Kriminalität Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage gegen mutmaßlichen Schleuser

27. Dezember 2023, 11:47 Uhr

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Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Schleuser wegen des Verdachts auf banden- und gewerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern erhoben. Wie die Behörde am Mittwoch mitteilte, wird dem 24 Jahre alten Usbeken zur Last gelegt, in mindestens drei Fällen insgesamt 42 Menschen, vorrangig aus Syrien, illegal nach Deutschland gebracht zu haben. Die Fälle haben sich laut Mitteilung am 3., 7. und 17. Juli dieses Jahres ereignet.

Die Polizei griff bei Bad Gottleuba illegale Migranten auf.
Durch die Grenzlage nach Polen und Tschechien wurden in Sachsen in diesem Jahr besonders viele Schleuser und illegal eingereiste Migranten aufgegriffen. (Symbolbild) Bildrechte: xcitepress

Schleuserlohn zwischen 400 und 800 Euro

Der Mann habe als Teil einer international operierenden Bande agiert, deren weitere Mitglieder laut Staatsanwaltschaft teilweise noch unbekannt sind. Die Einschleusungen seien über die Tschechische Republik erfolgt. Der 24-Jährige habe die Taten gestanden. Für die ersten beiden Schleusungen habe er jeweils 800 Euro erhalten, für die am 17. Juli 400 Euro. Die Bundespolizei hatte ihn am 17. Juli festgenommen. Seitdem sitzt er in Untersuchungshaft. Das Landgericht Dresden wird nun über die Zulassung der Anklage entscheiden.

MDR (dkö)

Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN - Das Sachsenradio | Nachrichten | 27. Dezember 2023 | 12:00 Uhr

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