Wolfsrisse Wölfe reißen Schafe und Ziegen auf Truppenübungsplatz bei Ohrdruf

Erneut sind Schafe und Ziegen auf dem Truppenübungsplatz bei Ohrdruf gerissen worden. In der Nacht zu Samstag wurden sechs Tiere der Agrargenossenschaft "Drei Gleichen" in Mühlberg getötet - vermutlich von Wölfen.

Porträt eines Wolfs mit erhabendem, freundlichen Blick. Große Ähnölichkeit zu Schäferhund oder Husky, grau-braunes Fell. Unten etwas grüne Bläter, Hintergrund unscharf Natur.
Vermutlich haben Wölfe die Tiere gerissen. Bildrechte: imago images/imagebroker

Sechs Schafe und Ziegen wurden in der Nacht zu Samstag auf dem Truppenübungsplatz gerissen. Sie gehörten zur Agrargenossenschaft "Drei Gleichen" in Mühlberg. Vermutlich töteten Wölfe Tiere aus der Herde. Mindestens acht Schafe und Ziegen wurden durch Bisse in Hals und Flanken so stark verletzt, dass sie möglicherweise in den nächsten Tagen geschlachtet werden müssen.

In der Nacht gegen kurz vor halb fünf klingelte das Handy von Schäfer Michael Meister Sturm. Ein Nachbar der Agrargenossenschaft teilt ihm mit, dass vor dem Tor hunderte Schafe und Ziegen direkt auf der Straße nach Gotha sitzen. Der Schäfer ahnte Schlimmes - denn sein Ferch auf dem Truppenübungsplatz war plötzlich komplett leer. In Panik hatten seine Tiere mitten in der Nacht den elektrischen Zaun umgerannt, um zu flüchten. Einige schafften es nicht. Auf der Wiese liegen abgenagte Knochen, in Richtung Mühlberg sind Blutspuren zu sehen. Hier entdeckt Michael Meister verendete Schafe und Ziegen. Der Schäfer ist sicher: Das Wolfspaar von Ohrdruf hat mit ihren Jungtieren zugeschlagen. Auch seine drei Herdenschutzhunde konnten das Rudel nicht abhalten. Davon zeigte sich Meister überrascht und geschockt. Er vermutet, dass das Ohrdrufer Wolfspaar zusammen mit seinen Jungtieren zugeschlagen hat.

Quelle: MDR THÜRINGEN/ifl

Dieses Thema im Programm: MDR THÜRINGEN - Das Radio | Nachrichten | 07. November 2020 | 12:00 Uhr

42 Kommentare

Userin vor 2 Wochen

Ich habe Verwandte in Norddeutschland und habe dort schon Zäune mit aufgestellt, hohe Schutzzäune. Ja es ist viel Arbeit, aber wenn man das ordentlich macht und auch öfters nach Schwachstellen schaut bieten diese einen guten Schutz. Die Herdenschutzhunde dort machen tolle Arbeit, Risse gibt es sehr selten und wenn bekommt man eine Entschädigung. Der Wolf ist da und wird bleiben und hier in Ohrdruf mit dem 1 Minirudel wird man wohl klar kommen. Wir Menschen schlachten Mio Nutztiere und viele landen im Müll, kein Tier stirbt gern- auch nicht für den Menschen.

Froebel_R. vor 2 Wochen

Interesant und hilfreich finde ich hierbei das freilassen der Tiere :

Mehrere Personen stehen gut verteilt daneben, bewaffnet mit Gummigeschoss Waffen um bei den Tieren die Erinnerung zu festigen die Nähe zum Menschen zu meiden!
Lt einer Studie funktioniert dieses Vorgehen in über 90 Prozent der Fälle!

Ist vielleicht ein Ansatz um nicht sofort ein geschütztes und so kluges Tier zu töten.

Mfg

Froebel_R. vor 2 Wochen

Die Aussage würde ich mir erstmal selbst zu Herzen nehmen!

Ich kenne die Zäune, die Gegebenheiten. Und das gro der betroffenen Halter.

Das die Wolfsfähe (Wölfin), nicht das erste Mal die Herdenschutzhunde "überwunden" hat wird ihnen von amtlicher Seite niemand erzählten.

Aber Fakt ist, wenn sie es dieses Jahr an ihren Nachwuchs weiter gegeben hat, werden die Probleme mit Sicherheit nicht kleiner!

Das große Problem bei der Wolfsfähe ist das diese Tiere sehr schlau und Anpassungsfähig sind. Leider war sie so schlau um eine Strategie zu finden die sie selbst Herdenschutzhunde überwinden lässt.


Aber genug der Anschuldigungen etc.

Ich möchte einen kleinen Denkanstoß bezüglich Problemwölfen/ auffälligen Wölfen geben:

In den USA und auch Kanada, werden Tiere die auffällig sind - keine Menschenscheue zeigen oder ähnliches,
Eingefangen und betäubt, untersucht und teilweise besendert. Und dann in entlegenen Gebieten wieder frei gelassen.

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