Freibad Waldbad Hohenleuben geht bei Landesförderung leer aus

Das Waldbad Hohenleuben wird auch zukünftig keine Sportmittelförderung erhalten. Dabei hat sich das idyllisch gelegene Waldbad mit seiner 50-Meter-Bahn in den vergangenen Jahren zunehmend als Schwimmlernstätte etabliert. Im kommenden Sommer wird dies nötig sein, da andere Bäder in der Region schließen.

Leeres Wasserbecken im Waldbad Hohenleuben
Im Waldbad Hohenleuben werden für 2032 viele neue Schwimmanfänger erwartet. Die Kosten muss der Förderverein allein tragen. Bildrechte: Waldbad Hohenleuben

Das Waldbad in Hohenleuben im Landkreis Greiz bekommt auch weiterhin kein Geld vom Land. Nach einem Offenen Brief des Fördervereins und einer Anfrage von MDR THÜRINGEN teilte das Sportministerium mit, dass das 80 Jahre alte Freibad nicht zu den förderfähigen Bädern gehört.

Der Förderverein hatte um eine Aufnahme in die Sportstättenförderung gebeten, da sich das idyllisch gelegene Waldbad mit seiner 50-Meter-Bahn in den vergangenen Jahren zunehmend als Schwimmlernstätte etabliert hatte. Allein in diesem Sommer wurden demnach 60 Schwimmabzeichen durch ehrenamtliche Rettungsschwimmer abgenommen. Da mit dem Freizeitbad Waikiki in Zeulenroda und dem Schwimmbad im sächsischen Reichenbach zwei Schwimmbäder schließen und die Halle in Greiz bereits ausgelastet ist, rechnet der Verein im kommenden Sommer mit noch mehr Schwimmanfängern.

Landesmittel reichen nicht aus

Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport verwies in seiner Antwort darauf, dass das Waikiki mit seinem 25-Meter-Sportbecken in den kommenden zwei Jahren für mehr als 15 Millionen Euro generalsaniert wird. Auch das sechs Kilometer entfernte Freibad in Langenwetzendorf erhält den Angaben nach aktuell 621.000 Euro Bundesmittel und wird saniert. Obwohl sich die Bädersituation in der Region durch die Bauarbeiten temporär verschlechtere, ändere sich die Bewertung für das Freibad in Hohenleuben nicht.

Darüber hinaus wies das Ministerium darauf hin, dass, selbst wenn das Hohenleubener Waldbad zu den förderfähigen Sportstätten gehören würde, dieses auf absehbare Zeit keine Mittel erhalten würde. Die für den Sportstättenbau verfügbaren Landesmittel reichten nicht annähernd aus, die zur Förderung angemeldeten, vorrangig zu berücksichtigenden Sporthallen und Sportfreianlagen zu fördern, hieß es dazu.

MDR (fra)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 25. November 2022 | 11:00 Uhr

1 Kommentar

camper21 vor 9 Wochen

Wie war der Slogan der Linken, der uns Thüringern den Kopf vertrete " Reichtum für alle ". Und nun ? Was geht uns das Geschwätz von vor den Wahlen an?

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