Ein Krankenhaus von außen.
Sonneberg ist einer von mehreren Standorten der Regiomed-Kliniken. Bildrechte: MDR/Bettina Ehrlich

Krankenhäuser Regiomed-Insolvenz: Übernahme durch Thüringer Landkreise wird wahrscheinlicher

21. Mai 2024, 18:32 Uhr

Im Insolvenzverfahren für die kommunale Klinikgruppe Regiomed zeichnet sich eine zweigeteilte Lösung für Bayern und Thüringen ab. In Thüringen wird eine Übernahme durch die betroffenen Landkreise wahrscheinlicher.

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Für die Regiomed-Krankenhäuser in Südthüringen hat es bislang offenbar noch kein konkretes Übernahmeangebot von möglichen privaten Investoren gegeben. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, sieht es daher nach einer Übernahme durch die Landkreise aus. Sowohl der Kreis Sonneberg als auch der Kreis Hildburghausen hatten entsprechende Offerten gemacht.

Andere Lösung für Standorte in Bayern

Für die bayerischen Standorte habe die Sana Kliniken AG Interesse bekundet. Die Sana Kliniken AG ist nach eigenen Angaben die drittgrößte private Klinikgruppe Deutschlands.

Das Angebot umfasst den Angaben zufolge auch die Zentralverwaltung und die Medical School. Bei Letzterer werden Medizinstudenten in einer Kooperation mit der Universität in Split in Kroatien und in Coburg ausgebildet.

Der Gläubigerausschuss, der die Kreditgeber vertritt, will das Sana-Angebot zu Ende verhandeln. Eine ansonsten wahrscheinlicher werdende Zerschlagung der Regiomed-Gruppe wäre laut der Mitteilung deutlich schwieriger umzusetzen.

Insolvenzantrag im Januar gestellt

Regiomed beschäftigt rund 5.000 Mitarbeiter in Thüringen und Bayern. Zu Jahresbeginn hatte der Klinikverbund Antrag auf Eigenverwaltung gestellt. Betroffen sind unter anderem die Krankenhäuser in Hildburghausen, Sonneberg und Neuhaus am Rennweg. Alle betroffenen Landkreise hatten zuvor Übernahmeangebote abgegeben.

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MDR (bee/mm), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 21. Mai 2024 | 18:00 Uhr

8 Kommentare

astrodon vor 3 Wochen

@ElBuffo: Schon möglich - sofern die Zeit dazu vorhanden ist. Die Zeit biss zur Erstbehandlung ist oftmals entscheidend. Und selbst mit dem Christoph 60 aus Suhl können da schon mal 45 min vergehen ...

ElBuffo vor 3 Wochen

Wohin man da fährt, wird im Zweifel nicht die schöne Aussicht entscheiden, sondern was dort überhaupt gemacht werden kann. Mit einem Schlaganfall oder einer Risikoschwangerschaft steuert man dann möglicherweise doch besser ein Haus außerhalb der 500 km² an.

astrodon vor 3 Wochen

@salzbrot: Nunja, 9000 Ew. und ein entsprechendes Einzugsgebiet von ~500 km². Die Lage scheint zu passen, denn Suhl, Ilmenau , Saalfeld, Sonneberg und Hildburghausen liegen alle vergleichsweise weit weg.

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