Bundestagswahl im September Linke wählt Jan Korte auf Listenplatz 1

Alle Fragen zur Landtagswahl im Juni sind geklärt, nun hat Sachen-Anhalts Linke die Kandidaten für die Bundestagswahl im September benannt. Die Liste führt Jan Korte an, ihm folgen weitere erfahrene Bundespolitiker.

Jan Korte, DIE LINKE, während der Sitzung des deutschen Bundestags am Rednerpult.
Jan Korte führt die Liste zur Bundestagswahl an. Bildrechte: imago images/Christian Spicker

Die Linke Sachsen-Anhalts hat in Leuna die Kandidaten für die im September stattfindende Bundestagswahl bekannt gegeben. Auf Platz 1 wählten die Genossinnen und Genossen Jan Korte mit knapp 89 Prozent der Stimmen. Der 43 Jahre alte Politiker sitzt seit 2005 für die Linke im Bundestag. Er ist Abgeordneter für den Wahlkreis Anhalt.

Jan Korte fordert unter anderem eine Vermögenssteuer und eine eimalige Vermögensabgabe: "In der Pandemie, wo Menschen in Kurzarbeit sind und nicht wissen, ob sie am Ende des Monats noch einen Job haben, gibt es 58.000 Millionäre mehr in diesem Land."

Viel Erfahrung auf den vorderen Plätzen

Auf dem zweiten Platz geht Petra Sitte in die Bundestagswahl. Sie wurde ebenfalls mit knapp 89 Prozent der Stimmen gewählt und sitzt wie Jan Korte seit 2005 im deutschen Bundestag. Mit Birke Bull-Bischoff und Matthias Höhn setzen die Linken zwei weitere Kandidaten mit Bundestags-Erfahrung auf die vorderen Plätze.

Im Zuge ihrer Wahl stellten sich die Kandidaten auch den Fragen ihrer Parteimitglieder. Hier wurde besonders die Bekämpfung von Antisemitismus – auch in der eigenen Partei – sowie die Folgen von Privatisierungen in den Fokus gerückt.

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Liste für die Landtagswahl steht bereits fest

Auf Landesebene ist die Personalfrage schon länger geklärt: Ende Januar hatten die Genossinnen und Genossen entschieden, mit der Magdeburger Juristin Eva von Angern als Spitzenkandidatin in den Wahlkampf zu ziehen. Von Angern kam auf 101 Stimmen, 13 Delegierte stimmten gegen sie. Von Angern und Korte betonten am Samstag, dass in Zeiten der Pandemie deutlich geworden sei, wie wichtig eine enge Verzahnung von Bund und Land sei: "Die großen Fragen sind nur gemeinsam zu lösen."

Das Programm für die Landtagswahl

Schon am Freitag hatte die Linke in Sachsen-Anhalt ihr Programm für die Landtagswahl am 6. Juni beschlossen. Es steht unter dem Motto "Solidarität statt Ellenbogen" und sieht unter anderem flächendeckende Tarifverträge und einen Mindestlohn von 13 Euro in der Stunde vor. Auch will die Partei eine Landes-Krankenhausgesellschaft aufbauen, die die Rückführung von Kliniken in die öffentliche Hand erleichtert.

Krankenhäuser müssen bestmöglich Menschen gesund machen, aber keinen Profit abwerfen. Das ist der Kampf, vor dem wir stehen.

Jan Korte, Die Linke

Parteichef Stefan Gebhardt hatte bei einer Rede am Freitag die Landesregierung für ihre Corona-Politik kritisiert. Sie habe Gewerbetreibenden bis heute nicht ausreichend geholfen, zudem gebe es keine funktionierende Impf- und Teststrategie im Land.

Sachsen-Anhalt, Magdeburg: Eine Delegierte hebt auf dem Bundesparteitag der Partei Die Linke ihre Stimmkarte. 2 min
Bildrechte: dpa

Die Linke in Sachsen-Anhalt hat am Freitag ihr Programm für die Landtagswahl beschlossen. Es sieht vor, potenzielle Wählerinnen und Wähler mit klassischen Anliegen der Partei zu überzeugen. Ronald Neuschulz berichtet.

MDR SACHSEN-ANHALT - Das Radio wie wir Sa 20.03.2021 12:00Uhr 02:13 min

https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landtagswahl/audio-1694952.html

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MDR/Max Schörm

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT heute | 20. März 2021 | 19:00 Uhr

6 Kommentare

Gernot vor 19 Wochen

Wer zukünftig politisch mitreden will, muss mehr anbieten, wie Vertreter der Benachteiligten zu sein. Die Betonung liegt auf " mehr". In unserer Gesellschaft gibt es , zum Glück, auch noch Schichten, welche nicht auf Hilfen der Gesellschaft angewiesen sind. Aber gerade innerhalb dieser Wählerschaft gäbe es genügend Potential sich zu profilieren. Denn genau dort gibt es viele Wählerinnen und Wähler, welche sich nicht mehr von ihren " Etablierten " vertreten fühlen.

Realist62 vor 19 Wochen

+Leider machen die Linken und Grünen den Fehler sich ständig an den sogenannten Bedürftigen auszurichten.+
Warum nicht. Das ist doch ihre Bestimmung. Besonders da sie das WEIBICHE( Frauenquote) so betonen. Und Frauen sind doch in sozialen Bereich doch mit einer Quote von WEIT über 50 %( wenn nicht sogar mit 90%) anzutreffen. Und das seit JAHRHUNDERTEN.
+Wir brauchen aber kein Bedürftigen Standard sondern wieder ein Leistunds Standart+
Dann sollten Sie eher die FDP wählen, die hat das ist seit Jahrzehnten in ihren GRUNDSÄTZEN.
Und die Gewerbetreibenden sind doch eher ihr KLIENTEL und nicht von der LINKEn wie der Herr Gebhardt meint.

Atheist vor 19 Wochen

Natürlich wünsche ich mir als ehemalig*er Pds Wähler mehr soziale Grechtigkeit.
Leider machen die Linken und Grünen den Fehler sich ständig an den sogenannten Bedürftigen auszurichten.
Wir brauchen aber kein Bedürftigen Standard sondern wieder ein Leistunds Standart

Beispiel:
Alle Kinder in der Schule meines Enkels haben Distanz Unterricht, nur die sogenannten Bedürfigen werden 2 mal in der Woche unterrichtet.
Die meist unmotivierten Kinder nehmen das Angebot kaum wahr, aber die Schüler die gerne kommen wollen, wie mein Enkel dessen Schulnoten durch Corona verschlechtert haben darf dieses Angebot nicht wahrnehmen, er ist ja nicht „bedürftige“ wie auch immer dies definiert wird.

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