DDR-Bürger mit Transparenten wie "Freie Wahlen - vereintes Deutschland"
Im Herbst 1989 gingen in Leipzig Tausende DDR-Bürger und Bürgerinnen auf die Straße. Das Denkmal zur Friedlichen Revolution wird vom Bund unterstützt. Bildrechte: picture-alliance / dpa | dpa

Gedenken Leipzig: Bund unterstützt Einheitsdenkmal mit 2,5 Millionen Euro

17. November 2023, 19:00 Uhr

Die Initiative für ein Freiheits- und Einheitsdenkmal in Leipzig begann bereits vor mehr als einem Jahrzehnt. Jetzt gibt es vom Bund zusätzliche Unterstützung: Die Stadt Leipzig erhält einen üppigen Zuschuss, um in den nächsten Jahren ein Denkmal für die Friedliche Revolution 1989 zu errichten. Auch das nächste Jubiläums-Lichtfest, das im kommenden Jahr stattfindet, wird mit Bundesgeldern gefördert. Wie das Denkmal konkret aussehen soll, ist noch nicht entschieden.

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Für ein Denkmal als Erinnerung an die Friedliche Revolution 1989 erhält Leipzig vom Bund einen Zuschuss in Millionenhöhe. Wie die Stadt mitteilt, stellt der Haushaltsauschuss des Bundestages dafür rund 2,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das Denkmal soll auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz am Innenstadtringt entstehen, wo sich 1989 Menschen versammelten.

Burkhard Jung: Haben jetzt finanzielle Sicherheit

"Mein Dank geht Richtung Berlin. In Leipzig haben wir jetzt finanzielle Sicherheit für dieses für unsere Demokratie so wichtige Thema", sagte Oberbürgermeister Burkhard Jung. "Der Herbst 1989 verliert nichts an seiner Aktualität. Heute, 34 Jahre nach der von Leipzig ausgehenden Epochenwende, sind wir wieder aufgerufen, uns für Demokratie, Freiheit und Bürgerrechte einzusetzen."

Neben dem Denkmal billigte der Bund zusätzlich 1,2 Millionen Euro für die Umsetzung des nächstes Lichtfestes in Leipzig, dass das 35-jährige Jubiläum der Friedlichen Revolution feiern soll.

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Nächstes Lichtfest mit 35-jährigem Jubiläum

Schon jetzt würden viele junge Menschen die Montagsdemonstrationen in der DDR nur noch aus Geschichtsbüchern oder aus Erzählungen ihrer Eltern und Großeltern kennen, sagt der Leipziger SPD-Bundestagsabgeordnete Holger Mann.

"Dem setzen beide Projekte etwas entgegen und übertragen die Ereignisse in die heutige Zeit. Insbesondere das jährliche Lichtfest am 9. Oktober in der Leipziger Innenstadt trägt entscheidend dazu bei."

Denkmalbau könnte 2025 beginnen

Bereits 2009 gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger in Leipzig die "Stiftung Friedliche Revolution", die sich für ein Denkmal einsetzt. Im selben Jahr beschloss der Stadtrat, dass man dafür erste Konzepte entwickeln will. 2014 endete dieser erste Versuch ohne Ergebnis, ehe drei Jahre später das Vorhaben wieder an Fahrt aufnahm.

Wie das Denkmal im Detail aussehen soll, ist derzeit noch offen. Im Frühjahr 2024 soll ein Wettbewerb mit Vorschlägen ausgerufen werden. Wenn ein Sieger gefunden ist, soll die Grundsteinlegung für das Einheitsdenkmal im Jahr darauf erfolgen.

MDR (mad)

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