12.08.2019 | 21:17 Uhr SPD: Rote Linien bei Gemeinschaftsschule und Landesverkehrsgesellschaft

MDR SACHSEN befragt die Spitzenkandidaten von CDU, SPD, Linke, AfD, Grünen und FDP. Nach dem Studiointerview, das Sie von 18 bis 19 Uhr bei MDR SACHSEN - Das Sachsenradio hören können, kommen die Kandidaten zum Chat.

Sachsens SPD-Spitzenkandidat für die Landtagswahl, Martin Dulig, lässt sich von den schlechten Umfragewerten seiner Partei nicht entmutigen. Seine Trotzreaktion heiße Zuversicht, sagte Dulig am Montagabend im Gespräch mit MDR SACHSEN. Auch wenn ihm der Zustand der SPD gerade auf Bundesebene "körperliche Schmerzen" bereite, sei er sicher, dass eine Gesellschaft eine Sozialdemokratie brauche. Dafür seien natürlich Veränderungen innerhalb der Partei dringend notwendig. "Die SPD muss aufwachen. Wenn sie nicht versteht, dass sie eine neue Bedeutung braucht, macht sie sich überflüssig."

Nach fünf Jahren Koalition mit der CDU auf Landesebene zog Dulig zugleich eine positive Bilanz. 98 Prozent des Koalitionsvertrages seien umgesetzt. Die Sozialdemokraten hätten dabei viele Kernforderungen untergebracht. "Ich bin sehr stolz, dass alle Forderungen, die wir damals zur roten Linie erklärt haben, umgesetzt wurden - von der Verbesserung des Betreuungsschlüssels in der Kita, mehr Lehrerinnen und Lehrer, wir haben den Haushaltsabbau gestoppt, wir haben die solide Haushaltspolitik umgesetzt."

Zu den neuen roten Linien erklärte der SPD-Landeschef unter anderem das längere gemeinsame Lernen und die Bildung einer Landesverkehrsgesellschaft. Zudem wolle die SPD weiter für mehr Gerechtigkeit bei ostdeutschen Erwerbsbiografien, gerechte Löhne und der Verlagerung von mehr Güterverkehr auf die Schiene kämpfen.

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Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 12.08.2019 | 18:00 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 12. August 2019, 21:17 Uhr

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