Görlitz Nach Randale: Polizei richtet Ermittlungsgruppe ein und sucht weitere Zeugen

12. Juli 2023, 17:13 Uhr

Eine Partynacht in Görlitz endete am Wochenende mit acht Verletzten und zehn Festnahmen. Drei Männer befinden sich in Haft. Gegen sie und weitere Personen wird wegen besonders schwerem Landfriedensbruchs ermittelt. Die Polizei hat jetzt ein Portal für Zeugenhinweise freigeschalten.

Nach der Schlägerei mit acht Verletzten am Wochenende vor einem Görlitzer Club hat die Kriminalpolizei die Ermittlungsgruppe "Tilia" eingerichtet. Wie die Polizeidirektion Görlitz informierte, werden umfangreiche Ermittlungen zur Aufklärung des Sachverhaltes folgen. "Hierzu hat die Kriminalpolizeiinspektion Görlitz eine Ermittlungsgruppe unter Leitung von Kriminalrat Thomas Bretschneider eingerichtet."

Drei Männer in Haft

Am 8. Juli war es früh gegen halb vier zu Randale und einer Schlägerei vor dem L2 Club in der Clara-Zetkin-Straße gekommen. Eine Gruppe Männer hatte Clubgäste beleidigt und Flaschen geworfen. Sie sollen nach Polizeiangaben unter anderem mit zerbrochenen Flaschen umstehende Personen angegriffen haben. Drei syrische Tatverdächtige befinden sich derzeit in Haft, die Haftbefehle gegen zwei Türken wurde unter Auflagen außer Vollzug gesetzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts eines besonders schweren Falls des Landfriedensbruchs.

Hinweisportal eingerichtet

Aktuell werden noch weitere Zeugen gesucht, die Hinweise zum Geschehen geben können oder selbst Video- und Bildmaterial angefertigt haben. Auch Personen, die an dem Abend verletzt wurden und noch keinen Kontakt zur Polizei hatten, werden gebeten sich zu melden. Dies könne unter anderem über das Hinweisportal der sächsischen Polizei geschehen.

MDR (ama)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 10. Juli 2023 | 19:00 Uhr

Mehr aus Görlitz, Weisswasser und Zittau

Mehr aus Sachsen

Kultur

Tänzerinnen der Palucca Hochschule für Tanz
Probe an der Palucca Hochschule für Tanz, die mit Katharina Christl ab August eine neue Direktorin bekommt. Bildrechte: picture alliance / dpa | Sebastian Kahnert