Infrastruktur Geologen geben grünes Licht für Bahntunnel Dresden - Prag

Die Planungen für Deutschlands längsten Bahntunnel haben eine weitere Hürde genommen. Geologen halten den Untergrund im Erzgebirge für geeignet, um das Projekt umzusetzen. Nun können die Planungen intensiviert werden.

Blaue Bohrmaschine inmitten einer grünen Landschaft
Für die geplante Trasse zwischen Dresden und Prag soll ein Tunnel ins Erzgebirge gebohrt werden. Zwei Jahre lang wurden in 500 Meter Tiefe Gesteinsproben entnommen. Bildrechte: MDR/Florian Glatter

Nach zwei Jahren Gesteinsuntersuchungen im Erzgebirge hat die Deutsche Bahn bisher keine Hindernisse für die Bahnstrecke Dresden-Prag gefunden. Die Ergebnisse hätten die bisherigen Annahmen der Planer weitestgehend bestätigt, teilte die Deutsche Bahn am Mittwoch mit. Bestandteil der Neubaustrecke soll ein mindestens 26 Kilometer langer Tunnel durch das Erzgebirge werden.

Ende 2022 werden Vorschläge für Tunnelverlauf vorgestellt

Der Großteil der Bohrungen sei bis Ende August abgeschlossen worden, teilte die Deutsche Bahn mit. Nun könnten die Planungen für den Verlauf des Tunnels fortgesetzt werden. Die neue Bahntrasse soll die bisherige Verbindung durch das Elbtal ablösen. Die habe ihre Kapazitätsgrenzen erreicht und könne nicht weiter ausgebaut werden. Laut Deutscher Bahn sollen voraussichtlich Ende des Jahres Vorschläge für den Trassenverlauf vorgestellt werden.

Karte der Neubaustrecke Dresden - Prag in verschiedenen Varianten
Diese Tunnel-Varianten werden für die Strecke diskutiert. Bildrechte: MDR

MDR (sth)/dpa

Dieses Thema im Programm: MDR FERNSEHEN | MDR SACHSENSPIEGEL | 07. September 2022 | 19:00 Uhr

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