Ermittlungen Zeugensuche der Polizei in Görlitz löst Betrugsalarm aus

25. April 2024, 16:31 Uhr

In Görlitz haben Ermittlungen einer Polizistin nach einem Todesfall für einen Betrugsverdacht gesorgt. Wie die Polizeidirektion mitteilte, hatten Anwohner ein Foto einer hinterlassenen dienstlichen Visitenkarte der Beamtin samt Mobilfunknummer in einem sozialen Netzwerk veröffentlicht. Sie seien fälschlicherweise von einem Betrugsversuch durch falsche Polizisten ausgegangen, hieß es.

Polizistin und ein Polizist auf der Straße
Ermittlungen der Polizei zu einem Todesfall in Görlitz haben für Verwirrung und zu einen Betrugsverdacht gesorgt. (Symbolbild) Bildrechte: MAGO/Noah Wedel

Die Görlitzer Polizei stellte aber klar: Das Vorgehen der Beamtin sei üblich und es habe alles seine Richtigkeit. Die Kriminalpolizei hinterlasse derartige Visitenkarten mit Rückrufbitten, wenn sie mögliche Zeugen nicht antreffe. Die Betroffenen würden gebeten, die Nummer anzurufen.

Ermittlungen zu Todesfall laufen weiter

Die Beamtin ermittelt den Angaben zufolge im Fall eines tot aufgefundenen Mannes. Der 28-Jährige war in der vergangenen Woche mit schweren Brustverletzungen vor einem Wohnhaus in Görlitz entdeckt worden. Auf Nachfrage von MDR SACHSEN teilte die Polizei am Donnerstag mit, aus "ermittlungstaktischen Gründen" noch keine Angaben zu Verdächtigen oder dem Tathergang machen zu können.

Im Zweifel an Polizei wenden

Im Fall des Betrugsverdachts "begrüße man grundsätzlich die vorhandene Skepsis", so die Polizei. Von der Veröffentlichung im Internet werde aber abgeraten. "Sollten Sie Zweifel an polizeilichen Maßnahmen oder Schriftstücken haben, wenden Sie sich vertrauensvoll an ihre örtliche oder jede andere Polizeidienststelle", hieß es.

MDR (ben)/afp

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 25. April 2024 | 13:30 Uhr

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