Elektromobilität Autozulieferer plant Großinvestition am Erfurter Kreuz

Da die Nachfrage im Bereich der Elektromobilität gestiegen ist, will der Automobilzulieferer Marquardt seine Produktion von Sytemen zur Batteriesteuerung in Thüringen ausbauen. 200 neue Mitarbeiter sollen am Erfurter Kreuz eingestellt, ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden.

Eine Frau arbeitet in einer Fertigungshalle.
Das schwäbische Unternehmen Marquardt produziert seit 2020 in Thüringen. Bildrechte: Marquardt Gruppe

Der Autozulieferer Marquardt will seinen Standort am Erfurter Kreuz erneut erweitern. Wie das Unternehmen am Freitag mitteilte, soll in den kommenden zwei Jahren ein dreistelliger Millionenbetrag investiert werden. Entstehen sollen unter anderem eine neue Werkhalle und moderne Anlagen, für die 200 neue Mitarbeiter gesucht werden.

E-Mobilität als Chance für Thüringen

Vorstandschef Harald Marquardt sagte, seit Jahren gebe es ein starkes Wachstum im Bereich Elektromobilität. Der Standort Thüringen spiele dabei eine zentrale Rolle, nicht zuletzt wegen der Branchenkompetenz und der guten Anbindung. Deshalb sehe man sich darin bestärkt, in den Standort zu investieren. Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) sprach von einem "starken Signal der Zuversicht". Thüringen werde damit als Automobilstandort deutlich gestärkt.

Erweiterte Produktion am Erfurter Kreuz ab Ende 2024

Ein Unternehmenssprecher sagte MDR THÜRINGEN, die Bagger seien bereits angerollt, in wenigen Wochen sei offizieller Baustart. Wie hoch genau die Investition ist, wollte der Sprecher aktuell noch nicht sagen.

Für das Familienunternehmen Marquardt ist es bereits die dritte Investition innerhalb von vier Jahren am Erfurter Kreuz. 2019 hatte der Automobilzulieferer die erste Halle in Ichtershausen bezogen und die Produktion aufgebaut, ein Jahr später wurde die Nutzfläche bereits deutlich erweitert.

Eien blaue Produktionshalle hinter einem Zaun.
Neben dieser bereits bestehenden Produktionsfläche will Marquardt seine Kapazitäten deutlich ausbauen. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Die Firma Marquardt will ab Ende 2024 mit den neuen Kapazitäten am Erfurter Kreuz noch mehr Batteriemanagementsysteme produzieren. Mit dieser Technik wird die Leistung von Autobatterien gesteuert. Auch der chinesische Batterie-Hersteller CATL investiert derzeit mit dem Bau eines neuen Produktionsstandortes und Platz für 2.000 Mitarbeiter am Erfurter Kreuz.

MDR (dst)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 07. Oktober 2022 | 11:30 Uhr

3 Kommentare

Inge P. vor 7 Wochen

Wenn sie dann noch im Line Production System in Kahla gearbeitet haben,
brauchen diese Mitarbeiter sich nicht mal umstellen.
Am massiven Einsatz von Aluminiumprofilen und durchgängigem WT Transfer erkennbar im Bild, sieht man wie die Autozulieferer schon Einfluss auf ihren Lieferanten genommen haben.

Tamico161 vor 7 Wochen

Na da haben doch die Kahlaer Porzelliner gleich die Chance einen neuen Job zu finden, Do viel Flexibilität um wegen der Arbeit nach Erfurt, Arnstadt oder Marlieshausen zu ziehen sollte dann doch schon vorhanden sein! Pendeln mit dem E Auto gänge natürlich auch!

Ilse vor 7 Wochen

Tamico161

Erfurt, als Stadt der Leiharbeit, hat genügend eigenes Personal, das solche Umstände wegen solcher Jobs nicht in Kauf nehmen muß.

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