Vermittlung älterer Mitarbeiter Landkreis Harz startet Beschäftigungsoffensive "Generation 60plus"

Die Wirtschaft leidet unter einem immer größer werdenden Fachkräftemangel. Doch Nachwuchs ist vielerorts bislang Mangelware. Nun könnten vor allem Arbeitnehmer die Situation entspannen, die eigentlich kurz vor der Rente stehen. Zumindest im Harz will man versuchen, ältere Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vermitteln.

Ein älterer Herr arbeitet an einer Maschine
Viele Unternehmen schätzen die Erfahrung und die Motivation älterer Arbeitnehmer. Bildrechte: IMAGO

Der Landkreis Harz hat am Montag die Beschäftigungsoffensive "Generation 60plus" ins Leben gerufen. Landrat Thomas Balcerowski (CDU) sagte MDR SACHSEN-ANHALT, oft treffe der Bedarf bei Unternehmen nicht auf offene Ohren potenzieller Senioren und umgekehrt. Die Kommunale Beschäftigungsagentur (KoBa) werde bei der Vermittlung ein Kommunikationsloch stopfen.

"Kein Potenzial vergeuden"

Die Beschäftigungsinitiative "Generation60+" schließt nach Worten des Landrates zudem eine Kommunikationslücke zwischen Frauen und Männern, die im Altersruhestand arbeiten wollen und den Unternehmen, die händeringend Fachkräfte suchen und keine finden. "In von Arbeitskräfte- und Fachkräftemangel gezeichneten Zeiten sollen Menschen mit hohen Erfahrungsschätzen und breiter beruflichen Erfahrung gezielt angesprochen werden, um diese Potenziale nicht weiter zu vergeuden" erklärte Balcerowski.

Die KoBa werde in alle Richtungen vermitteln – Handwerk, Gastronomie und Hotellerie, aber auch Lehrer und Ärzte. Der Bedarf sei in allen Branchen hoch, hieß es vom Landkreis.

MDR (Swen Wudtke, Thomas Tasler)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 05. Dezember 2022 | 16:30 Uhr

5 Kommentare

Filzi vor 8 Wochen

Ich verstehe diese Aussagen nicht Fachkräftemangel.
Selbst als Techniker und Nachweis über jahrelanger Ausbildungs bzw. Unterrichtstätigkeit bekommt man freundliche Absagen in denen die Unternehmen auf einmal kein passenden Job haben.
Man sollte doch mal ehrlich sein und zugeben das der Bewerber mit über 50 zu alt ist.
Lehrermangel, der nächste Witz:
als Quereinsteiger keine Chance ohne Staatsexamen.
Und zum Schluss möchte auch Niemand von den Unternehmen Erfahrungen oder Wissen
Honorieren.

Dasymoni vor 8 Wochen

Irgendwie läuft irgendwas in dieser Republik was nicht richtig. Ich mußte vom 54 Lebensjahr an bis zur Rente wöchentlich 530km hin zur Pension nach Pforzheim und zurück pendeln und das über 10 Jahre. Jeden Monat 250Eu für Miete bis zu 400 Eu für Benzin oder Diesel und gelebt habe ich wie ein bedürftiger nur um zu arbeiten. Zu Hause meinten einige weil ich ja im Westen arbeite könnte ich doch auch mal eine Kiste Bier hinstellen. Das sind die gleichen Leute die seit vielen Jahren es sich gut gehen lassen und demnächst noch 10 Kisten Bier 🍺 in der Garage stapeln können ohne zu arbeiten. Holt diese Menschen ab und bringt ihnen vernünftiges arbeiten bei, dann braucht ihr uns Rentner nicht mehr.

harzer vor 8 Wochen

Ich habe bis 71 Jahre gearbeitet,dabei musste ich noch über 50 Km fahren , nachweislich in Königslutter FIBAV ! Wenn ich bei uns, in der Nachbarschaft sehe,dass junge Menschen ,ihr dasein mit Harz 4 leben, warum bildet man diese junge Leute nicht aus ? Jeder Mensch ist zu irgend etwas zu gebrauchen !

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