Wohnhäuser mit Photovoltaikanlagen, im Hintergrund ein großer Strommast
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Energieversorgung Strompreise trotz höherer Netzentgelte kaum gestiegen

02. Februar 2024, 12:14 Uhr

Nach dem Wegfall des Bundeszuschusses zum Netzentgelt könnte der Anstieg der Strompreise für viele Kunden geringer als befürchtet ausfallen. Mehrere Versorger kündigten in einer dpa-Umfrage an, die Erhöhung vorerst nicht an ihre Kunden weiterzugeben. Einzelne Anbieter wollen die Preise sogar senken.

Die Teuerung der Netzentgelte wird sich vermutlich nicht so stark auf die Strompreise und damit auf die Kosten von Verbrauchern auswirken als bisher angenommen. Das hat eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter deutschen Versorgern und Stadtwerken ergeben.

Erste Versorger haben nun Entwarnung gegeben. Der dpa-Umfrage zufolge wird der Sprung beim Strompreis wohl deutlich geringer ausfallen als zunächst befürchtet und erst zeitversetzt bei den Kunden ankommen.

Ein Sprecher von Eon Energie Deutschland kündigte mit Blick auf die sechs Millionen Stromkunden der Marke Eon an, dass sich vorerst für Kunden preislich nichts ändere. Dass es später noch zu einer Erhöhung komme, schloss er aber nicht aus. Gegenwärtig gebe es noch keine Entscheidung.

Auch mitteldeutsche Versorger wollen Strompreise stabil halten

Die Leipziger Stadtwerke, Enercity aus Hannover und Sachsen-Energie aus Dresden erklärten sogar, dass man auf eine Erhöhung komplett verzichten wolle. Auch N-Ergie aus Nürnberg versicherte, die gestiegenen Netzentgelte vorerst nicht umzulegen.

Kurz vor Weihnachten hatte die Bundesregierung im Zuge der Haushaltskorrektur angekündigt, dass die Netzentgelte ab 2024 nicht mehr wie bisher mit 5,5 Milliarden Euro bezuschusst werden. Daraufhin kündigten die vier großen Fernleitungsbetreiber Tennet, Amprion, 50Hertz und Transnet BW an, die Entgelte zum Jahreswechsel von 3,1 auf 6,4 Cent pro Kilowattstunde mehr als zu verdoppeln.

dpa (amu)

Dieses Thema im Programm: MDR AKTUELL | Das Nachrichtenradio | 02. Februar 2024 | 12:00 Uhr

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