Einfamilienhäuser werden in der Region Hannover gebaut.
Wer sein eigenes Haus bauen möchte, muss für das Bauland immer tiefer in die Tasche greifen. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance/dpa | Julian Stratenschulte

Traum vom Eigenheim Preis für baureifes Land massiv gestiegen

11. August 2023, 16:24 Uhr

Die Preise für baureifes Bauland sind in Sachsen-Anhalt in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Seit 2019 müssen Häuslebauer rund 46 Prozent mehr zahlen. Mit Abstand am teuersten ist der Quadratmeter in Halle.

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In Sachsen-Anhalt wird baureifes Bauland immer teurer. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden im vergangenen Jahr im Schnitt rund 76 Euro pro Quadratmeter gezahlt. Vor der Corona-Pandemie und dem Ukraine-Krieg waren es noch 52 Euro, ein Anstieg um mehr als 46 Prozent in drei Jahren.

Baureifes Bauland in Halle und Magdeburg am teuersten

In Halle, wo es wenig baureifes Bauland gibt, mussten Häuslebauer mit Abstand am meisten zahlen: Der Preis lag im Schnitt bei 290 Euro je Quadratmeter. In Magdeburg waren es rund 100 Euro weniger. In Dessau-Roßlau lag der Quadratmeterpreis bei rund 112 Euro.

Unterschied Bauland und baureifes Land Bei Bauland handelt es sich um Gelände, die künfitg bebaut und erschlossen werden sollen. Bei baureifen Bauland oder auch baureifes Land genannt, sind die Flächen bereits fertig erschlossen. Auf ihnen kann also ohne weitere Maßnahmen gebaut werden.

Quellen: § 73 BewG, § 3 Abs. 4 ImmoWertV

Ein Grund für die hohen Preise ist dem Landesamt zufolge, dass in Halle wenig baureifes Bauland verfügbar und die Stadt sehr verdichtet ist. Es gebe daher auch wenig Verkäufe in der Saalestadt, sagte eine Sprecherin. In Magdeburg machten sich die Verkäufe von Flächen für die Intel-Ansiedlung bemerkbar.

Baureifes Bauland in Salzwedel und Stendal noch günstig

Am günstigsten – mit etwas mehr als 20 Euro pro Quadratmeter – war Bauland im Altmarkreis Salzwedel und im Landkreis Stendal. Im Kreis Stendal stiegen die Preise für baureifes Bauland im Vergleich zu 2019 lediglich um fünf Prozent.

dpa, MDR (Cornelia Winkler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 11. August 2023 | 05:00 Uhr

4 Kommentare

Paul90 vor 44 Wochen

Es gibt halt kein Grundrecht auf ein Haus in der Stadt mit Bahnanbindung und 100m zum Facharzt.
Auf dem Land kann man durchaus noch Grundstücke kaufen, auch für 50€/m².

nilux vor 44 Wochen

Na da fragt ja der Richtige nach Quellen, ich lach mich schlapp.

Ich kann die "Behauptung" von Erna jedenfalls bestätigen, aber auch im "Westen" sind die Preise natürlich sehr unterschiedlich und im "Osten" teilweise höher oder auch tiefer.

Erna vor 44 Wochen

...in Halle, wo es wenig baureifes Bauland gibt, mussten Häuslebauer mit Abstand am meisten zahlen: Der Preis lag im Schnitt bei 290 Euro je Quadratmeter...

Ihr Glücklichen! Wenn bei uns im Westen sowas auf dem letzten Kuhkaff angeboten wird ist es meist unter der Hand sofort weg. Unter 500 € geht da fast nichts!

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