Joseph Moses Oleshangay
Der Massai Joseph Moses Oleshangay (links) erhielt den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar. Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Auszeichnung Weimarer Menschenrechtspreis geht an Anwalt aus Tansania

10. Dezember 2023, 19:17 Uhr

Der Anwalt Joseph Moses Oleshangay aus Tansania erhielt am Sonntagabend den Menschenrechtspreis der Stadt Weimar. Er setzt sich für die Rechte der Massai in Afrika ein.

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Joseph Moses Oleshangay aus Tansania hat am Sonntagabend den Weimarer Menschenrechtspreis erhalten. Oleshangay setzt sich nach Angaben der Stadt in seiner Heimat für die Rechte der Massai ein und kämpft gegen deren Zwangsumsiedlung durch die Regierung.

Preisträger erhält 5.000 Euro

Wegen seines Engagements muss der Rechtsanwalt Repressalien erleiden und überlebte bereits einen Mordanschlag, wie es hieß.

Oleshangay setzte sich gegen sieben weitere für den Menschenrechtspreis Nominierte durch. Am Ende stimmte der Stadtrat für ihn als Preisträger.

Pokal
Der Preisträger erhielt diesen Pokal des Weimarer Künstlers Walter Sachs. Bildrechte: MDR THÜRINGEN

Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wurde am Tag der Menschenrechte verliehen. Außerdem erhielt der Preisträger einen Pokal des Weimarer Künstlers und Weimar-Preisträgers Walter Sachs.

Oleshangay sagte auf der Preisverleihung im Festsaal des Fürstenhauses der Musikhochschule, der Preis bedeute ihm und den Menschen, die für ihr gemeinsames Anliegen kämpfen viel. Er fühle sich geehrt.

Weimar vergibt Preis wegen Nazi-Verbrechen

Der Menschenrechtspreis wird im Rahmen einer Festveranstaltung in Weimar verliehen. Schirmherrin des Preises ist die Journalistin Gundula Gause.

Die Stadt Weimar vergibt den Preis seit 1995 als Zeichen ihrer besonderen Verantwortung nach den Verbrechen des Nationalsozialismus. Im Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar hatten die Nazis zwischen 1937 und 1945 rund 280 000 Menschen aus Europa inhaftiert. Rund 56 000 Häftlinge wurden ermordet, starben an Krankheiten, Hunger oder durch Zwangsarbeit.

MDR (nis)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 10. Dezember 2023 | 20:00 Uhr

16 Kommentare

Ariel vor 10 Wochen

Prima und Respekt, dann können sie ehren und beschenken, wen sie wollen. Und nebenbei angemerkt, wenn 5000 Euro in einem kommunalen Haushalt Peanuts sind, werde ich meine paar Groschen Grundsteuer zukünftig einfach einbehalten. Mal sehen, was passiert.

Fakt vor 10 Wochen

@Ariel:

2Das Preisgeld und die Kosten der Preisverleihung sollen durch Spendengelder bestritten werden"
(Quelle: Weimarer Ortsrecht)

Sie brauchen sich also keine Sorgen um Ihre paar Steuergroschen machen. Wobei 5.000 Euro in einem kommunalen Haushalt wohl eher Peanuts sind!

Ariel vor 10 Wochen

Ich kann auch antworten: Nein. Nein. Nein. Und um ehrlich zu sein, interessiert es mich auch nicht. Mich würde allerdings interessieren, ob das Preisgeld von einer Stiftung, von Spenden oder aus dem Steuergeld der Stadt Weimar kommt. Leider finde ich dazu nichts im Netz, vermute aber Letzteres. Können Sie mich ev.aufklären?

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