Blumenuhr nach Carl von Linné.
Blumenuhr auf der Landesgartenschau Schmalkalden Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Uhrzeit im Garten ablesen Blumenuhr: Wenn Blumen die Zeit verraten

Der schwedische Naturforscher Carl von Linné soll vor 250 Jahren die Blumenuhr erfunden haben. Er machte es sich zunutze, dass Blumen ihre Blüten zu unterschiedlichen Zeiten öffnen. Wer Blumen genau beobachtet, weiß auch ohne Uhr, wie spät es ungefähr ist.

Blumenuhr nach Carl von Linné.
Blumenuhr auf der Landesgartenschau Schmalkalden Bildrechte: MDR/ Daniela Dufft

Jede Pflanze hat ihren eigenen Biorhythmus und öffnet und schließt ihre Blüten zu einer bestimmten Uhrzeit. Das konnte schon der schwedische Botaniker Carl von Linné im Jahr 1745 beobachten. Er versuchte auch gleich, sich diese Tatsache zunutze zu machen und legte eine Blumenuhr an. Allerdings halten sich die Blüten nicht so genau an das Ziffernblatt, manche blühen sogar ausgesprochen unpünktlich. Die Blütenöffnung ist von der Klimazone, der Jahreszeit und auch den Blumensorten abhängig. Aber generell kann jeder Gärtner beobachten, dass sich die meisten Blüten an einen bestimmten Blühablauf halten.

5 Uhr

Schon früh um fünf öffnen sich die Wegwartenblüten. Bei warmem Wetter leuchten sie bis zum Mittag, bei Kälte sogar bis zum Abend. Zu den Frühaufblühern gehören auch Mohn- und Kürbisblüte. Die Kürbisblüte öffnet sich ab fünf und verwelkt schon am Mittag.

6 Uhr

Um 6 Uhr wacht die Zaunwinde auf.

7 Uhr

Im zeitigen Frühjahr schiebt der Huflattich seinen Blütenstängel aus der Erde. Er öffnet seine Blüten um sieben. Gegen 16 Uhr schließen sie sich wieder. Seerosen sind nicht so vergänglich. Sie blühen mehrere Tage hintereinander - immer von 7 bis 17 Uhr. Auch die Ringelblumen öffnen sich bei schönem Wetter schon um sieben. Tun sie es nicht, kündigen sie Regen an.

8 Uhr

Schlägt die Stunde acht, ist es für die Sumpfdotterblume Zeit, ihre Knospen zu öffnen.

9 Uhr

Margeriten gehören zu den Spätaufstehern. Sie entfalten sich erst ab neun Uhr.

10 Uhr

Der Sauerklee blüht auf.

12 Uhr

Die Wahrscheinlichkeit, dass die Mittagsblume 12 Uhr ihre Blüten öffnet, ist groß. Deswegen heißt sie auch so. Allerdings sind Mittagsblumen wie Delosperma Mittagsgold und Gazanie keine besonders zuverlässigen Zeitmesser. Sie blühen nämlich, wenn sie in der Sonne stehen - dafür aber mit besonderer Pracht.

16 Uhr

Am Nachmittag hat die Wunderblume ihren Auftritt.

20 Uhr

Die Nachtkerze gibt sich dagegen unscheinbar. Erst abends um acht öffnet sie sich plötzlich und beginnt zu duften.

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR Garten | 13. Januar 2019 | 08:30 Uhr

Zuletzt aktualisiert: 13. Januar 2019, 08:30 Uhr

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