Blick über die Zuschauer zur Bühne mit Metal-Band und Schild "Metal-Battle"
Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Metal Wacken-Metal-Battle bringt Chemnitz zum Beben

25. Mai 2024, 20:06 Uhr

Wacken - das Metal-Festival in Schleswig-Holstein ist bereits Legende. Chemnitz hat einen kleinen Anteil daran, denn hier haben am Wochenende fünf Bands für eine Teilnahme gekämpft - beobachtet vom Chemnitzer Bandbüro.

Beim Wetter kann Chemnitz mit dem legendären Metal-Festival im schleswig-holsteinischen Wacken durchaus mithalten - beim "Wacken Metal Battle" im Chemnitzer "Kraftverkehr" regnete es am Sonnabend in Strömen. Doch beim Battle, also der Schlacht, bei der fünf Nachwuchs-Metal-Bands beim Halbfinale um die Teilnahme in Wacken kämpfen, schützte die Halle Bands und Zuschauer vor dem Gewitterregen.

Zuschauer blicken zu einer Bühne, auf der eine Metal-Band spielt.
Metal Battle - die "Schlacht" um einen Auftritt beim legendären Wacken-Festival - ist auch in Chemnitz geschlagen worden. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Drei Tage lang bebt dafür der Hallenboden beim "Chemnitz Metal Culture" im "Kraftverkehr Chemnitz", der das Festival gemeinsam mit der "Wacken Foundation" veranstaltet.

Chemnitzer Bandbüro ist mehr als nur Zuschauer

Auch Martin Goretzky vom Chemnitzer Bandbüro ist beim "Chemnitz Metal Culture" dabei. Der Verein, der rund 120 Nachwuchsbands in der Region betreut, ist auch beim "Chemnitz Metal Culture" dabei. "Der Kraftverkehr ist auf uns zugekommen. Das hat mich gefreut", sagt Goretzky. "Mit 'One Step Back' haben wir zum Auftakt auch eine lokale Band auf die Bühne gebracht."

Martin Goretzky vom Bandbüro Chemnitz auf einem Metal-Konzert im Chemnitzer Kraftverkehr.
Martin Goretzky vom Chemnitzer Bandbüro hat die lokalen Bands für "Chemnitz Metal Culture" organisiert. Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Als Zuschauer beobachte er aber auch, was die Wackener so in Chemnitz tun. "Man kann sich Tricks und Kniffe abschauen, oder auch sehen, was wir unbedingt anders machen würden." Bandbetreuung, Merchandising oder Bühnengestaltung gehörten dazu. "Im Grunde ist das Setting bei einem Festival immer das Gleiche", sagt Goretzky. "Auf die Details kommt es an, damit sich die Bands und die Zuschauer wohlfühlen."

Zuschauer bei einem Metal-Konzert im Chemnitzer Kraftverkehr jubeln in Richtung Bühne.
Die Zuschauer und Bands waren schon am Sonnabendnachmittag im "Wacken-Fieber". Bildrechte: MDR/Thomas Friedrich

Beim "Chemnitz Metal Culture" laufe alles gut. "Die Zuschauer kommen aus dem Erzgebirge oder dem Vogtland." Sogar einer aus Schwerin sei angereist. "Und der hat Wacken ja quasi vor der Tür", lacht Goretzky. Metal in Chemnitz könne also nicht so schlecht sein.

Mehr Wertschätzung für die Musikstadt Chemnitz

Martin Goretzky kann sich vorstellen, Metal im "Kraftverkehr" zu etablieren in den kommenden Jahren. "Der 'Kraftverkehr' ist einfach die richtige Location dafür." Er sieht aber auch noch Nachholbedarf bei der Anerkennung. "Wir haben hier eine sehr lebendige Musikszene. Außerhalb von Chemnitz weiß man das auch." Hier vermisse er manchmal die Wertschätzung für die vielfältige Szene. In dieser Hinsicht hoffe er auch auf das Kulturhauptstadtjahr 2025.

Zur Einstimmung darauf gibt es am Sonntag im "Kraftverkehr Chemnitz" einen Familientag. Dort gibt es Rock'n Roll für die Kids, Hüpfburg, Tombola, und Kinderschminken. Auch so kann Metal in Chemnitz sein.

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 24. Mai 2024 | 06:30 Uhr

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