Mit Steinschlag beschädigte Scheibe des Wahlbüros von Frank Ullrich
Auch die Scheibe vom Wahlkreisbüro des SPD-Politikers Frank Ullrich wurde eingeworfen. Bildrechte: Wahlkreisbüro Frank Ullrich

Polizei Tatverdächtiger gesteht Angriffe auf Parteibüros

28. März 2024, 18:14 Uhr

Ein 42-Jähriger aus Suhl hat gestanden, mehrere Parteibüros in der Stadt angegriffen zu haben. Der Mann war der Polizei zufällig ins Netz gegangen. Verbindung zu Brandanschlägen schließen die Beamten aus.

Nach mehreren Angriffen auf Parteibüros in Suhl hat der 42-jährige Tatverdächtige ein Geständnis abgelegt. Wie die Polizei am Donnerstag mitteilte, bekannte sich der Mann bei einer zweiten Vernehmung zu den Steinwürfen auf die Parteibüros. Als Grund habe er Unzufriedenheit mit der aktuellen politischen Situation genannt.

Polizei schließt Verbindung zu Brandanschlägen aus

Insgesamt beschädigte er im Januar und im Februar sechsmal Wahlkreis- und Parteibüros von SPD, Grünen und Linken. Der 42-Jährige sieht sich nun einer Anzeige wegen Sachbeschädigung gegenüber.

Ein Zusammenhang mit den Bränden in der Suhler Rimbachstraße vom 31. Januar schließt die Polizei aus. Auch konnte keine Verbindung zu dem Brandanschlag am Haus eines SPD-Lokalpolitikers aus Waltershausen festgestellt werden. Die Ermittlungen zu den Fällen in Suhl seien damit abgeschlossen.

Tatverdächtigen zufällig ausfindig gemacht

Anfang der Woche hatte die Polizei den 42-jährigen Tatverdächtigen ausfindig machen können. Beamte hatten zuvor bei einem Einsatz in der Wohnung des Mannes wegen Ruhestörung Steine entdeckt.

Diese ähnelten den Steinen, mit denen Scheiben zerstört worden waren. Auch Spuren vom Tatort und aus der Wohnung des Mannes stimmten überein. Polizeiangaben zufolge entstand bei den Steinwürfen auf die Büros ein Sachschaden in Höhe von rund 6.000 Euro.

Angriffsserie im Januar und Februar

Politiker hatten sich erschüttert über die Steinwürfe geäußert, auch weil es zu einer Häufung von Angriffen auf mit Politikern verbundene Gebäude im Februar kam. So wurde etwa das Wahlkreisbüro von Landtagspräsidentin Birgit Pommer (Linke) in Bleicherode (Kreis Nordhausen) mit Hakenkreuzen beschmiert. In Waltershausen nahe Eisenach wurde laut Polizei Feuer am Haus eines Lokalpolitikers der SPD gelegt. 

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MDR (wdy/jn)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 28. März 2024 | 16:30 Uhr

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