Steinbach Baubeginn an neuem Bergwerkstollen im Wartburgkreis

In Steinbach im Wartburgkreis hat am Donnerstag der Bau eines neuen Bergwerkstollens begonnen. Der Steinbachstollen wird auf einer Länge von rund 1.200 Metern angelegt und soll Wasser aus einer früheren Grube ableiten. Die Arbeiten sollen im Mai 2024 abgeschlossen sein.

Eine Bergmannskapelle spielt unter einem Zelt.
Beim feierlichen Stollenanschlag darf das Steigerlied nicht fehlen – gespielt von einer K+S-Bergmannskapelle aus dem Werra-Kali-Revier. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

In Steinbach im Wartburgkreis hat am Donnerstag der Bau eines neuen Bergwerkstollens begonnen. Damit soll das Wasser aus einer früheren Grube abgeleitet werden, die vor gut 30 Jahren stillgelegt wurde. Bauherr ist der Bergbausanierer LMBV, eine Nachfolgegesellschaft der Treuhand. Der neue Steinbachstollen wird parallel zum alten Stollen angelegt und ist mit 1.200 Metern etwas länger.

Der Querschnitt wird mit zwölf Quadratmetern doppelt so groß wie bisher, damit Maschinen den Stollen befahren können. Die Kosten schätzt die LMBV auf rund sechs Millionen Euro. Voraussichtlich im Mai 2024 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Verwahrung des Bergwerks nicht glücklich gelaufen

LMBV-Technik-Geschäftsführer Bernd Sablotny sagte, die Verwahrung des Bergwerks Anfang der 1990er-Jahre sei nicht glücklich gelaufen. Holzeinbauten seien damals nicht entfernt worden, hätten sich inzwischen gelöst und verstopften den Schachtkopf.

Fünf Menschen mit Schnapsgläsern in der Hand.
Einen Klaren auf das geplante Bauwerk: MdL Marcus Malsch (CDU), Stollenpatin Anke Tähle, Bernd Sablotny, technischer Geschäftsführer der LMBV, Michael Seifert, Geschäftsführer Schachtbau Nordhausen, Ralph Haase, Leiter des Sanierungsbereichs Kali-Spat-Erz bei der LMBV. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Dadurch könnten sich Grubenwässer aufstauen und unkontrolliert abfließen. Der Stau könne dort nicht beseitigt werden, weil Teile des alten Stollens verrohrt wurden. Deshalb habe sich das Unternehmen für den Bau eines neuen Stollens entschieden.

 Neuer Stollen trägt Namen der Stollenpatin

Als Stollenpatin durfte die langjährige LMBV-Mitarbeiterin Anke Thäle beim symbolischen Stollenanschlag eine große Bohrmaschine in Gang setzen. In der Bauzeit trägt der Stollen vorübergehend ihren Namen. Das sei eine große Ehre, sagte Thäle, die Jahrzehnte im Braunkohlebergbau tätig war.

Drei Menschen mit Spitzhacken in der Hand.
Das traditionelle Werkzeug zum Baustart gab es nur fürs Foto – fürs Anbohren stieg Stollenpatin Anke Thäle (Mitte) anschließend auf die große Maschine links. Bildrechte: MDR/Ruth Breer

Der Bad Liebensteiner Bürgermeister Michael Brodführer (CDU) sprach von einem besonderen Tag, der die langjährige Bergbautradition wiederanklingen lasse. Der Stollen sei vorbeugend und diene der Sicherheit. Zahlreiche Menschen aus der Region verfolgten den Beginn der Arbeiten.

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Arbeiter treiben eine Tiefbohrung zur Erkundung der Kali-Lagerstätte unter dem Ohmgebirge am nördlichen Rand von Worbis voran. Nun soll das Bohrungsgebiet Küllstedt erkundet werden. (Archivfoto) Bildrechte: dpa

MDR (rub,jn)

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Regionalnachrichten | 29. September 2022 | 17:30 Uhr

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