Mittwoch, 28.07.2021: Genussreich

"Alles hat seine Zeit", heißt es in der Bibel. Im Sommer ist Zeit für Schokolade, sagt eine Studie. Bikinifigur hin oder her, jetzt sollen wir Schokolade essen - aus der Nachttisch-Schublade oder dem Kühlschrank oder gleich als Schokoeis; ganz gleich, nur keine Sommerpause einlegen.

19.000 Menschen haben acht Jahre lang unter Aufsicht von deutschen Wissenschaftlern kontrolliert genascht. Das Ergebnis: Schokolade ist gesund, sie hilft gegen Arthritis, noch mehr gegen Herzinfarkt und Schlaganfall. Das Risiko sinkt um 39 Prozent. Das ist doch eine wirklich gute Nachricht.

Schokolade macht schlau, fand die nächste Studie heraus: Gute Schokolade sorgt für eine bessere Durchblutung des Gehirns, das Gedächtnis wird leistungsfähiger. Eine Mengenempfehlung für Schokoladenkonsum gaben die Wissenschaftler leider nicht - aber auch keine Begrenzung! Kakao sei schließlich die Speise der Götter.

Und Wissenschaftler aus Amerika melden sogar: Schokolade und Rotwein können Krebs besser bekämpfen als Medikamente. Na ja, das wäre  tatsächlich eine medizinische Revolution. Aber eines stimmt ja leider auch: Zu viel Wein geht auf die Leber und zu viel Schokolade geht auf die Hüfte.

Ich denke, an solche Studien muss man wohl auch ein bisschen glauben. Oder einfach daran: "Alles hat seine Zeit." Das meint, wie gesagt, schon die Bibel. Es ist Zeit für Essen und Trinken - mit Maß und mit Genuss. Es ist Zeit für Sommer und Winter. Für Schokoeis und Schokoladenweihnachtsmänner. Aber es gibt keine genormte Sommer- und Winterfigur. Also genießen Sie fröhlich diesen herrlichen Sommer mit allem, was er zu bieten hat. Die Bibel fordert uns sogar mehrfach dazu auf. "Also iss dein Brot, trink deinen Wein und sei fröhlich dabei! Denn Gott hat schon lange sein Ja dazu gegeben." (Prediger 9,7)

Das Wort zum Tag sprechen in dieser Woche:

Kurzbiografie Pfarrer Dr. Andreas Martin

Pfarrer Dr. Andreas Martin

geboren am 2. Juli 1957 in Greiz | erlernter Beruf: Bautischler | Studium "Mathematische Methoden und Datenverarbeitung in der Wirtschaft" | 1985 Abschluss als Diplomwirtschafter | 1998 Magisterstudium "Katholische und evangelische Theologie und Philosophie | von 2004-2006 Mitarbeiter im "St. Benno Verlag" | parallel Dissertation an der TU Dresden, Religionsphilosophie | ab Oktober 2006 Diplomstudien-Tagung Katholische Theologie und Dissertation im Fach Theologie an der Universität Erfurt | 2009 Diakonweihe und Dienst in Radebeul | 2010 Promotion zum Dr. theol. | 2010 bis 2015 Pfarrer in Altenburg/Thüringen | 2016-2020 Pfarrer in Markkleeberg und Leipzig | seit Oktober 2020 Caritasrektor des Bistums, er ist zuständig für die geistliche Begleitung und religiöse Weiterbildung von Mitarbeitern der Diözesancaritas | zudem priesterliche Dienste in der Pfarrei Meißen.

Christine Rösch

Christine Rösch

Geboren am 28.09.1958 in Gotha | 1977 Abitur | Studium an der Bauhaus-Universität Weimar mit Abschluss als Dipl. Ing. für Gebiets- und Stadtplanung 1983 | danach tätig in der Altstadtsanierung und im Kirchenbau der Stadt Gotha | ab 1992 theologische Ausbildung | 1. und 2. Examen und Ordination | zunächst Pfarrstelle in Seebergen (Kreis Gotha) | ab 2002 Pastorin für allgemeinkirchliche Aufgaben der Landeskirche in der 1. Pfarrstelle des Diakonischen Werkes Thüringen | ab 2014 theologische Referentin im Landesverband der Diakonie Sachsen | wohnhaft in Radebeul

Verantwortlich für Verkündigungssendungen im öffentlich-rechtlichen Rundfunk wie das Wort zum Tag...

... sind die Senderbeauftragten der evangelischen Landeskirchen, der evangelischen Freikirchen bzw. der römisch-katholischen Kirche.