Die Kita Kunterbunt in Arendsee-Binde
Die Kita Kunterbunt in Binde wird 2027 aufgegeben. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Stadtrat hat entschieden Arendsee: Kita in Binde schließt 2027

16. Februar 2024, 12:22 Uhr

Der Stadtrat in Arendsee hat entschieden: Die Kindertagesstätte in Binde wird 2027 geschlossen. Die Kinder kommen in Kleinau unter. Für die Kita dort ist 2030 ein Neubau geplant.

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Die Stadt Arendsee (Altmarkkreis Salzwedel) schließt 2027 die Kindertagesstätte Kunterbunt im Ortsteil Binde. Das hat der Stadtrat am Donnerstagabend entschieden. Die Kinder kommen in der Kita in Kleinau unter, 15 Auto-Minuten von Binde entfernt. Dort ist 2030 ein großer Neubau geplant.

Der Stadtrat hatte ein neues Konzept für die Kita-Landschaft in Arendsee beauftragt. Dabei sollten Kinderzahl, Erreichbarkeit und auch das nötige Personal eine Rolle spielen. Dabei kam unter anderen heraus, dass der Einzugsbereich der Kita Kunterbunt größtenteils durch Einzugsbereiche anderer Kitas abgedeckt wird. Die Kita in Binde war in den vergangenen Jahren immer die kleinste Einrichtung in der Stadt Arendsee.

"Eine ganz doofe Sache"

Die Vorsitzende des Sozialausschusses, Nadine Schütte (LINKE), erklärte MDR SACHSEN-ANHALT am Rande der Sitzung, die Schließung einer Einrichtung sei immer "eine ganz doofe Sache". Für die Region sei jede Einrichtung wichtig. Da könne es nicht um Geld gehen, weil das die Leute seien, die später in der Region leben.

Land soll mehr unterstützen

Schütte richtete auch einen Appell an das Land: "Ich würde gerne Grüße nach Magdeburg schicken zu den Entscheidungsträgern, uns hier in der Altmark noch mehr zu unterstützen. Wir brauchen vor allem immer Geld."

MDR (Carina Emig, Mario Köhne)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 16. Februar 2024 | 06:30 Uhr

1 Kommentar

KarlStuelpner vor 8 Wochen

Wenn die Kommune Arendsee ordentlich wirtschaften würde und gewirtschaftet hätte, so wäre auch genügend Geld in der Stsdtkasse.

Wenn man aber in der Verwaltung Schlendrian und Desintresse nicht bekämpft, zulässt, dass Fördermittel nicht oder nicht ausreichend akquiriert werden, dann muss man sich über nichts wundern.

Vielleicht sollten sich mal die Damen und Herren Abgeordneten mit dem Thema Ordnungsamt, Beamter und Leistungen befassen?
Und in diesem Zusammenhang mal mit dem Bürgermeister über den ordnungsgemäßen Gang der Verwaltung reden?

Schade, dass die Kita so abgewickelt wird. Eigentlich wird jede Kita gebraucht. Und eigentlich müsste dieser Bürgermeister sehen, welch engagiertes Potenzial in dem Ortsteil steckt. Aber vielleicht ist in Arendsee das Gegen-die-Bürger-Regieren die Agenda von Rat und Bürgermeister?

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