Menschen auf der Straße Obdachlose wollen Wertschätzung

Alisa Sonntag
Bildrechte: MDR/Martin Paul

"Nichts ist für Obdachlose schlimmer, als wenn sie behandelt werden wie Luft." Das sagt Ulrike Wetzel, die sich in der Obdachlosenhilfe in Halle engagiert. Eine Umfrage zeigt, dass das Thema die Menschen berührt.

Weihnachtszeit: Essen, Zeit mit den Liebsten, gemütlich drinnen sitzen. Doch das ist nicht für alle Menschen in Sachsen-Anhalt so. Wer kein Zuhause hat, ist häufig auch ein Weihnachten allein und in der Kälte. Gehen die Menschen an Weihnachten deswegen anders mit Obdachlosen um? Geben sie ihnen im Alltag Geld oder haben sie dabei ein schlechtes Gefühl? MDR SACHSEN-ANHALT hat nachgefragt.

Die meisten der Befragten geben Obdachlosen ab und an Geld. Ulrike Wetzel rät eher dazu, ein warmes Getränk auszugeben oder etwas vom Bäcker mitzubringen. Die gebürtige Magdeburgerin ist Leiterin des Projekts "Obdima(h)l", das einmal im Monat Obdachlose und Bedürftige zu einem kostenlosen Brunch einlädt.

"Die meisten Obdachlosen sagen einem gern, was sie mögen, wenn man sie vorher fragt", erklärt sie. Wenn sie Geld bekämen, geben viele Obdachlose das laut Wetzel für Essen oder Tierfutter aus. Doch natürlich könne es auch für Suchtmittel genutzt werden. Wenn man auf stark alkoholisierte, verwirrten oder aggressiven Personen treffe, solle man vorsichtig sein und lieber Abstand halten, rät Wetzel. Denn deren Reaktion sei meist schwer abzuschätzen.

Am wichtigsten im Umgang mit obdachlosen Menschen findet die junge Frau einen wertschätzenden Umgang - "man weiß ja nicht, wie diese Person dort gelandet ist, welche Lebensgeschichte sich dahinter verbirgt." Die Wohnungslosen würden sich über Aufmerksamkeit freuen, also über ein kurzes Gespräch oder sogar schon ein nettes Lächeln: "Nichts ist schlimmer, als wenn sie behandelt werden wie Luft, so nach dem Motto 'Du gehörst nicht hierher'."

Über die Autorin Neugierig ist Alisa Sonntag schon immer gewesen – mit Leidenschaft auch beruflich. Aktuell beendet sie ihre Master in Multimedia und Autorschaft und International Area Studies in Halle. Dabei schreibt sie außer für den MDR SACHSEN-ANHALT unter anderem auch für Veto-Mag.

Quelle: MDR/aso

31 Kommentare

Ekkehard Kohfeld am 23.12.2019

Dito ob Leute Ihres Schlages mir nun glauben oder nicht, ist mir sowas von egal. Ich glaube Ihnen Ihr Geschwurbel auch nicht.
😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜😜

Denkschnecke am 23.12.2019

Ich weiß nicht, warum Sie hier den Irrealis gebrauchen und mir fehlende Taten unterstellen ohne mich zu kennen. Ich habe genau dieses Projekt bereits mehrfach unterstützt, kenne es von daher ein wenig und traue mich deshalb auch es zu empfehlen.

Fakt am 23.12.2019

Da Sie es offenbar nicht nachvollziehen können, eine kurze Erklärung:
Ich habe auf einen Beitrag von "Erfurter Bub" geantwortet. Und da er Zahlen sowohl obdach- als auch wohnungsloser Menschen genannt hatte, habe ich es auch getan.

Und ganz nebenbei: Im Artikel steht unter anderem auch der Satz: "Die Wohnungslosen würden sich über Aufmerksamkeit freuen,...".
Nicht nur die Überschrift lesen, sondern den ganzen Artikel!

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