Klimakrise Sorgt der Wind in Europa für mehr Klima-Extreme?

Welche Rolle spielt der Wind für die Klimaprognosen? Eine größere als bisher angenommen, sagen britische Forscher. Die Variabilität der Winde könnte nach ihren Modellen Wetterextreme wie Starkregen, Hitze oder Kälte in Europa und Nordamerika verstärken.

Blick aufs Meer. Eine Welle bricht sich an einem Leuchttürm
Bei einem Wintersturm krachen meterhohe Wellen an den Leuchtturm in Sassnitz Bildrechte: IMAGO / Jens Koehler

Von wegen Wind, Wind, fröhlicher Gesell. Das Kinderlied (gesungen vom Vorschul-Kinderchor Leipzig) dürfte in Zukunft umgedichtet werden. Dann wird aus dem fröhlichen ein launischer Gesell. Britische Forscher der University of Reading warnen davor, dass aktuelle Prognosen, wie sich eine Erwärmung der Welt auf die regionalen Temperaturen und Niederschläge auswirken wird, nicht berücksichtigen, dass außertropische Winde – die das Klima in den mittleren Breiten stark beeinflussen – stark von Jahrzehnt zu Jahrzehnt abweichen.

USA und Nordeuropa: Bisherige Simulationen unsicher

Für ihre veränderten Klimavorhersagen nutzten sie Daten aus dem 20. Jahrhundert, u.a. vom Europäischen Copernicus Climate Data Store und der US-Ozean- und Atmosphären-Behörde NOAA. Dabei entdeckten sie, dass die Vorhersagen insbesondere für die Winter in der Nordatlantikregion durch die Variabilität der Winde viel unsicherer sind, als bisherige Klimasimulationen vermuten lassen. "Dies könnte bedeuten, dass die Temperaturen in diesen Regionen häufiger auf relativ extreme Hochs oder Tiefs getrieben werden", so Dr. Christopher O'Reilly, Forschungsstipendiat der Royal Society University in der Abteilung für Meteorologie der University of Reading.

Daraus lassen sich jedoch keine permanenten Extremwerte herauslesen, so O'Reilly, mit Bezug auf die große Variabilität der Daten. Es könnte bedeuten, dass es Jahrzehnte gibt, in denen die Winde große Extreme verhindern, während sie sie in anderen Jahrzehnten verschärfen. Mit dem Blick auf das Mittelmeer ergab die Studie bereits, dass es dort häufiger als im Durchschnitt trockenere Winter geben wird.

gp

Link zur Studie

Projections of northern hemisphere extratropical climate underestimate internal variability and associated uncertainty, Communications Earth & Environment

11 Kommentare

Eulenspiegel vor 4 Wochen

Hallo Herr Merseburger
Verstehe ich sie da richtig:
Sie wollen und können ihre Meinung gar nicht differenziert darlegen und begründen.
Und vor allem sind sie nicht in der Lage meine Meinung und deren Begründung widerlegen.
Das passt ihnen nicht.
Ich für meine Person bin offen für ihre Argumente. Schließlich habe ich sie mehrfach dazu eingeladen meine Argumente zu widerlegen.

Eulenspiegel vor 4 Wochen

Hallo Herr Merseburger
„Sie haben neulich mitgeteilt, sehr aktiv in Wackersdorf die Welt gerettet zu haben.“
Also ich war in meinem ganzen Leben noch nie in Wackersdorf. Und ich habe auch noch nie behauptet das ich in Wackersdorf Welt gerettet habe.
Ich möchte mal zu ihren Gunsten annehmen das es sich da um eine Verwechselung von ihrer Seite handelt.
Also ich für meine Person setze mich mit allen Meinungen kritisch auseinander.
Darum steht hier immer noch die Frage im Raum welche Meinung haben sie eigentlich zum Klimawandel, wie begründen sie ihre Meinung und welche Beweise können sie anführen.

MDR-Team vor 4 Wochen

@W.Merserburger und @Eulenspiegel,
verschiedene Meinungen und Ansichten leidenschaftlich zu vertreten, ist völlig in Ordnung. Versuchen Sie bitte trotzdem sachlich zu bleiben und auf pauschalisierende Vorwürfe/Unterstellungen oder persönliche Angriffe zu verzichten.