Die historische Straßenbahn "Wilde Zicke" fährt durch Naumburg
Die "Wilde Zicke" hat eine Streckenlänge von 2,9 Kilometern. (Archivbild) Bildrechte: picture alliance / Peter Gercke/dpa-Zentralbild/ZB | Peter Gercke

Sanierung notwendig Naumburg: Straßenbahn "Wilde Zicke" bekommt Geld vom Land

17. August 2023, 16:16 Uhr

Die "Wilde Zicke" in Naumburg gilt als die kleinste und älteste Ringeisenbahn Deutschlands. Immer wieder sind Reparaturen nötig. Für die Sanierung eines Gleisbogens erhält der Betreiberverein nun erneut Geld vom Land Sachsen-Anhalt.

Die historische Straßenbahn "Wilde Zicke" in Naumburg bekommt zusätzliches Geld vom Land. Das Infrastrukturministerium Sachsen-Anhalt stellt nach eigenen Angaben in diesem Jahr rund 40.500 Euro Fördermittel bereit.

Mit dem Geld soll ein Gleisbogen in der Naumburger Innenstadt erneuert werden. Nach mehr als 40 Jahren seien die Arbeiten notwendig, um die Betriebssicherheit und Leistungsfähigkeit der Gleise zu erhalten, so das Ministerium.

"Wilde Zicke" ist kulturelles Erbe des Landes

Der Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Digitalisierung, Sven Haller, sagte bei der Übergabe des Förderbescheides: "Dieses technische Denkmal gehört zum kulturellen Erbe des Landes, das es zu pflegen gilt." Der Bescheid ging an den Verein zur Erhaltung historischer Fahrzeuge und Verkehrsanlagen e.V., der sich seit mehreren Jahren für den Erhalt der Naumburger Straßenbahn einsetzt.

Ein Lowa ET50 Triebwagen (l) der Straßenbahn Naumburg von 1955 fährt durch die Stadt.
Rund 775.000 Euro hat das Land Sachsen-Anhalt eigenen Angaben zufolge bisher in den Erhalt der Straßenbahn investiert. Bildrechte: picture alliance/dpa | Hendrik Schmidt

Das Land unterstützt die "Wilde Zicke" nach eigenen Angaben seit Jahren. Rund 775.000 Euro seien bisher in den Erhalt der Straßenbahn geflossen. Die "Wilde Zicke" gilt als Deutschlands kleinste und älteste Ringeisenbahn.

MDR (Moritz Arand)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 17. August 2023 | 16:30 Uhr

5 Kommentare

DER Beobachter vor 40 Wochen

Ein schönes, interessantes bewahrenswertes Relikt einer alten Straßenbahn, total unüblich neben dem "sonstigen" Bewahrenswerten einer ostdeutschen noch vorhandenen mittelalterlichen Kulturmetropole u.a. mit der Uta und dem Lettner etc.pp., die schon in den Propagandapostkarten seinerzeit thematisiert werden (schon von daher an sich unbegreiflich die Entgleisungen etwa des "Ost-Handwerkers" die ihm doch eigentlich gefallen müssten). Meine Mutter erlernte da vor 70 Jahren den Beruf der Säuglinkskrankenschwester bei dem gewissen tatsächlich renommierten Professor und deutete zugleich Abtreibungen von Missbrauchsopfern der Besatzungsgewalt wie von DDR-Schickeria-Geburten an. Von Herzen gern mehr Bewahrung von Jeglichem in Naumburg.

Bernd_wb vor 40 Wochen

ja bin auch gespannt wie es mit dem Ring weitergeht. Nach einer Studie war eigentlich die Variant über den Lindenring der Favorit. @MDR wie ist da der Stand?

Bernd_wb vor 40 Wochen

@ Ost Hanwerker sehe ich etwas anders. Klar kostet die Erhaltung der Straßenbahn viel Geld. Und gut wenn es Fördermittel gibt. Aber die Mitarbeiter leisten viel opfern Freizeit und Arbeit für den Erhalt. Und für die Erweiterung zum Salztor haben viele Bürger gespendet, gleiches bei der Aufarbeitung der Fahrzeuge. Und bei Festen und an Wochenenden sind die Bahnen gut gefüllt. Ich sehe es daher als gut angelegtes Geld

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