02.09.2019 | 22:21 Uhr FDP-Landesvorstand kündigt Rücktritt an

Holger Zastrow, Spitzenkandidat der FDP für die Landtagswahl in Sachsen, am Rande der Wahlparty seiner Partei.
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Die FDP zieht nach dem verpassten Einzug in den Landtag Konsequenzen. Der Landesvorstand entschied am Abend, Anfang November geschlossen zurückzutreten. Wie Generalsekretär Torsten Herbst mitteilte, soll am 2. November auf einem Landesparteitag eine Neuwahl erfolgen. Parteichef Holger Zastrow ziehe sich damit zurück. Der Vorstand übernehme die Verantwortung für das Ergebnis der Landtagswahl. Zastrow hatte diesen Schritt bereits im Vorfeld angekündigt.

Wir wollen einen ordnungsgemäßen Neuanfang organisieren. Wir sind weiter handlungsfähig und machen zum 2. November diesen Rücktritt. Dann wird ein neuer Landesvorstand gewählt.

Torsten Herbst Generalsekretär FDP Sachsen

Personalvorschläge für das neue Team gebe es noch nicht, sagte Herbst. Der Landesvorstand habe zunächst die Landtagswahl ausgewertet und den Beschluss gefasst, den Weg für Neuwahlen freizumachen. Jedes Parteimitglied könne auf einem Landesparteitag für jedes Vorstandsamt kandidieren. Die Mehrheit des Parteitages entscheide.

Die FDP hatte am Sonntag zum zweiten Mal in Folge den Einzug in den Sächsischen Landtag verpasst. Sie kam auf 4,5 Prozent der Stimmen, 2014 hatte es für die frühere Regierungspartei nur 3,8 Prozent gegeben.

1999 war die sächsische FDP nach einem historischen Tief von 1,1 Prozent der Zweitstimmen beinahe auseinandergebrochen. Der damals 30 Jahre alte Holger Zastrow übernahm die Partei und führte sie fünf Jahre später in den Landtag zurück. 2009 erreichte die FDP mit 10,0 Prozent der Stimmen ein Rekordergebnis und wurde Juniorpartner der CDU in der ersten schwarz-gelben Koalition im Freistaat.

Quelle: MDR/jr/bd/dpa

Dieses Thema im Programm bei MDR SACHSEN MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | 02.09.2019 | 22:00 Uhr in den Nachrichten

Zuletzt aktualisiert: 02. September 2019, 22:21 Uhr

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