Nahaufnahme von einem Blaulicht an einem Polizeiauto
Die Polizei wurde am Sonntagnachmittag zum Postplatz in Plauen gerufen. (Symbolbild) Bildrechte: IMAGO / U. J. Alexander

Polizei Tatverdächtiger nach Messerstecherei in Plauen festgenommen

08. Mai 2023, 15:07 Uhr

Am Sonntagnachmittag ist in Plauen erneut ein Mann bei einer Messerstecherei schwer verletzt worden. Einer der beiden mutmaßlichen Täter konnte wenig später von der Polizei festgenommen werden. Die Stadt versucht, den Gruppen im öffentlichen Raum alternative Angebote zu machen und gleichzeitig den Kontrolldruck aufrechtzuerhalten.

Am Sonntagnachmittag ist bei einer Messerstecherei in der Plauener Innenstadt ein Mann schwer verletzt worden. Wie die Polizeidirektion Chemnitz mitteilt, wurden die Beamten zu einer körperlichen Auseinandersetzung mit mehreren Beteiligten am Postplatz gerufen. Als die Einsatzkräfte dort ankamen, sei ein Schwerverletzter bereits mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht worden. Die Täter waren geflohen.

Den Angaben zufolge handelt es sich bei dem Verletzten um einen 21 Jahre alten Mann, der nach einer Stichverletzung notoperiert werden musste.

Ermittlungen wegen versuchten Totschlags

Am Abend konnte laut Polizei ein 22 Jahre alter Tatverdächtiger im Stadtgebiet vorläufig festgenommen werden. Gegen ihn wird wegen versuchten Totschlags ermittelt.

Ob ein Zusammenhang zwischen diesem Sachverhalt und einer weiteren Auseinandersetzung besteht, die am vorhergehenden Wochenende am gleichen Ort stattfand, werde derzeit geprüft.

Stadt Plauen arbeitet an Präventionsmaßnahmen

Bereits seit 2019 arbeitet in Plauen ein Kommunaler Präventionsrat. Dessen Koordinator Frank Zabel kennt das Konfliktpotential am Postplatz. "Das ist die 'gute Stube' von Plauen. Der Platz ist mit dem Nahverkehr gut zu erreichen, bietet Aufenthaltsqualität auch bei schlechtem Wetter und Einkaufsmöglichkeiten."

Nicht zuletzt gebe es offenes WLAN. Das ziehe auch unterschiedlichste Gruppen an. "Neben den Einkäufern sind das Jugendliche, Alkoholiker und Migranten. Die unterschiedlichen Interessen bringen auch ein Konfliktpotential mit sich."

Blick auf die Stadt Plauen
Die Stadt Plauen hat 2019 einen Präventionsrat gegründet, der Konflikte in der Stadt eindämmen soll. Bildrechte: Der Osten - Entdecke wo du lebst

Die unterschiedlichen Interessen bringen auch ein Konfliktpotential mit sich.

Frank Zabel Koordinator beim Kommunalen Präventionsrat Plauen

Man versuche, den verschiedenen Gruppen Alternativen anzubieten. "Wir haben in der Stadt allein 75 Vereine, bei denen man mitarbeiten kann." Das sei besser als der Aufenthalt im öffentlichen Raum, sei aber oft nicht genug bekannt. "Auch die 'Mobile Jugendarbeit Plauen' ist zwei Mal in der Woche vor Ort."

Zabel räumt ein, dass man mit den Angeboten nicht alle erreichen könne. "Die anderen müssen sich an die Normen halten, was auch durch die Polizei- und Ordnungskräfte kontrolliert wird." Allerdings sei der Postplatz ein öffentlicher Raum, der für alle da sei.

MDR (tfr)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Regionalnachrichten aus dem Studio Chemnitz | 08. Mai 2023 | 07:30 Uhr

Mehr aus dem Vogtland und Greiz

Geloebnis 1 min
Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK
1 min 22.05.2024 | 21:25 Uhr

Bei einem feierlichen Gelöbnis haben 75 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr in Weida ihren Eid abgelegt.

Mi 22.05.2024 19:30Uhr 00:25 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/ost-thueringen/greiz/video-weida-bundeswehr-rekruten-eid-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video
Frau hängt Wimpel auf 1 min
Bildrechte: Mitteldeutscher Rundfunk
1 min 21.05.2024 | 20:57 Uhr

Mit mehr als 3.000 Wimpeln wird derzeit Schmölln geschmückt. Grund dafür ist das 111. Vereinsjubiläum des SV Schmölln. Am Wochenende wird gefeiert.

Di 21.05.2024 19:22Uhr 00:26 min

https://www.mdr.de/nachrichten/thueringen/ost-thueringen/greiz/video-sv-schmoelln-jubilaeum-wimpel-100.html

Rechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Video

Mehr aus Sachsen

Nachrichten

Für den Impfstatus von Kinderrn sind vor allem die Eltern verantwortlich. Bild: Kind mit Rucksack an der Hand eines Erwachsenen
Für den Impfstatus von Kinderrn sind vor allem die Eltern verantwortlich. Bildrechte: IMAGO/Michael Gstettenbauer