Vollmond im Juni und warum der Mond rostet

Am 24. Juni steht der Erdtrabant in seiner monatlichen Opposition – in einer Linie zur Erde und Sonne. Dieser Zeitpunkt ist besser bekannt als Vollmond. Haben Sie sich schon einmal gefragt, wie die Mondphasen funktionieren? Wußten Sie, dass der Mond rostet? Mehr Infos finden Sie hier:

Vollmond
Der Vollmond in einer klaren Nacht über Mitteldeutschland. Bildrechte: imago/Gottfried Czepluch

Am 24. Juni wird der Erdtrabant in seiner monatlichen Opposition stehen, besser bekannt als Vollmond. Zu diesem Zeitpunkt steht die Erde auf einer Linie zwischen Mond und Sonne.

Der Mondzyklus im Juni

Bei der Wanderung um die Erde durchlebt der Mond verschiedene Phasen. Seine letzte Vollmondphase hat er am 26. Mai erlebt. Seitdem nimmt er an scheinbarer Fülle ab. Bereits zu Monatsanfang sieht man den Erdtrabant als abnehmenden Halbmond (2. Juni) am Firmament stehen. Seine scheinbare Fülle wird in den nächsten Tagen zu einer Mondsichel zusammen schnrumpfen.

Am 10. Juni wird er in seiner monatlichen Konjunktion stehen. Er schiebt sich dabei in einer Linie zwischen Erde und Sonne. Wir können ihn in seiner Neumondphase nicht sehen, da nur die uns abgewandte Seite von Sonnenlicht bestrahlt wird. An Neumond beginnt auch ein neuer Mondzyklus.

In den nächsten Tagen wird eine zunehmende Mondsichel am Himmel zu erkennen sein, die am 18. Juni zu einem Halbmond angewachsen ist. Am 23. Juni ist der Mond nur 359.956 Kilometer von der Erde entfernt, somit steht er als Supermond am Himmel. Einen wirklichen Größenunterschied kann man ohne astronomische Instrumente aber nicht erkennen. Einen Tag darauf, am 24. Juni, ist Vollmond. Der nächste Vollmond wird übrigens am 24. Juli stattfinden.

Zwischen Neumond und Vollmond vergehen 14,76 Tage. Für eine komplette Umrundung der Erde benötigt der Mond 29,56 Tage.

Mondphasen 1 min
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29,53 Tage braucht der Mond, um die Erde einmal zu umrunden. Von uns aus wirkt es so, als nehme der Mond zu, erstrahle dann rund und voll und nehme wieder ab.

Fr 28.06.2019 10:04Uhr 01:24 min

https://www.mdr.de/wissen/astrokalender/Mondzyklus-Mondphasen-102.html

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Der Mond rostet

Wussten Sie, dass der Mond rostet? Hawaiianische Forscher haben die Monddaten der indischen Raumsonde Chandrayaan analysiert. Die Sonde hatte zwischen 2008 und 2009 ein Jahr lang die beiden Mondpole überflogen. Dabei hat eines der Spektrometer, die sich an Bord der Sonde befunden hat, etwas merkwürdiges aufgenommen.

Dort befindet sich das rötliche Mineral Hämatit. Die Pole des Mondes rosten. Besonders auf der uns zugewandten Seite. Doch damit Rost entsteht, braucht es Sauerstoff und den gibt es auf dem Mond so nicht. Jedoch gibt es auf der Erde genug Sauerstoff. Durch die Energie der Sonne verliert die Erde einzelne Sauerstoffatome. Wie bei Asteroiden, die Staubteile verlieren, bleiben die Sauerstoffatome auf dem Schweif der Erde zurück.

Ein Bild des Mondes zeigt an den Polen Rost.
Ein Bild des Mondes zeigt an den Polen Rost. Bildrechte: Shuai Li

Einmal im Monat durchquert der Mond diesen Schweif. Dabei landen die Atome auf der Mondoberfläche. Neben dem Sauerstoff kommt noch Wasser hinzu – Wasser, das durch interplanetarem Staub entsteht. Dieser prallt mit hoher Geschwindigkeit auf die Mondoberfläche und löst damit die Wassermoleküle aus dem Mondstaub. Der Rost entsteht durch die Verbindung von Wasser, Sauerstoff und Eisen – alle drei Stoffe sind somit auf dem Mond vorhanden.