreut) und Widerspruch ...???!
Die SPD mit dieser Besetzung und fehlendem bürgernahem Programm sind eine Fehlanzeige - man braucht sie so nicht mehr!

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