Steigende Preise Süßwarenhersteller Bodeta aus Oschersleben ist insolvent

Das Unternehmen Bodeta aus Oschersleben im Landkreis Börde kann die Kosten für die Produktion seiner grünen Eukalyptus-Bonbons und anderer Süßwaren nicht mehr zahlen. Grund sind die steigenden Preise für Energie, Rohstoffe und Personal. Bodeta hat deswegen Insolvenz angemeldet. Während nun ein neuer Geldgeber gesucht wird, sollen die Geschäfte weiterlaufen.

Eukalyptus-Bonbons liegen auf der Schüttungsvorrichtung einer Verpackungsanlage.
Die Bodeta Süßwaren GmbH wurde 1892 gegründet und ist vor allem für die grün verpackten Eukalyptus-Menthol-Bonbons bekannt. Bildrechte: dpa

Der Süßigkeitenhersteller Bodeta aus Oschersleben im Landkreis Börde ist insolvent. Wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilte, hat es am Montag beim Amtsgericht Magdeburg ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung beantragt.

Neuer Investor gesucht

Während des Verfahrens soll die Geschäftsführung von Bodeta demnach weiterhin für die Geschäfte zuständig bleiben, wobei das Amtsgericht ihr einen Sachwalter zur Seite stellt. Die rund 110 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind nach Angaben des Unternehmens über das Insolvenzverfahren informiert worden. Bis Ende November seien ihre Löhne und Gehälter durch die Bundesagentur für Arbeit gesichert.

Das 130 Jahre alte Unternehmen suche nun einen neuen Investor. "Bodeta braucht einen starken Partner, mit dem wir gemeinsam das Unternehmen zukunftssicher aufstellen können", sagte Geschäftsführer Markus Letsch.

Preis für Zucker hat sich verdoppelt

Himbeer-Früchtebonbons
Bodeta ist auch für die Himbeer-Früchtebonbons bekannt. Bildrechte: IMAGO / Eckehard Schulz

Als Grund für die Insolvenz nannte ein Sprecher von Bodeta die Kosten für Energie, Rohstoffe und Personal, die zuletzt stark angestiegen seien. Demnach hat der Preis für Zucker sich verdoppelt, der für Glukose ist um das Dreifache gestiegen. Verpackungsmaterialien seien ebenfalls teurer geworden.

Hinzu kommen dem Sprecher zufolge die steigenden Energiepreise sowie die deutliche Anhebung des Mindestlohns ab Oktober.

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MDR (Karin Roxer, Daniel Salpius, Maren Wilczek), dpa

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 27. September 2022 | 16:00 Uhr

80 Kommentare

Wessi vor 9 Wochen

Wer hetzt hier @ Rotti?Ich habe Geschichtsbewusstsein!Ihrerseits wird das als "Keule" diffamiert.Wir können froh sein, daß die Allierten 1989 zugestimmt haben...vor allem Thatcher.Das gehört aber hier nicht her!Hier geht es um einen pleite gegangenen Bonbonhersteller, dem der Mindestlohn zu hoch ist!

Rotti vor 9 Wochen

Zum Rest des Energiegeldes:

Wenn ich den Lohnschein nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich das hier nicht anbringen.
Da ist man das Opfer der sogenannten kalten Progression geworden. Und das bei einer, aus meiner Sicht, recht kleinen Lohnsumme
Aber so ist das mit dem, wir lassen keinen zurück.

Marc Uwe Kling hat das sehr schön vertextet und vertont.

"Wer hat uns...."

Rotti vor 9 Wochen

Ungarn haben wir das Ende des Eisernen Vorhangs zu verdanken. Ohne das wäre eine friedliche Revolution in der ehemaligen DDR und die deutsche Einheit unmöglich gewesen. Ein Deutscher mit Geschichtsbewusstsein weiß das!

Ihre Hetze gegen zwei demokratische Länder übersteigt das Erträgliche.

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