Neuer Posten Salzlandkreis bekommt einen Klimamanager

Attila Dabrowski
Bildrechte: Attila Dabrowski

Wilfried Stammwitz ist der neue Klimamanager des Salzlandkreises. Er soll dem Landkreis helfen, klimaneutral zu werden. Zunächst will er eine Energie- und Treibhausbilanz erstellen. Wo er die größten Chancen dafür sieht.

Luftbild von Aschersleben
Der Klimamanager des Salzlandkreises sitzt in Aschersleben. Bildrechte: IMAGO / Hans Blossey

Klimaneutral möchte der Salzlandkreis werden. So steht es in der "Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030", die die Kreisverwaltung unter Landrat Markus Bauer ausgegeben hat. Damit das gelingt, wird Wilfried Stammwitz als neuer Klimamanager des Salzlandkreises an einem neuen Klimaschutzkonzept arbeiten. Der Diplom-Ingenieur soll das bisherige Konzept des Landkreises konkretisieren, beziehungsweise ergänzen.

Bundesumweltministerium fördert Projekt

Viel Zeit bleibt Stammwitz dafür nicht. Auf zwei Jahre ist die Stelle befristet. Sie gehört zur "Nationalen Klimaschutzinitiative" und wird gefördert durch das Bundesumweltministerium. Mit 63 Lebensjahren ist Wilfried Stammwitz in einem Alter, in dem andere schon langsam an den Ruhestand denken. Warum also noch einmal eine neue Aufgabe? Ganz einfach, sagt er: "Ich halte den Schutz des Klimas für eine sinnvolle Aufgabe – da spielt das Alter keine Rolle."

Außerdem reize ihn an der Aufgabe die Erfahrung, in einer so großen Organisation wie der Kreisverwaltung zu arbeiten. Die Herausforderung dabei sei, Ökologie, Ökonomie und das Soziale in Einklang zu bringen. Dabei würde ihm seine Erfahrung aus dem früheren Berufsleben helfen. Als Ingenieur sei er gewohnt, zielorientiert und strukturiert zu arbeiten.

Ich halte den Schutz des Klimas für eine sinnvolle Aufgabe – da spielt das Alter keine Rolle.

Wilfried Stammwitz Klimamanager Salzlandkreis

Wilfried Stammwitz im Gespräch mit Stefanie Olsen
Wilfried Stammwitz im Gespräch mit Stefanie Olsen vom Fachdienst Natur und Umwelt. Bildrechte: Marko Jeschor/Salzlandkreis

Erster Schritt: Bilanz

Ein erster Schritt für Wilfried Stammwitz wird es nun sein, gemeinsam mit externen Dienstleistern eine Energie- und Treibhausbilanz für die Kreisverwaltung zu erstellen. Im Idealfall erschließen sich dann daraus Maßnahmen, wie Energie und damit auch die Produktion von CO² eingespart werden kann.

Großes Potential dazu sieht der neue Klimamanager zum Beispiel in der eigenen Infrastruktur. Über 80 Schul- und Verwaltungsgebäude unterhält der Landkreis, dazu eine Fahrzeugflotte von mehr als 80 Autos. Hier Energie zu sparen, hätte gleich zwei Vorteile. Natürlich den Schutz der Umwelt als Hauptgrund. Aber auch die Senkung von Energiekosten sei da nicht ganz unwesentlich.

Über seine Arbeit sagt Stammwitz selbst: "Der Salzlandkreis lebt den Klimaschutz bereits. Dafür gibt es die Zukunftsstrategie Salzlandkreis 2030. Meine Aufgabe ist, weitere Potenziale mit dem Integrierten Klimaschutzkonzept aufzuzeigen. Dabei schaue ich mir die kreiseigenen Gebäude und den Fuhrpark an. Aus der Analyse schlage ich kurz-, mittel- und langfristige Änderungen vor. Wichtig ist, dass jeder zum Klimaschutz beitragen muss: die Bürger privat, die Firmen und die Kommunen. Dafür wollen wir mit dem Klimaschutzkonzept Impulse liefern."

Unterstützung für den Klimamanager

Dass Stammwitz der Richtige für die Position des Klimamanagers ist, davon ist auch der für Umwelt zuständige Fachbereichsleiter Thomas Michling überzeugt: "Die Stelle erfordert neben dem Fachwissen ein hohes Maß an Selbstständigkeit, viel Sozialkompetenz und kommunikative Fähigkeiten. All das bringt er mit."

Und Landrat Markus Bauer ergänzt zur Wichtigkeit der Aufgabe: "Die Ressourcen unseres Planeten sind begrenzt. Wir alle sind deshalb angehalten, möglichst effizient die uns zur Verfügung stehenden Mittel bei unserer täglichen Arbeit einzusetzen. Wir müssen schauen, dass der eigene Fußabdruck nicht zu groß wird."

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MDR (Attila Dabrowski)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 08. Juni 2022 | 07:30 Uhr

4 Kommentare

O.B. vor 16 Wochen

Ehemaliger Ingenieur arbeitet mit externen Firmen.
63 Jahre der gute und die Aufgabe reizt ihn. Da spielt das Alter keine Rolle!? Aha, naja verständlich. Wiedermal eine vollkommen sinnlos gut dotierte Stelle in der andere die Arbeit machen. Die Befristung auf 2 Jahre finde ich total toll. Bedeutet er schiesst sich da schön zwei Jahre auf und kommt dann mit den Erkenntnissen die seit 20 ,Monaten in der Schublade liegen. Ein Fall für Mario Barth.

pwsksk vor 16 Wochen

Sie sollten das Wort "dort" genauer definieren.
Wir in unserem 50 Jahre alten umgebauten Haus und als Rentner können uns das nicht leisten. Also, wer bitte macht das.

SGDHarzer66 vor 16 Wochen

Erster Schritt: Bilanz, zweiter Schritt: Projekt, dritter Schritt: Finanzmangel, vierter Schritt: Scheitern und zu guter Letzt das Fazit: Geld verschleudert.

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