Digitalisierung Positive Zwischenbilanz für die Smart City Zwönitz

14. Februar 2023, 05:45 Uhr

2019 gehörte Zwönitz zu den ersten 13 Städten und Regionen in Deutschland, die als "Smart-City"-Modellkommune auserkoren wurden und damit ein umfangreiches Förderungspaket erhielten. Vier Jahre und mehr als sechs Millionen Euro später zieht die Stadt ein erstes Zwischenfazit. Zu den ersten erfolgreich umgesetzten Projekten gehört das "Erzmobil".

Vor rund einem Jahr ist in der Stadt Zwönitz zum ersten Mal das sogenannte "Erzmobil", ein Elektrobus, durch die Straßen gefahren. Jetzt hat die Stadt ein erstes Zwischenfazit gezogen.

Seit dem Start des "Erzmobils" hat der Bus rund 2.700 Fahrgäste befördert und 16.700 Kilometer zurückgelegt. Pro Tag sitzen damit durchschnittlich 15 Passagiere im umweltfreundlichen Fahrzeug. Zwönitzer können einfach über eine App den Rufbus bestellen.

Zwönitz wurde 2019 Smart City

Das "Erzmobil" geht auf eine bundesweite Smart-City-Förderung zurück. 2019 wurde Zwönitz als eine von 13 Städten und Regionen als Modellkommune ausgewählt, um die digitale Infrastruktur zu verbessern. Das Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen steuerte rund 5,3 Millionen Euro bei. Sachsen legte noch einmal 1,4 Millionen Euro oben drauf.

Gerade in ländlichen Räumen bietet die Digitalisierung viele Chancen zur Steigerung der Lebensqualität.

Thomas Schmidt Sächsischer Minister für Regionalentwicklung

"Wir sind Vorreiter beim öffentlichen Linienbedarfsverkehr", sagt Bürgermeister Wolfgang Triebert (CDU). "Die Smartphone-vertrauten Einwohner nutzen den neuen Service bereits gern. Für alle anderen entwickeln wir Lösungen, dass auch sie an den Angeboten teilhaben können. Die nächste Qualitätsstufe wird die Nutzung KI-basierter Sprachtechnologien sein."

Wir sind Vorreiter beim öffentlichen Linienbedarfsverkehr.

Wolfgang Triebert Bürgermeister Zwönitz

"Buntspeicher" soll Innovationszentrum werden

Neben dem "Erzmobil" finanziert Zwönitz mit der Förderung teilweise auch das Bauprojekt "Buntspeicher". Der ehemalige Zwönitzer Speicher wurde Anfang des 20. Jahrhunderts gebaut und wird seit mehreren Jahren zu einem Innovationszentrum umfunktioniert. Unternehmen, Start-Ups und Kreative sollen sich hier wohl fühlen und neue Ideen entwickeln.

"Gerade in ländlichen Räumen bietet die Digitalisierung viele Chancen zur Steigerung der Lebensqualität. Aktivitäten im Bereich Smart City können die Attraktivität einer Region erhöhen – sowohl für Arbeitgeber als auch für junge Familien, aber auch für die älteren Generationen", sagt Sachsens Regionalentwicklungsminister Thomas Schmidt (CDU) und zieht ein positives Zwischenfazit. "Zwönitz ist schon heute ein Vorreiter im Bereich Smart City und Smart Region. Durch innovative Ansätze und den Einsatz von digitalen Technologien entsteht ein konkreter Mehrwert für die Zwönitzer Bürger."     

Im Juni 2023 soll im "Buntspeicher" ein Festival stattfinden, in dem dreidimensionale Audio- und Videoanwendungen im Vordergrund stehen. Die Bauarbeiten im Speicher werden voraussichtlich aber noch bis Ende des Jahres dauern. Die Gesamtbaukosten belaufen sich derzeit auf 18,8 Millionen Euro.    

MDR (mad)

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 13. Februar 2023 | 19:00 Uhr

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