Bastelideen für Einsteiger Makramee-Anleitungen: Die Kunst der Knoten

Sie suchen ein neues Hobby? Kein Problem, ein Trend für Heimbastler ist derzeit Makramee, welches ein echtes Revival erlebt. Die aus dem Orient kommende Knüpftechnik zur Herstellung von Ornamenten, Textilien oder Schmuck war schon einmal in den 1970er-Jahren en vogue und ist es nun in moderner Form wieder. Bastelexpertin Judith Heinze zeigt, wie der Einstieg klappt.

Leichte Feder als Deko

Was Sie dafür benötigen:

  • Baumwollseil

Als erstes wird ein 40 cm langes Baumwollseil zugeschnitten und es in eine Schlaufe gelegt. Sie wird der Mittelsteg der Feder sein. Der Schlaufenkopf zeigt dabei nach oben und dient als Aufhängung.

Makramee
Bildrechte: MDR/Judith Heinze

Als Nächstes wird ein neuer 20 cm langer Faden zu einer Schlaufe gelegt und mit der Öffnung nach außen unter den Mittelstrang platziert.

Nun wird der Schlaufenkopf eines zweiten 20 cm langen Stranges durch den des ersten hindurchgeführt – und zwar von unten nach oben. Danach die Enden des ersten Stranges von unten nach oben durchführen und festziehen. Es entsteht ein Knoten, der sich um den Mittelsteg schlingt.

Das Ganze 6- 8 Mal wiederholen bis nur noch etwa 5 cm des Mittelstranges für die Federspitze bleiben. Die Knoten müssen fest und dicht aneinander sitzen. Jetzt können die einzelnen Fäden der Baumwollseile aufgedröselt werden bis aus dem Seil die einzelnen Fäden entstanden sind. Die Fäden können nun mit einem handelsüblichen Kamm gekämmt werden, damit sie gut voneinander getrennt sind. Wer eine richtig glatte Feder möchte, kann auch nochmal mit einem Bügeleisen oder Haar-Glätteisen drüber gehen. Nun mit etwas Haarspray die Feder fixieren und in Form schneiden.

Schlüsselband mit einfachen Knoten

Was Sie dafür benötigen:

  • Baumwollgarn
  • Metallring

Der erste Knoten, der Ankerknoten oder auch Lerchenkopfknoten wird verwendet, um das Garn an einem Metallring zu befestigen.

Ein Schlüsselanhänger aus Makramee
Bildrechte: MDR/Judith Heinze

Dafür wird das ca. 80 cm lange Garn zur Schlaufe gelegt und von vorne um Ring herumgelegt, sodass die geschlossene Seite nach unten zeigt. Anschließend werden die losen Enden über dem Stab durch diese Schlaufe geschlungen. Danach gut festziehen. Das wiederholen wir noch drei Mal. Nun kommt der Kreuzknoten, einer der wichtigsten Knoten im Makramee. Dabei wird die Schnur, die ganz links liegt, über die beiden Mittelschnüre nach rechts geführt. Die ganz rechte Schnur wird unter den Mittelschnüren nach links geführt.

Im nächsten Schritt wird die linke Schnur unter den Mittelschnüren nach rechts geführt, die rechte Schnur über die Mittelschnüre. Nun gut festziehen. In der zweiten Reihe werden die Garne ganz links und ganz rechts ausgelassen und weiter so geknotet wie in der ersten Reihe. In der dritten Reihe werden die bisher ausgelassenen äußeren Garne wieder integriert. Dieses Muster wird so lang wiederholt bis die gewünschte Länge entstanden ist. Den Abschluss bildet ein Wickelknoten. Dafür aus einem der Stränge eine Schlaufe gebildet Mit deinem weiteren Strang werden nun alle anderen umwickelt und wieder durch die Schlaufe durchgeführt und festgezogen. Alle Garne abschneiden.

Traumfänger ohne Schnickschnack

Was Sie dafür benötigen:

  • Baumwollgarn
  • Metallring

Benötigt werden 15 x 2 m Baumwollgarn und ein Metallring. Die Garne werden halbiert und am Ring mit dem Ankerknoten angeknotet. Nun werden die Fäden in der Mitte geteilt. Nun beginnt man mit dem mittleren Faden das Muster. Dafür wird der rechte der beiden mittleren  Fäden ganz nach links über alle anderen Fäden und dann den linken Faden nach rechts, ebenso über alle anderen Fäden. Jetzt geht es von innen nach außen weiter, immer abwechselnd von rechts nach links. Wenn alle Seile verarbeitet wurden, werden die Fäden so an dem Metallring befestigt, dass das Muster gleichmäßig wird. Dafür wird in der Mitte begonnen. Die einzelnen Garne werden hintereinander um den Ring herum geschlungen. Wenn alle Fäden umgeschlagen, ordentlich sortiert und schön glatt gezogen sind, werden die Fäden von innen nach außen am unteren Rand des Rings festgeknotet.

Viel Spaß beim Nachmachen!

Quelle: MDR um 4

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR um 4 | 21. April 2021 | 17:00 Uhr

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