Fehlendes Baumaterial Weiter Kurzarbeit für Waggonbauer aus Niesky

Weil Material und Aufträge fehlen, hat das Waggonbau-Werk in Niesky die Arbeitszeit seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verringert. Bis zum März sollen die Waggonbauer Kurzarbeitergeld erhalten.

Schweißer arbeiten im Werk der ELH Waggonbau Niesky GmbH an einem Güterwaggon.
Schweißer arbeiten im Werk der ELH Waggonbau Niesky GmbH an einem Güterwaggon. Bildrechte: dpa

Der Waggonbau in Niesky hat Kurzarbeit bis März beantragt. Aufgrund von Materialengpässen, Auftragsmangel und explodierenden Energiepreisen befindet sich der Traditionsbetrieb mit derzeit 280 Mitarbeitenden in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Unter anderem deshalb hat sich der Betriebsrat an den Freistaat gewandt und um Hilfe für den Erhalt des Standortes gebeten.

Gespräche mit Wirtschaftsministerium geplant

Wie Betriebsratschef Peter Jurke MDR SACHSEN sagte, wird es deshalb in nächster Zeit Gespräche mit dem Wirtschaftsministerium geben. Derzeit werden in Niesky drei Aufträge abgearbeitet. Unter anderem für die Deutsche Bahn werden Waggons zum Transport von Autos hergestellt. In den Auftragsbüchern für nächstes Jahr soll es aber noch große Lücken geben.

Wegen der Schwierigkeiten arbeitete ein Teil der Waggonbauer bereits seit dem Frühjahr dieses Jahres verkürzt. Das Werk in Niesky gehört seit 2019 zum slowakischen Schienenfahrzeughersteller Tatravagonka.

MDR (uwa/mk)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 05. Oktober 2022 | 05:30 Uhr

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