Heinzz Flottran im Alelier
Heinzz Flottran in seinem Atelier in der Röhrstraße in Weimar. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Atelier-Besuch "Man muss verrückt sein, um das zu machen" - der Weimarer Künstler Heinzz Flottran

03. März 2024, 08:00 Uhr

Es sei schwierig, von Kunst zu leben, sagt Heinzz Flottran. Man braucht Disziplin, muss fleißig sein und kann sich fast keine Laster erlauben. Dafür kann man sich den ganzen Tag mit dem beschäftigen, was man liebt. Und mit jedem Projekt, das man in Angriff nimmt, lernt man dazu.

Autorenbild Grit Hasselmann
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Eigentlich wollte Heinzz Flottran kein Künstler werden. Er hat sich sogar ziemlich energisch dagegen gewehrt. Nach der Schule absolvierte er zunächst eine Lehre zum Offsetdrucker, später erlernte er noch den Beruf des Schriftsetzers. Auch einen kleinen Laden führte er eine Zeit lang.

Heinzz Flottran im Alelier 11 min
Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
11 min

Er wollte kein Künstler werden und hat sich auch lange Zeit dagegen gewehrt. Warum er dann doch in einem Atelier gelandet ist und worauf es ihm bei seiner Arbeit ankommt, erzählt Heinzz Flottran in diesem Audio.

MDR FERNSEHEN Mi 28.02.2024 11:04Uhr 11:06 min

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Audio

"Aber etwas fehlt, dass ich traurig bin, wenn ich nicht künstlerisch arbeite. Und da habe ich mir gesagt: Okay, jetzt hast du genug nach Feierabend gemalt. Du musst da jetzt irgendwie gucken, dass du da was Dauerhaftes daraus machst. Sonst bin ich einfach nicht vollständig.“

Kunststudium macht keinen Künstler

Und weil er es gleich richtig machen wollte, begann Heinzz Flottran zu studieren. Freie Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar. Allerdings sei das komplett anders als erwartet gelaufen, erinnert Flottran sich: "Das, was ich eigentlich erhofft hatte, ist nicht eingetreten. Und das, woran ich gar nicht gedacht habe, das hat mich dann doch irgendwie begeistert und hat mir auch sehr viel gegeben. Aber ich kann jetzt nicht sagen, dass das so gelaufen wäre, dass man sagt, ich fange jetzt eine Art Berufsausbildung an und kann dann mit dem Ergebnis dieses Studiums irgendwie zurechtkommen. Also so ist es nicht gewesen."

Verschiedene Pinsel
Etwa 300 verschiedene Pinsel gibt es in Flottrans Atelier. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Er erzählt, dass er sich beispielsweise als Maler bis heute als Autodidakt sieht. Wichtig dagegen war das Umfeld an der Uni. "Es gab eine Metallwerkstatt, die Gipswerkstatt, die Holzwerkstatt und die Fotowerkstatt. Und vor allen Dingen war auch wichtig, dass es Mitstudenten gab, die in bestimmten Bereichen durchaus überdurchschnittlich weit entwickelt waren und von denen man viel lernen konnte."

In diesem kunstfreundlichen Umfeld konnte er vieles ausprobieren. "Man hat die Sachen aus dem eigenen Kopf 'herausprobiert‘. Dann waren die auch weg." Und danach konnte Heinzz Flottran sich den Projekten zuwenden, die für ihn eine realistische Aussicht auf Erfolg hatten.

Man hat die Sachen aus dem eigenen Kopf 'herausprobiert‘. Dann waren die auch weg.

Heinzz Flottran

In verschiedenen künstlerischen Sparten aktiv

Bis heute ist seine Kunst sehr vielseitig. Zwar besteht der Hauptteil seiner Arbeit aus Porträtmalerei. Darauf reduzieren will und kann er sich aber nicht. "Es ist gar nicht so einfach zu sagen, was ich für ein Künstler bin, also im Sinne der ausgeführten künstlerischen Sparte."

Er schnitzt Gips- und Holzfiguren, gestaltet Skulpturen, entwirft und malt Schilder. Das ist aber nicht alles: "Ich mache auch mal einen Guss, restauriere Bilder, vergolde etwas oder baue einen Rahmen."

Heinzz Flottran im Alelier
In seiner Holzwerkstatt entstehen unter anderem Skulpturen und Bilderrahmen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Was ihm am meisten Freude macht, kann er nicht sagen. "Es gibt ja historisch auch immer wieder Versuche, die einzelnen künstlerischen Sparten gewissermaßen gegeneinander zu stellen, in einen Wettbewerb treten zu lassen und zu sagen ja, diese Sparte ist nun höher zu bewerten als eine andere. Aber ich konnte dem eigentlich nie wirklich zustimmen."

Und auch einer anderen Diskussion entzieht er sich durch seine Arbeit. Der um die Auftragsarbeiten. "Es gibt viele Künstler, die machen sehr ungern oder gar keine Auftragsarbeiten. Es gibt welche, die machen ausschließlich Auftragsarbeiten. Und dann gibt es halt die, zu denen ich gehöre, die sowohl Auftragsarbeiten machen als auch sogenannte freie Arbeiten."

Werkschau Schnitzer, Maler, Bildhauer - der Künstler Heinzz Flottran

Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Schon im Hof des Ateliers empfangen einen die selbstgemalten Schilder von Heinzz Flottran. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Schon im Hof des Ateliers empfangen einen die selbstgemalten Schilder von Heinzz Flottran. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Leinwand mit Gebirgspanorama auf zwei Staffeleien
Die Panoramabilder sind freie Arbeiten des Künstlers. Bildrechte: MDR/Flottran
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Diese geschnitzten Figuren sind etwa 15 cm hoch und jede sieht anders aus. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Auch an Gebrauchsgegenständen versucht Heinzz Flottran sich regelmäßig. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Aus verschiedenen Hölzern entstehen in der Schnitzwerkstatt ganz verschiedene Formen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Am liebsten sind dem Künstler Stücke, die Herausforderungen bereithalten, damit er dazulernen kann. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Dieser Fisch ist noch nicht ganz fertig. Sein Vorbild war eine Zeichnung. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Dieser kleine Kerl dagegen steht schon eine ganze Weile im Atelier und beobachtet Heinzz Flottran bei der Arbeit. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Die meiste Zeit verbringt Heinzz Flottran allerdings mit Porträtmalerei. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Er sagt, dass mehr Menschen Porträts ihrer Haustiere bestellen, als ihrer Ehepartner. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Heinzz Flottran im Alelier
Er malt Porträts von Fotos, die Kunden können aber auch vor Ort Modell sitzen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Holzesel
Dieser Bronze-Esel hat in Kromsdorf sein Zuhause gefunden. Bildrechte: MDR/Flottran
Mann arbeitet an Holzskulptur.
Das Riesenbonbon ist aus Eichenholz und liegt in der Nähe von Kassel. Bildrechte: MDR/Flottran
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Seine kleinen Geschwister aus Gips kann man aber auch in Weimar finden. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Dieser Pegasus war einen Sommer lang am Kyffhäuser zu sehen. Er war dort in ein Feld gepflügt worden. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Flottran baut auch Rahmen und restauriert Bilder. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
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Dabei seien viele große Werke, die heute in Museen hängen, eigentlich auch als ganz normale Auftragsarbeiten entstanden, sagt Heinzz Flottran. Die Auffassung, dass das, was als Auftrag gemacht wird, sozusagen immer nur die zweitbeste Variante ist, immer nur die die zweite Wahl ist, lehnt er ab.

Im Grunde genommen ist es so, dass die Frage nach der Qualität an dieser Stelle gar nicht beantwortet wird.

Heinzz Flottran Künstler

"Im Grunde genommen ist es so, dass die Frage nach der Qualität an dieser Stelle gar nicht beantwortet wird. Entweder das Kunstwerk ist als solches gültig, weil es in sich stimmig und möglichst hochwertig gearbeitet ist. Oder es ist eben all das nicht. Und dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob das jemand beauftragt hat oder ob ich selbst mir den Auftrag gegeben habe, ein sogenanntes autonomes Kunstwerk zu machen."

Ungewöhnliche Projekte als Herausforderung

Neben dem Alltagsgeschäft gibt es im Künstlerleben des Heinzz Flottran auch immer wieder besondere Projekte. Eins führe ihn zum Kyffhäuser-Denkmal. Dort sollte das größte Bodenbild Europas entstehen, auf einer Fläche von 550 mal 550 Metern.

Mit einem Traktor und einem Pflug wurde auf einem Getreidefeld eine Zeichnung in den Boden gegraben. "Das hat mich doch sehr mitgerissen. Das war doch sehr, sehr einzigartig und sehr besonders. Ein anderes Projekt war zum Beispiel, ein Wandgemälde zu machen für eine Jenaer Firma. Das hatte ich noch nie gemacht, das war auch sehr, sehr herausfordernd und sehr stark."

Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Dieser Pegasus war einen Sommer lang vom Kyffhäuser-Denkmal aus zu sehen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Es sind Projekte, die ihn an seine Grenze führen. Projekte, bei denen er sich vieles völlig neu erarbeiten muss. "Das sind diese Projekte, die mich am meisten faszinieren. Die, die ich eigentlich nicht kann. Das sind die, die die stärksten Impulse und Antriebe bei mir hervorrufen."

Porträts von Menschen und Tieren

Trotzdem fasziniert den Maler Heinzz Flottran nach wie vor die Porträtmalerei. "Ich würde das ja nicht seit 40 Jahren machen, wenn ich es nicht lieben würde." Die Gründe, warum Menschen ihre Verwandten oder ihre Haustiere auf Leinwand oder Holz malen lassen, sind verschieden.

Zum einen, vermutet Heinzz Flottran, ist es die Haltbarkeit. "Man darf nicht vergessen, dass ein Ölgemälde bis auf den heutigen Tag als ein extrem stark stabiler Datenträger zu gelten hat. Wenn ich jetzt meine alten Fotos raussuche, die ich auf eine CD gebrannt habe, weiß ich nicht, ob ich die überhaupt noch aufkriege. Ich sage immer aus Spaß zu den Kunden, dass ich 300 Jahre Gewährleistung gebe. Aber da ist auch was Wahres dran. Die Gemälde halten technisch betrachtet wirklich sehr lange."

Ich sage immer aus Spaß zu den Kunden, dass ich 300 Jahre Gewährleistung gebe. Aber da ist auch was Wahres dran. Die Gemälde halten technisch betrachtet wirklich sehr lange.

Heinzz Flottran Künstler

Ein anderer Grund ist für ihn die Liebe. Natürlich könne man auch einfach ein Foto vergrößern und aufhängen, sagt der Künstler. "Wenn aber jemand ein Stück seiner Lebenszeit investiert, um eine liebevolle Abbildung zu machen, repräsentiert das Produkt, was dabei rauskommt, wesentlich stärker meine Liebe zu dieser Person, als es ein Foto jemals könnte, was sie aus dem Automaten rausläuft."

Interessant findet er, dass es wesentlich mehr Kunden gibt, die ein geliebtes Haustier malen lassen als ihren Ehepartner.

Künstler-Werkstatt Ein Blick ins Atelier von Heinzz Flottran

Heinzz Flottran im Alelier
Heinz Flottran arbeitet immer an verschiedenen Projekten gleichzeitig, da oft auch Trocknungszeiten eingehalten werden müssen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Heinzz Flottran im Alelier
Heinz Flottran arbeitet immer an verschiedenen Projekten gleichzeitig, da oft auch Trocknungszeiten eingehalten werden müssen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Künstler-Werkstatt Flottran
Seine Werkstatt und sein Atelier findet man in der Röhrstraße in Weimar. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Viele Pinsel
Wie viele Pinsel es genau sind, weiß Flottran nicht. Aber sie müssen alle an ihrem Platz stehen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Farbtuben
Genau wie die Farben. Er kann nicht arbeiten, wenn nicht alles seine Ordnung hat, sagt Flottran. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Farbe wird mit dünnem Pinsel aufgetragen.
Gerade bei Porträts muss man, allein schon bei den Hauttönen, ein gutes Auge fürs Farbenmischen haben. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Zeichnungen
Manchmal werden Ideen auf Papier gebracht, die erst noch reifen müssen. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Künstler-Werkstatt Flottran
Seine Malstöcke macht Heinzz Flottran inzwischen selbst. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Blick in Künstler-Werkstatt Flottran
Ein Blick in die Holzwerkstatt. Auch hier herrscht penible Ordnung. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedene Hölzer in Künstler-Werkstatt Flottran
Verschiedene Hölzer warten auf dem Gelände auf ihren Einsatz für die Kunst. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Werkzeuge
Und die Werkzeuge dafür liegen auch schon bereit. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Künstler-Werkstatt Flottran
Hier ist der Platz für die Schnitzarbeiten. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Verschiedene Werkzeuge hängen an einer Wand.
Es entstehen verschiedene Figuren und Gebrauchsgegenstände. Und immer wieder kommen auch neue Werkzeuge dazu. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
Heinzz Flottran im Alelier
Die meiste Zeit verbring Flottran aber mit den Porträts von Menschen und Tieren. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann
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Die Porträts malt Heinzz Flottran meist von Fotos, es gibt Vorgespräche und Vorarbeiten. Gemeinsam wird das geeignete Motiv ausgewählt. Auch Sitzungen im Atelier sind möglich, die sind allerdings aufwändiger. "Die meisten Leute haben weder die Zeit noch die Geduld, noch das Interesse, das zu machen. Die wollen einen Auftrag vergeben wollen und dafür bezahlen. Oft mache ich sogar den Rahmen mit und dann ist die Sache erledigt."

Die Arbeitszeit variiert natürlich je nach Motiv. Und die unterschiedlichen Schichten müssen zwischendurch auch trocknen. Deshalb stehen immer mehrere angefangene Porträts im Atelier. Wenn er die Stunden und das Honorar ins Verhältnis setzt, sagt Flottran, arbeite er im Grund für Mindestlohn.

Verschiedenen Kunstwerke in einer Werkstatt
Die Kunden schicken ihm manchmal zehn Fotos für ein Porträt. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Und das sorgt dafür, dass er gleich mit dem nächsten Künstler-Klischee aufräumen kann. "Man muss ein sehr tugendhaftes Leben führen. Nicht rauchen, nicht trinken, nicht spielen. Man darf sich keine italienischen Schuhe leisten. Man darf das alles nicht machen, weil man sich eben den einzigen wahren Luxus gönnt, den man tatsächlich braucht als Künstler. Und das ist eben seiner verrückten Arbeit nachzugehen."

Selbstdisziplin und Fleiß sind unabdingbar

Heinzz Flottran muss früh aufstehen und früh zu Bett gehen, damit er am nächsten Tag konzentriert und mit ruhiger Hand arbeiten kann. Er braucht viel Disziplin, um finanziell über die Runden zu kommen.

Doch er sieht sich damit in guter Gesellschaft: "Selbst Maler, die heute in den teuersten und besten Sammlungen der Welt hängen, haben Schwierigkeiten gehabt, davon zu leben. Die hatten Gastronomiebetriebe, haben mit Antiquitäten gehandelt, haben teilweise sogar mit den Gemälden ihrer Konkurrenten gehandelt. Sie haben also die die wildesten Geschäftsmodelle gehabt, um überhaupt leben zu können."

Heinzz Flottran im Alelier
Das Malen erfordert viel Konzentration und eine ruhige Hand. Bildrechte: MDR/Grit Hasselmann

Dazu kommt, dass der Künstler auch das ganze Drumherum organisieren muss. Aufträge akquirieren, Rechnungen schreiben, Material besorgen. Das erfordert Konzentration.

Für Flottran ist es außerdem sehr wichtig, dass immer alles an seinem Platz liegt. "Wenn ich mitten in der Arbeit bin, kann ich nicht erst lange den richtigen Pinsel oder Hammer suchen." Außerdem ist der Platz knapp im Atelier. Deshalb muss er auch regelmäßig aufräumen.

Die ersten Frühlings-Sonnenstrahlen dagegen sind kein Risiko für seine Arbeit. "Viele Künstler sind wirklich fanatische Werkstattarbeiter, die nur ungern einfach ihre Arbeitsgeräte hinlegen und unterbrechen. Also zum Beispiel Feiertage sind für mich eigentlich ein Gräuel, wenn ich ganz ehrlich bin. Was soll ich da feiern? Die größte Feier findet für mich statt, wenn ich hier meinen Kram machen kann und sehe, wie ein Stück, was am Morgen noch eine Idee war, am Abend dann langsam fertig wird."

Heinzz Flottran im Alelier 12 min
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Es ist schwierig, von Kunst zu leben, sagt Heinzz Flottran. Man braucht Disziplin, muss fleißig sein und kann sich fast keine Laster erlauben. Wie er das meint, erklärt er hier im Audio.

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Für Heinzz Flottran ist ein Künstler kein "Freizeitmensch". Weil er einfach seine Arbeit zu sehr liebt. Auch wenn es schwer ist, davon zu leben. "Man muss verrückt sein, um das zu machen, das sage ich in vollem Ernst. Man muss wirklich verrückt sein."

Man muss verrückt sein, um das zu machen, das sage ich in vollem Ernst. Man muss wirklich verrückt sein.

Heinzz Flottran Künstler

Und während er das sagt, setzt sich Heinzz Flottran wieder an seine Staffelei und beginnt Farben zu mischen für den richtigen Hautton für die Frau auf seinem aktuellen Porträt.

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MDR (gh)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Marlene | 03. März 2024 | 19:00 Uhr

2 Kommentare

Maria A. vor 7 Wochen

Angesichts dessen, was heutzutage in Ausstellungen, besonders denen mit dem Zusatz "moderne" präsentiert wird, wo die meisten Ausstellungsstücke irgendwie im Bereich Kleinkindschaffen angesiedelt sind, könnte man schlussfolgern, dass es anscheinend im Kunstschaffen einen Niveauabfall in Größenordnungen gegeben hat. Dieser Beitrag zeigt auf, dass es sie immer noch gibt, Menschen, die so gestalten und malen können, dass man den Bezug sofort herleiten kann von Können zu Kunst.

Boxer vor 7 Wochen

Toller Bericht, würde ich mir auch Mal über Bauern wünschen.

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