Ermittlungserfolg Tatverdächtiger nach Morddrohung gegen Dresdner Verkehrsbürgermeister ermittelt

12. April 2024, 16:49 Uhr

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Nach der Bedrohung des Dresdner Verkehrsbürgermeisters Stephan Kühn (Grüne) hat der Staatsschutz einen Tatverdächtigen ermittelt. Wie die Polizei Dresden am Freitag mitteilte, hatte der Mann am Montag im Büro des Bürgermeisters angerufen und damit gedroht, dem Politiker etwas anzutun. Es stellte sich heraus, dass ein 77-Jähriger im Büro angerufen hatte. Polizisten führten inzwischen mit ihm ein Gespräch. Der Mann werde sich wegen Bedrohung verantworten müssen, hieß es.

Ein älterer Mann sitzt in seiner Wohnung und telefoniert
Dresdens Verkehrsbürgermeister Stephan Kühn (Grüne) wurde am Montag bei einem Anruf bedroht. Ein 77-Jähriger wurde von der Polizei als Tatverdächtiger ermittelt. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO/Fotostand

Anhaltspunkte dafür, dass eine ernsthafte Gefahr für den Politiker bestand, lägen nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht vor, hieß es weiter. Laut Medienberichten soll der Anrufer aber gedroht haben, er werde den Grünen-Politiker aufhängen. Die Stadtverwaltung Dresden hatte Anzeige gegen den Mann erstattet.

Anlass könnte Verkehrsversuch "Blaues Wunder" sein

Anlass für den Anruf könnte ein Verkehrsversuch auf der Elbbrücke "Blaues Wunder" sein. Dort werde derzeit ein neuer Radweg ausprobiert, wodurch eine Fahrspur für Autos wegfällt. Der Radweg hat bereits für Kritik und Stau gesorgt. Das Nebeneinander von Bussen, Autos und Fahrrädern soll noch bis zum 16. Juni getestet werden.

Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet und soll die Folgen der Neuaufteilung analysieren. Anhand der Ergebnisse will die Stadt entscheiden, ob die Radwege beibehalten werden. Bislang gibt es auf der Elbbrücke keine separaten Radwege.

MDR (phb)/epd

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Dresden | 12. April 2024 | 11:30 Uhr

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