Blick auf das Rathaus und die zweitürmige Marienkirche von Stendal.
Der Stadtrat von Stendal hat mit knapper Mehrheit für die Ausrichtung des Sachsen-Anhalt-Tages in der Stadt gestimmt. (Symbolbild) Bildrechte: picture alliance / dpa | Jens Wolf

Stadtrat Sachsen-Anhalt-Tag 2024 nun doch in Stendal

28. März 2023, 11:09 Uhr

Der Sachsen-Anhalt-Tag 2024 in Stendal wird stattfinden. Das hat mit knapper Mehrheit heute der Stadtrat entschieden. In den letzten Wochen hatte die Ausrichtung wegen finanzieller Probleme vor dem Aus gestanden. Verantwortliche hatten trotzdem bis zum Schluss dafür gearbeitet, den Sachsen-Anhalt-Tag in Stendal trotz der angespannten Haushaltslage ermöglichen zu können.

Der Sachsen-Anhalt-Tag wird vom 30. August bis 1. September 2024 in Stendal ausgerichtet. Das hat der Stadtrat am Montagnachmittag mit einer denkbar knappen Mehrheit von 20 zu 18 Stimmen entschieden. Zuletzt hatte es wegen finanzieller Probleme für die Ausrichtung des Festes nicht gut ausgesehen. Erst vor zehn Tagen hatte der Hauptausschuss als zweithöchstes politisches Gremium gegen die Ausrichtung gestimmt.

Finanzierung ist gesichert

Dennoch ist die Finanzierung des Sachsen-Anhalt-Tages gesichert. Das Budget beträgt rund eine Million Euro und wird fast zu gleichen Teilen vom Land sowie der Stadt Stendal finanziert. Ein Großteil sind dabei Personalkosten.

Das Land hatte zuletzt – nach Forderung aus dem Stadtrat – seinen Anteil noch einmal um 100.000 Euro auf 550.000 Euro erhöht. Laut Veranstaltungsmanager Matthias Neumann von der Stadt Stendal wird im Gegenzug auch mit Einnahmen in Höhe von rund 500.000 Euro gerechnet. Allein durch Teilnehmer-Chips zum Preis von zwei Euro – mit denen auch das Parken ermöglicht wird – rechne man mit hohen Einnahmen. Kalkuliert sind rund 200.000 Besucher.

Streit um finanzielle Hilfen vom Land

Über die Finanzierung war lange Zeit gestritten worden. Stendal hatte vom Land 150.000 Euro zusätzlich gefordert. Das Land war aber nur zu einer Zugabe von 100.000 Euro bereit gewesen. Daraufhin hatte das Fest gedroht auszufallen. Nun sollen die 50.000 Euro, die das Land nicht bereit war zusätzlich zu zahlen, im Haushalt eingespart werden.

Reiner Instenberg von der Fraktion SPD/FDP/Ortsteile hatte MDR SACHSEN-ANHALT erst vor wenigen Tagen gesagt, dass alle geplanten Projekte in der Stadt momentan abgesagt seien, weil kein Geld dafür da sei. So gerne man das Fest auch ausrichten wolle, könne man dies ohne Geld nicht machen.

Fest musste bereits 2022 verschoben werden

Für viele Menschen aus Stendal war das eine bittere Vorstellung. Denn eigentlich hatte das Fest längst stattfinden sollen. Zum Jubiläum der 1.000-jährigen Ersterwähnung der Stadt sollte das Fest im Jahr 2022 ausgerichtet werden, musste am Ende aber wegen zu hoher Corona-Risiken abgesagt werden.

Der Chef von Sachsen-Anhalts Staatskanzlei, Rainer Robra (CDU), hatte sich in der gerade stattfindenden Debatte trotz aller Schwierigkeiten bis zum Schluss für die Ausrichtung des Festes eingesetzt. Er sagte, das Land habe den "dringenden Wunsch", die Familie geeigneter Städte beieinander zu halten, die ein solches Fest ausrichten können. Er hoffe, dass das in der weiteren Meinungsbildung der Stadträte den Ausschlag dafür gebe, die Bewerbung aufrecht zu erhalten.

MDR (Leonard Schubert, Bernd-Volker Brahms) | Erstmals veröffentlicht am 27.03.2023

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN-ANHALT – Das Radio wie wir | 28. März 2023 | 05:00 Uhr

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