Seuche Schweinepest: Sperrzonen in den Landkreisen Meißen und Bautzen erweitert

Ein Wildschwein
Nach neuen Fällen der afrikanischen Schweinepest wurden die Sperrzonen in den Landkreisen Bautzen und Meißen erweitert. Bildrechte: imago/Oliver Willikonsky

Nach neuen Fällen der Afrikanischen Schweinepest (ASP) hat Sachsen seine Schutzzonen erneut ausgeweitet. Im Landkreis Meißen und im Landkreis Bautzen in der Nähe der Landesgrenze zu Brandenburg wurden infizierte Tiere festgestellt, wie das Gesundheitsministerium am Dienstag mitteilte. "Wir werden schnellstmöglich die nötigen Zäune errichten, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche nach Westen zu verhindern", sagte Sebastian Vogel, Staatssekretär im Gesundheitsministerium und Leiter des Krisenstabs.

Wir werden schnellstmöglich die nötigen Zäune errichten, um eine weitere Ausbreitung der Tierseuche nach Westen zu verhindern.

Sebastian Vogel Leiter des ASP-Krisenstabs

Ein Warnschild mit einem toten Schwein
Mit Zäunen soll versucht werden die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest zu verhindern. Bildrechte: MITTELDEUTSCHER RUNDFUNK

Fälle nahe Landesgrenze zu Brandenburg

Die westliche Grenze der Sperrzone II verläuft künftig nördlich von Meißen zunächst entlang der Elbe und dann mit dem Grödel-Elsterwerdaer-Floßkanal bis zur Landesgrenze zu Brandenburg. Im Norden des Landkreises Bautzen wird die Sperrzone II um ein dreieckiges Gebiet zwischen den Gemeinden Kamenz, Schwepnitz und Bernsdorf erweitert, das im Norden an Brandenburg begrenzt.

In den Gebieten sollen Wildschweine verstärkt gejagt werden. Zudem will man tote Tiere schnell aus dem Wald holen. Lebendige und erlegte Wildschweine sowie Wildschweinerzeugnisse dürfen nicht aus der Sperrzone gebracht werden. Für Hundehalter und ihre Tiere gilt ein Leinenzwang.

Afrikanische Schweinepest (ASP) ASP ist eine ansteckende Erkrankung bei Haus- und Wildschweinen, die fast immer tödlich verläuft und unheilbar ist. Es gibt keine Möglichkeit, die Schweine durch eine vorbeugende Impfung zu schützen, hieß es. Die Erkrankung kann direkt von Tier zu Tier oder indirekt über kontaminierte Gegenstände wie Kleidung und Schuhe sowie Futter in andere Gebiete durch den Menschen übertragen werden. Für Menschen und andere Tierarten ist die ASP nicht ansteckend oder gefährlich. Sächsische Gesundheitsministerium

Am Sonnabend wird das Gesundheitsministerium das Jagdprojekt zur Eindämmung der Afrikanischen Schweinepest in Kamenz starten. Gejagt werden soll dabei vor allem Schwarzwild in den Landkreisen Görlitz und Bautzen. Das Projekt wird vom Freistaat mit 1,5 Millionen Euro unterstützt.

Ein belgischer Schäferhund. 1 min
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Im Kampf gegen die Afrikanische Schweinepest soll Hündin Lili tote und infizierte Wildschweine aufzuspüren. So soll verhindert werden, dass sich andere Wildschweine anstecken.

MDR S-ANHALT Mo 02.05.2022 19:00Uhr 00:55 min

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Dieses Thema im Programm: MDR SACHSEN | in den Regionalnachrichten aus dem Studio Bautzen | 14. Juni 2022 | 15:30 Uhr

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MDR SACHSEN Di 19.07.2022 14:40Uhr 02:03 min

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